Haushaltsentwurf 2013: Der Steuerreigen beginnt

Neue Abgaben für Landwirte und Energieunternehmen

Mittwoch, 23. Januar 2013

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) – Die Regierung hat am Montag den vollständigen Haushaltsentwurf 2013, einschließlich Kapitel Einnahmen, veröffentlicht und dabei die Einführung etlicher Sondersteuern bekannt gegeben.
So etwa soll im Agrarsektor die Besteuerung auf kleine Landwirte ausgeweitet werden. Natürliche Personen haben nun ebenfalls die Flattax von 16 Prozent zu berappen – ausgenommen bleiben Bauern mit Anbauflächen unter 2 Hektar bzw. Tierzüchter mit einem äußerst geringen Tierbestand. Auch sollen Landwirte künftig eine 5,5-prozentige Gesundheitsabgabe leisten, wogegen die Bodensteuer gesenkt wird.

Für den meisten Wirbel sorgte die Ankündigung über gleich drei, schon zum 1. Februar geltende Sondersteuern für Mineralöl- und Energieunternehmen. So sollen neben der bereits in Aussicht gestellten Sondersteuer auf außerordentliche Gewinne nun auch eine Abgabe auf „das natürliche Monopol“ sowie eine 0,5-prozentige „Sondersteuer für die Gewinnung von Mineralressourcen“ eingeführt werden. Die Monopolabgabe betrifft vor allem die Strom- und Gasversorger, während die Besteuerung der „geförderten Mineralressourcen“ Unternehmen visiert, die Rohöl, Gas, Kohle, Erze u. a. fördern.

Wirtschaftsexperten zufolge dürften die neuen Sondersteuern vom Endverbraucher eindeutig mitgetragen und die Investitionen der Energie- und Ölunternehmen entsprechend zurückgefahren werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 24.01 2013, 16:07
Sraffa spricht mir aus der Seele. Die nutzlose und kostspielige Überbürokratisierung ist der Ausdruck des Misstrauens der Regierenden gegenüber den Regierten. Das ist sozialistisches Denken pur und schafft Arbeitsplätze für linientreue Funtionäre.
Vielmehr sollte man anstreben, einen Konsens zwischen beiden Gruppen auf zu bauen, ohne den Demokratie nicht funktioniert.
Das Gegenteil wird praktiziert: Man genehmigt sich eine verbesserte Immunität,
damit man nicht so leicht zur Rechenschaft herangezogen werden kann bei Machtmissbrauch. Mann versucht mit allen Mitteln sich eines unbequemen Präsidenten zu entledigen und an dessen Stelle den ehrenwerten Herrn Antonescu zu etablieren, damit der "Selbtbedienungsladen RO" unter totale Kontrolle kommt. Herr Basescu ist bestimmt kein Engel, aber für mich der beste Präsident, den RO jemals hatte, denn er ist ein entschiedener Befürworter der Idee eines demokratischen Euorpa.
Die jetzige Regierung hat Ihre moralische Kompetenz bereits verspielt.
Nur die Überwindung der moralischen Krise kann RO aus der wirtschaftlichen
Krise führen. Steuerehrlichkeit muss auf dem Vertrauen basieren, das die vom Wähler ernannten Verwalter an der Spitze die Ennahmen auch sachgerecht zum Wohle des Volkes verwenden.
Aber wie heißt es doch so treffend: "Der Fisch stinkt zuerst am Kopf !"
sraffa, 24.01 2013, 01:08
Erschreckend ist nicht so sehr die Höhe dieser neuen Steuern sondern die Tatsache der Unmenge von Steuern in diesem Land die dann auch so inkonsequent beigetrieben werden; so etwas schafft nur einen teure und nutzlose Bürokratie.
Wesentlich wäre, die schon jetzt bestehenden Steuern auch konsequent und demokratisch legal einzutreiben und Steuerhinterziehung konsequent zu bekämpfen ! Ansonsten werden bald auch die letzten Steuerehrlichen ihr Geld zu Recht nicht mehr beim Finanzamt abliefern !
Manfred, 23.01 2013, 20:25
Helmut!Genau diese Prognose haben Ihnen die Nicht-USL-Fans aus dem Westen schon vor den Wahlen gegeben.Sie wollten es nicht glauben und haben diese Helden in den Himmel gehoben.Mit der USL wird alles besser!
Oder???
Helmut, 23.01 2013, 18:49
Von allen diesen Sondersteuern konnte man aber nichts im Wahlprogramm der USL lesen.Wie schon die Wirtschaftsexperten befürchten werden jetzt wieder die Endverbraucher zur Kasse gebeten.Wann werden endlich die Steuern für große Vermögen und die Steuern für Großgrundbesitzer angehoben.Wann werden die Steuerschulden der Steuerhinterzieher eingefordert?.Die USL vergißt,die Arbeiter,Angestellten, kleinen Landwirte und Pensionisten haben ihr die Mehrheit im Parlament geschenkt.Jetzt betreibt man eine Wirtschaftpolitik gegen diese Menschen.Politiker der USL vergesst nicht ,auch absolute Mehrheiten kann man wieder sehr rasch verlieren.Wenn es so weiter geht,wird die rumänische Bevölkerung sicher keinen Kandidaten der USL zum Präsidenten wählen.

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