Griechmänien

Mittwoch, 15. Juli 2015

Timeo Danaos et dona ferentes“ - die Behauptung von Vergil wird immer wahrer, je mehr sich Griechenland seinem Generalkollaps und Europa dem Abgrund einer EU-Spaltung nähert. Die „harte und ideologische“ Politik (Kanzlerin Merkel) des noch amtierenden Alexis Tsipras, der sein Land „sehenden Auges gegen die Wand fahren“ lässt, scheint im allerletzten Augenblick aufzuweichen. Der Vollblutdemagoge, ein typischer Exponent der Griechen, mit seinem Abendlandhass und seiner Wortbrüchigkeit ehrenhalber gegenüber den „Papsthörigen“, versteifte sich etwa auf die Hetzbehauptung: „Wir haben die Gerechtigkeit auf unserer Seite. Wenn wir die Furcht überwinden, dann haben wir nichts mehr zu fürchten.“ Als ob gerade der antiottomanische Befreiungskrieg des 19. Jahrhunderts ausbreche.

Es gibt aber immer noch Menschen, auch Denker, die der Tsipras-Linie zustimmen, der sich selbst als ein Freund der südamerikanischen linksextremen Staatsführer des Typs Hugo Chavez oder Evo Morales definiert und der im Monat des Mauerfalls von Berlin der Kommunistischen Jugendorganisation Griechenlands beitrat. Die Kluft, die Tsipras als spaltzüngiger Überzeugungstäter Europa bewusstmachte, sie wird bestenfalls eine nie verschwindende Narbe hinterlassen, Spuren, die überwunden, nicht aber vergessen werden können. Denn traditionsgemäß findet Europa in härtesten Krisenzeiten gangbare Kompromisse und hat sich bisher immer noch am eigenen Kragen aus dem Sumpf gemogelt. Manche meinen, dass Europa aus Krisen immer gestärkt hervorging.

So die optimistische Sicht.

Im Vorfeld der am Sonntag gestarteten Schlussverhandlungen mit den endlich weich(er) werdenden Griechen (mit dem Grexit-Messer am Hals) hatte der belgische Ex-Premierminister, Guy Verhofstadt, als Europaabgeordneter, Tispras im Europaparlament scharf die Leviten gelesen. Wunderlich, bei diesem Land südländischer Mentalitäten, dass die sich so lange in den Warteschlangen vor den Geldschaltern aufhalten und nicht endlich mit dieser Regierung, die sie ins Chaos gestürzt hat, reinen Tisch machen.

„Die Griechen haben eine Regierung gewählt, für die Banken etwas Böses sind. Weil sie den Kapitalismus verkörpern, also das Grundübel. Die Privatwirtschaft ekelt diese Regierung regelrecht an. Sie existiert gar nicht in ihrer Politik“, sagte der 80jährige Schriftsteller Nikos Dimou gegenüber dem „Spiegel“. „Zwischen Griechenland und dem Westen gibt es eine Hassliebe. Das geht lange zurück, bis zur Spaltung der orthodoxen Kirche. Die Mentalität der Griechen wurde stark geprägt von der orthodoxen Kirche und der Kommunistischen Partei. Beide sind absolut antiwestlich. Die Griechen misstrauen dem Westen, eigentlich misstrauen sie jedem. Sie suchen die Schuld bei anderen, jetzt sind es die Deutschen“, sagt der selbe griechische Schriftsteller.

Vieles, was man über Griechenland liest, lässt an Parallelen zu Rumänien denken. Hoffentlich wird bei uns der Euro nicht verfrüht eingeführt, nachdem wir zu früh der EU beitreten durften.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 19.07 2015, 15:46
Herr Tourist was ist der Unterschied ihres Beitrages..zu meiner Feststellung..die ich zigfach hier schrieb.Die Korruption ist tief in der rumänischen Kultur verankert.zigfach schrieb ich das in der rumänischen Sprache es über 30 Begriffe und Redewendungen es gibt die das Wort und den Inhalt Korruption beschreiben, aufweichen ,ihn zu legaliesieren versuchen..Denn das ist in der logig Notwendig um festzustellen..das die Korruption tief in einer Kultur eines Landes verankert ist.Das es jetzt Aussagen oder Berichte gibt ..die nicht von mir sind...die dies genau sehen..Heißt das...das die Wahrheit immer zuerst der Feind ist...und danach sich aus der Deckung Leute melden die mit zeitlicher verzögerung die Wahrheit übernehmen..Oder heißt das auf Rumänisch..Ich klaue alles die Lügen die Wahrheit aber tuen tue ich nix...Griechenland ist das gleiche wie in Rumänien..Nix tue nur klauen..Ochii..Wenn der Tsipras oder der rumänische Staubwedler Ochii sagen ist das eine..Alles ohne Substanz..Wenn aber unser Gottvater Schäuble Ochii sagt frisst nicht nur Grioechenland den Kitt von den Fenstern sondern auch bald das neue Romaland Rumänien..Ochii
Tourist, 19.07 2015, 03:59
alle Staaten, die in ihrer Geschichte die Erfahrung der osmanischen Herrschaft gemacht haben, haben gelernt zu lügen, zu betrügen, gegen die Gemeinschaft in die eigene Tasche zu arbeiten, Steuern zu hinterziehen, und überhaupt es mit der Wahrheit nicht so ernst zu nehmen. Von allen Balkanvölkern sind die Griechen die ersten gewesen, die mit der philhellenistischen Hilfe Westeuropas dieses Joch abgestreift haben, aber leider ist halt doch noch viel hängen geblieben. Man ist balkanischer geblieben, als man zuzugeben bereit ist. Die Griechen sind freundliche, gebildete, fleißige Leute, wo die Familien und die Dorfgemeinschaften noch zusammenhalten, aber ihr Staat ist ein Sauhaufen sondergleichen, leider.
Klaus, 15.07 2015, 11:39
Da ist viel wahres dran.-die grichischen regierungen haben sich bisher immer durch mogeln vorteile verschafft.-die Länder des nordens werden nie begreifen das dieses die norm ist in dem lande.-Da war mal ein vergleich in der "schlitz ohrigkeit": 3 nordmänner gleichen einen greichen aus, aber 5 griechen einen armenier.-Das erwartet uns wenn länder des kaukasus auch noch an die töpfe der EU wollen.
für Rumänien ist es ein glück das der € noch warten muß und auch der schengen raum noch verschlossen ist.-Nicht aus zudenken was da dann auf diesem lande rum gehackt wird wenn flüchtlinge den weg über Rumänien in die EU nehmen können.-Dann brauchen wir viele flüchtlings lager und noch mehr geld.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*