Handelsdefizit bei Lebensmittel 2016 auf über 500 Millionen Euro gestiegen

Mittwoch, 22. März 2017

Symbolgrafik: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - Beim Handel mit Lebensmittel- und Agrarprodukten ist das Defizit im vergangenen Jahr auf 557,4 Millionen Euro und damit auf das Sechsfache des Vorjahres gestiegen. Am Montag gab das Landwirtschaftsministerium bekannt, dass sich die Exporte 2016 auf 5,95 Milliarden Euro (plus 3,8 Prozent gegenüber 2015) und die Importe auf den Rekordbetrag von 6,51 Milliarden Euro (plus 11,8 Prozent) beliefen. Das Defizit mit EU-Ländern betrug 1,81 Milliarden Euro, mit Drittländern wurde ein  Überschuss von 1,25 Milliarden Euro verzeichnet. Rumänien exportierte 2016 rund 7 Millionen Tonnen Weizen, doppelt so viel wie 2015 und kassierte dafür 1,14 Milliarden Euro. Das Landwirtschaftsministerium erläuterte allerdings, dass ein „wichtiger Teil“ der Weizenexporte aus Bulgarien und Ungarn importiert wurde, um über den Hafen Konstanza weiterverkauft zu werden.

Die Exporte stiegen 2016 unter anderem bei Rapskernen (plus 248,2 Millionen  Euro), Sonnenblumenkernen (plus 37,6 Millionen Euro), Lebendvieh Rinder (plus 32,5 Millionen Euro), Schokolade (plus 18,1 Millionen Euro), Schweinefleisch (plus 14,1 Millionen Euro) und Lebendvieh Schafe (plus 12,0 Millionen Euro). Gesunken sind die Exporte von Mais (minus 257,5 Millionen Euro), Zigaretten (minus 176,4 Millionen Euro), Roggen (minus 107,3 Millionen Euro) und Speiseöl (minus 41,9 Millionen  Euro). Die Importe von Schweinefleisch stiegen um 16,2  Prozent auf 343,6 Millionen Euro  beziehungsweise 197.000 Tonnen. Höher waren mit 2,15  Millionen Tonnen auch die Importe von Weizen (hauptsächlich für Weiterexporte) und die Importe von Schokolade  (plus 44 Millionen Euro), Käse (plus 39 Millionen Euro), Kaffee (plus 27,9 Millionen Euro), Zitrusfrüchte  (plus 23,8 Millionen Euro), Bananen (plus 17,2 Millionen Euro), Hühnerfleisch (plus 15,4 Millionen Euro) sowie Milch und  Rahm (plus 14,6 Millionen Euro). Gesunken sind die Importe von Sojaschrot (minus 73,6 Millionen Euro), Bruttotabak (minus 42,6 Millionen Euro) und Lebendvieh Schweine (minus 5,8 Millionen  Euro). Bei Tomaten  stiegen die Importe mengenmäßig auf 73.000 Tonnen, wertmäßig waren es plus 32,7 Prozent auf 70,2 Millionen Euro.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 22.03 2017, 23:34
Erkennt man hier das Disater das in den oben dargestellten Zahlen steckt : Eine der landwirtschaftlich reichsten Länder Europas ist aufgrund seiner jahrzehntelang gestiegenen Unfähigkeit zu bedarfsorienter Agrarproduktion und Distribution nicht mehr in der Lage seine Bevölkerung flächendeckend zu versorgen.

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