Gut für Hermannstadt und die deutsche Minderheit

Dr. Porr und MdP Ganţ zur Nominierung von Klaus Johannis

Dienstag, 11. Februar 2014

Hermannstadt (ADZ) - Überrascht zeigten sich Dr. Paul-Jürgen Porr und Ovidiu Ganţ, der Vorsitzende und der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), dass Klaus Johannis die Nominierung für das Amt des Innenministers sowie des Vizepremiers am Freitag angenommen hat. In einer ad hoc anberaumten Pressekonferenz nahmen sie dazu Stellung.

Die Nominierung des vormaligen DFDR-Vorsitzenden in ein Regierungsamt sei für die Stadt Hermannstadt/Sibiu positiv. Die deutsche Minderheit sei stolz, dass ein Mitglied für das hohe Amt des Vizepremiers vorgeschlagen wurde, erklärte Dr. Porr. Sollte er mit diesem Amt tatsächlich betraut werden, wäre es ein positives Signal für Europa. Als Beispiel erwähnte der DFDR-Vorsitzende die Slowakei, deren Ansehen nach der Wahl von Rudolf Schuster zum Präsidenten stieg.

Es sei etwas Außergewöhnliches, dass ein Angehöriger einer kleinen Minderheit in ein so hohes Regierungsamt nominiert wird, betonte MdP Ganţ. Johannis hat bewiesen, dass er ein ernsthafter, fähiger und effizienter Politiker ist, er besitzt also die Voraussetzungen, um als Innenminister und Vizepremier Leistungen zu erbringen. Von Vorteil werde sein Amt auch für die bilateralen Beziehungen zu Deutschland sein, wo Johannis der weitaus bekannteste rumänische Politiker ist. Als Vizepremier könne Johannis aber auch die Vorhaben für Hermannstadt ankurbeln.

Kommentare zu diesem Artikel

Armin, 12.02 2014, 13:18
Gut für die Förderung der Illusion, dass es gut sei, einen „Deutschen“ Spitzenpolitiker in die Regierung Rumäniens gebracht zu haben.

Bereits die Nominierung eines solchen „Saubermannes“ für das Amt des rumänischen Innenministers und Vizepremiers ist Gold wert, täuscht es doch über die Tatsache hinweg, dass Rumänien von einer Kleptokratie beherrscht wird, die sich – jenseits aller Rechtsstaatlichkeit – nur durch Korruption an der Macht hält.

Bei Licht betrachtet, wäre die Nominierung für den Image-Gewinn Rumäniens sogar wertvoller, als die tatsächliche Ernennung zum Innenminister und Vizepremier, birgt doch die letztere die Gefahr, dass auch dieser „Hoffnungsträger“ sich als nichts anderes erweist, denn als ein Ponta von siebenbürgisch-sächsischer Abstammung.

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