Hauptsitz bleibt in Mediasch, Zweitsitz in der Hauptstadt

Erdgasarbeiter und Mediascher protestierten

Donnerstag, 11. April 2013

Die Mediascher sorgen sich um Arbeitsplätze im Bereich der Erdgasförderung, die Unternehmensleitungen um die Beschneidung ihrer Befugnisse. Rund 4000 Personen protestierten am Dienstag vor dem Rathaus in Mediasch. Foto: Mediafax

Mediasch (ADZ) - Der Hauptsitz der Gesellschaften S.N. Romgaz S.A. bzw. S.N. Transgaz S.A. bleibt in Mediasch, in Bukarest werden Zweitsitze eingerichtet, in deren Aufgabenbereich die Strategie und die Pflege der Beziehungen zu institutionellen sowie internationalen Partnern fällt. Es wird keine Entlassungen oder Umbesetzungen des Personals in den beiden Gesellschaften geben. Sie werden als von nationalem Interesse betrachtet, deren Privatisierung vorangetrieben wird: Die Transgaz-Aktien sind seit vergangener Woche an der Börse, die Aktien von Romgaz sollen ab Herbst folgen.

Zu diesen Vereinbarungen kam man, laut Pressemitteilung des Energieministeriums, bei dem Treffen am Dienstag, an dem Energieminister Constantin Niţă, der Präfekt des Kreises Hermannstadt/Sibiu, Ovidiu Sitterli und die Repräsentanten der Gewerkschaften der beiden Unternehmen sowie der Föderation der Gewerkschaften aus dem Erdgasförderbereich teilgenommen hatten.   

Am Dienstagnachmittag protestierten rund 4000 Personen (nach Schätzung der Gendarmerie) vor dem Rathaus in Mediasch gegen die von Energieminister Niţă geplante Verlegung der Sitze der beiden Mediascher Traditionsunternehmen nach Bukarest. Die Förderung in den Gasfeldern um Mediasch hat Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen und leistete einen essenziellen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region.

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