Grund zu rumänisch-ungarischen Disputen

Pfeilkreuzler-Dichter soll in Odorheiu Secuiesc umbestattet werden

Samstag, 19. Mai 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Außenminister Andrei Marga hatte für den 16. Mai den ungarischen Botschafter in Bukarest, Oszkár Füzes, einbestellt, um den Protest der rumänischen Seite gegenüber einigen Äußerungen in Budapest mitzuteilen. Der Botschafter ist jedoch nicht erschienen, da er vorgab, sich auf einer Reise durchs Land zu befinden. Dem Gespräch stellte sich der Botschaftsbeamte Adam Balázs. 

Es ging zunächst um die Äußerungen des Staatssekretärs im Budapester Außenministerium, Zsolt Németh, der vorige Woche erklärt hatte, dass neue Gesetzesvorhaben in Rumänien, einschließlich über die Wahlen und die Minderheiten, „Grund zur Besorgnis seien“. Budapest ist besorgt darüber, dass aus dem Minderheiten-Gesetz das Kapitel über die Kulturautonomie entfernt werden soll. Németh hatte sich auch dazu geäußert, dass die neue Regierung die Einrichtung eines ungarischen Studiengangs an der Hochschule für Medizin und Pharmakologie in Neumarkt/Târgu Mureş verhindern wolle. Dazu heißt es in der offiziellen Mitteilung des rumänischen Außenministeriums, dass die Angelegenheit nicht besprochen wurde.

Die rumänische Seite hat Bedenken dagegen, dass die sterblichen Überreste des ungarischen Pfeilkreuzler-Dichters Jozsef Nyiro am 27. Mai in Odorheiu Secuiesc umbestattet werden. Dazu sagte der Botschaftsbeamte Balász, dass es sich bei der Umbestattung um eine Frage der Achtung gegenüber dem Dichter und um ein kulturelles Ereignis handle.

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