Hans Dama zum 90. Todestag von Adam Müller-Guttenbrunn

Vortrag vor Deutschstudenten der Universität Bukarest

Samstag, 26. Oktober 2013

Dr. phil. Hans Dama berichtet vom Leben und Wirken des banat-schwäbischen Dichters Adam Müller-Guttenbrunn.
Foto: der Verfasser

Bukarest - Sein Todestag jährte sich nun zum 90. Mal. Der banat-schwäbische Prosaschriftsteller Adam Müller-Guttenbrunn (geb. 1852 in Guttenbunn/Zăbrani, gest. 1923 in Wien) war mit seinen Werken weit über die Siedlungsgebiete der Donauschwaben hinausgewachsen. Dr. phil. Hans Dama, Bundesobmann der Banater Schwaben Österreichs, hielt am Mittwoch aus Anlass des Todestages einen Vortrag über das Leben und Wirken des Literaten.

In einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe wurde die Historie rumäniendeutschen Schriftstellertums genauer unter die Lupe genommen. Die Österreich-Bibliothek Bukarest, das Forschungs- und Exzellenzzentrum „Paul Celan”, das Departement für Germanische Sprachen der Universität Bukarest, das Friedrich-Schiller-Kulturhaus und das Österreichische Kulturforum Bukarest organisierten zum einen den besagten Vortrag über Adam Müller-Guttenbrunn für Deutschstudenten der Universität Bukarest sowie eine Dokumentarausstellung im Schillerhaus über Hans Damas Schaffen, „Hans Dama – zwischen Ländern und Literaturen”, und am Donnerstag eine Lesung von Laurian Lodoabă aus dem Band „Über drei Grenzen. Flucht aus dem kommunistischen Rumänien”, ein von Hans Dama übersetztes Werk.

„Ich verehre seine Art zu schreiben”, betont Dama seine Haltung zu Guttenbrunn, „seine Darstellungsweise dörflichen Lebens.” Guttenbrunn habe das Schreiben als sanfte Waffe gegen die Unzulänglichkeiten der Gesellschaft genutzt und sie gleichzeitig als Journalist scharf angegangen. Seine Zuneigung zu den Schriften Guttenbrunns erkannte Dama bereits in seiner Jugend. Heute hält er vielerorts Vorträge über ihn, wie zum Beispiel in Deutschland und Ungarn. Seit 39 Jahren lebt Hans Dama nun in Wien. Bis vor drei Jahren war er dort am Dolmetscher-Institut beschäftigt, mittlerweile ist er jedoch im „Unruhestand”, wie Dama scherzhaft sagt. Er kann auf ein breit gefächertes Studium verweisen: Germanistik, Rumänistik, Geografie, Pädagogik und Wirtschaftskunde. Sein langjähriges Interesse galt den großen europäischen kulturgeschichtlichen Themen, den interkulturellen Beziehungen vor allem mit der rumänischen Kultur und Literatur. Daher hat sich der Autor und Philologe den großen Denkern und Schriftstellern dieser Kultur gewidmet.

Kommentare zu diesem Artikel

Johann Dama, 27.10 2013, 20:47
Hinweis auf einen Fehler:.

..Bis vor drei Jahren war er (d.h.ich) dort am Institut für Romanistik der Uni Wien beschäftigt (bis 2000) am Dolmetschinstitut der Uni Wien.

Danke.

Johann(Hans) Dama

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