Größter Bankenbetrügerring des Landes aufgeflogen

Knapp 20 Verdächtigen blüht Untersuchungshaft

Samstag, 15. Dezember 2012

Prominenter Verdächtiger: Unter Blitzlichtgewitter wurde der Bukarester Immobilienhai Marius Locic an späten Donnerstagabend abgeführt. Für ihn und weitere 19 dringend Tatverdächtige in der Affäre um den millionenschweren Bankenbetrug beantragten die DIICOT-Sonderstaatsanwälte U-Haft.
Foto: Mediafax

Bukarest (ADZ) - Die Direktion zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und Terrorismus (DIICOT) hat am Donnerstag den bisher größten Bankenbetrügerring des Landes gesprengt, der neben etlichen ebenso zwielichtigen wie einflussreichen Unternehmern auch Notare und sage und schreibe sieben Bankdirektoren umfasste.

Nach knapp 60 Hausdurchsuchungen in Bukarest und drei Landeskreisen wurden zunächst Dutzende Verdächtige verhört – darunter der ehemalige BRD-Direktor und derzeitige Volksbank-Vizepräsident Lucian Cojocaru, mehrere BRD-Filialleiter, sodann Führungspersonal der ATE Bank sowie die  Unternehmer Marius Locic, Vasile und Dumitru Creştin.

Nach Angaben der Ermittler sahnten die Betrüger bei zwei Banken mittels 35 Firmen ab, die aufgrund getürkter Daten hohe Darlehen aufnahmen, nachdem die beteiligten Bankdirektoren die Kreditrisiken herabgespielt hatten. Laut DIICOT-Staatsanwälten beläuft sich der Schaden auf mindestens 85 Millionen Euro, geprellt wurden dabei die Volksbank und BRD – letztere um etwa 77 Millionen Euro.

Der Gesamtschaden der beiden Geldinstitute dürfte in die Hunderte Millionen Euro gehen. Der Bukarester Immobilienhai Marius Locic steht im Verdacht des Betrugs und der Geldwäsche. Die Brüder Creştin scheinen indes untergetaucht zu sein – die DIICOT überprüft bereits, ob sie einen Hinweis aus Ermittlerkreisen über die anstehende Razzia erhielten.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 17.12 2012, 03:32
Dieser Alexander bringt die Misere zwar auf den Punkt bietet aber keine Lösung; eher kommt so etwas von Helmut. Die PDL hatte jahrelang die Möglichkeit den Sumpf trocken zu legen - ohne Ergebnis. Vielleicht gelingt der PSD ja eine Selbstreinigung und sie kann den Sumpf trocken legen; das wäre sensationell. Mein Herz schlug ja schon immer für Helmut's Thesen !
Herbert, 16.12 2012, 21:20
Alexander - genau so ist es in Rumänien! Eine wirklich perfekte Analyse. Nur Helmut sieht das immer ganz anders.
Alexander, 16.12 2012, 12:21
Strafverfolgung muss man nicht wirklich fürchten - eher schon bei den ständigen Machtkämpfen auf der falschen Seite zu stehen oder in Ungnade zu fallen.
Wer sich wenige Feinde und viele Freunde macht kann und darf auch in Zukunft schön absahnen. Noch sind die Staatsschulen nicht auf griechischem Niveau und die EU-Töpfe reichlich gefüllt.
Mit einem ordentlichen SUV spürt man die Infrastrukturprobleme zudem nicht gar so sehr.
Und vom Wahlvolk hat man ja nichts zu fürchten, denn die wurschteln sich im kleinen schließlich auch nicht anders durch - lieber am Schuljahresende dem Lehrer ein Geschenk überreicht, als sich für eine Bildungsreform zu interessieren.
Ottmar, 16.12 2012, 00:56
Herr Helmut, heucheln Sie hier nicht rum. Die private Ethikkommission von Ministerpraesident Ponta hat festgestellt, dass rumaenische Akademiker stehlen. Das ist so ueblich. Was soll das sind halt ein par Millionen gestohlen worden, hat der Dr. plagiat doch auch gemmacht und hat seinen gestohlenen Dr. Titel immer noch. Also bitte keine Heuchelei!!!
Manfred, 15.12 2012, 19:23
Helmut,was halten Sie von dem zwielichtigem Sumpf im Parlament?Das sollten die Vorbilder im Lande sein.Ansonsten haben Sie recht.
Helmut, 15.12 2012, 18:19
Dieser verbrecherische Sumpf muß raschest trocken gelegt werden.Alle Beteiligten sind mit voller Härte des Gesetzes zu bestrafen und ihre gesamtes Vermögen muß sofort sichergestellt werden.Sollte aus dem Ermittlerkreis ein Informant/en ausgeforscht werden muß/müssen diese mit den Höchststrafen bedacht werden.Diese Gangster und Zocker müssen jetzt erkennen ,daß sie in Rumänien keine Zukunft mehr haben.Die Politik ist angehalten raschest die Strafen für solche Betrügerein drastisch zu erhöhen.Die Strafen sollen in Zukunft abschreckend wirken und es darf auch für solche Delikte keine Verjährung oder Strafnachlässe geben.

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