Großer FISP-Preis 2018 nach Lugosch

Endentscheidung nach Konzertauftritt mit Arader Philharmonikern

Dienstag, 22. Mai 2018

Reschitza – Die fünfte Ausgabe des internationalen Klavier- und Kompositionswettbewerbs „Sabin Păutza” (FISP) in Reschitza endete Sonntag mit der Preisverleihung, dem Galaauftritt der Preisträger dieses Jahres und dem Auftritt des Vorjahrespreisträgers Radu Tötök aus Petroschen/Petroșan. Der namengebende Komponist, Dirigent und Pianist Sabin Păutza, dessen Karriere in Reschitza begann und der heute als Rentner in Reschitza lebt, steht der Jury des Wettbewerbsfestivals vor und dirigierte das Schlusskonzert mit den Arader Philharmonikern, das diesmal über die Vergabe des Großen Preises entschied.

Um den Großen Preis von FISP V bewarben sich 21 Konkurrenten aus Rumänien, Moldawien, Deutschland und Ungarn. Diesmal räumten die Wettbewerbsteilnehmer aus Lugosch (von der auf Musik spezialisierten Gymnasialschule „Filaret Barbu”) die Preise ab, wobei Eusebiu Thomas Florea gleich zweimal belobigt wurde: als Sieger der Kategorie B und als Gesamtsieger und Alexandru Moț den Preis der Teilnahmekategorie A, der jüngsten Teilnehmer, zuerkannt bekam.

Erste Preise gingen noch an Daniel Marinău (Kategorie C) vom Nationalkollegium für Musik „Ion Vidu”, Temeswar, und an Tamara Popov (Kategorie D), von der Akademie für Musik, Theater und Bildende Kunst in Chișinău/Republik Moldau, sowie an Ana Bădică und Marius Boldea von der Nationalen Universität für Musik in Bukarest (Kategorie E – Klavier vierhändig). Den großen Preis für Komposition verlieh die Jury an Lucian Tună von der Musikakademie „Gheorghe Dima” aus Klausenburg. (Die Bezeichnungen mit „Kategorie” meinen Altersgruppen, wo unter „Kategorie A” die jüngsten Teilnehmer starten.).

Der Große Preis und die „Sabin-Păutza”-Medaille wurden an den zehnjährigen Eusebiu Thomas Florea aus Lugosch verliehen (im Bild bei der Preisverleihung durch den Juryvorsitzenden Sabin Păutza – Foto: Lucian Duca). Damit hat sich in den vergangenen fünf Jahren, seit FISP stattfindet, erwiesen, dass es in Rumänien einige Zentren gibt (u. a. Sächsisch-Regen, Petroschen, Lugosch, Bukarest), wo mit viel Engagement und Ernsthaftigkeit Klaviervirtuosen herangezogen werden, andrerseits, dass sich die seit Jahren in etwa derselben Zusammensetzung arbeitende Jury, Sabin Păutza, Vorsitz, die Konzertpianisten Eugen Dumitrescu (Bukarest), Sorin Dogaru (Temeswar), Monica Florescu (Hermannstadt), Corina Răducanu (Bukarest) und der jeweilige Fachinspektor für Kunsterziehung des Schulinspektorats Karasch-Severin (mehrmals, wie auch 2018, Cornel Todea) ein gutes Händchen (und wahrscheinlich mehr) haben in der Auslese der Besten. Das bewiesen die Galaauftritte der Sieger der Vorjahre, etwa der überragenden 21-jährigen aus Ploiești stammenden Daria Tudor (sie interpretierte eine „Appassionata”, die neben tosendem Applaus des Publikums bei Sabin Păutza einen Weinkrampf hervorrief), der achtjährigen Regenerin Emanuela Șerbănați-Villalva-Briones, des 15-jährigen Petroscheners Fabiani Gabriel Andrei Prcsina oder des ebenfalls aus Petroschen kommenden elfjährigen Radu Török bzw. des Siegers von 2018, Eusebiu Thomas Florea. Rumäniens Pianistenzukunft dürfte gesichert sein.

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