Havels einziger Streifen

Zweite Ausgabe des Festivals des Mitteleuropäischen Films zwischen 2. und 8. September

Freitag, 10. August 2012

Mediasch - Der einzige Film, bei dem der Schriftsteller und ehemalige Präsident der Tschechischen Republik, Vaclav Havel, Regie geführt hat, wird bei der zweiten Ausgabe des Festivals des Mitteleuropäischen Films Mediasch (MECEFF) gezeigt, gaben dessen Veranstalter bekannt. Der Streifen trägt den Titel „Leaving“, ist die Verfilmung des gleichnamigen, 2007 veröffentlichten Theaterstückes und wurde beim Internationalen Filmfestival in Moskau 2011 lanciert.

Das Filmfest in Mediasch hat der Regisseur Radu Gabrea initiiert, die diesjährige Ausgabe findet zwischen dem 2. und 8. September statt. Wie im Vorjahr, so werden im Wettbewerbsteil Streifen aus den sieben mitteleuropäischen Teilnehmerstaaten – Tschechische Republik, Slowakei, Österreich, Ungarn, Rumänien, Polen und Slowenien – gezeigt, die bei wichtigen nationalen Wettbewerben prämiert wurden. Rumänien wird durch den mehrfach preisgekrönten Animationsfilm „Crulic“ von Anca Damian vertreten sein.

Aus demselben geografischen Raum Europas kommen sodann eine Reihe weiterer, bei internationalen Filmevents gezeigter Streifen als Bonus zur Vorführung, von denen die meisten in Mediasch ihre Premiere in Rumänien erleben. Im Rahmen des Festivals wird der Drehbuchautor Răsvan Popescu gewürdigt und ein Sonderprogramm ist dem armenischen Regisseur Serghej Parajanov gewidmet. Sondergast der diesjährigen Ausgabe von MECEFF sind die USA, wobei Künstler mit Wurzeln in Rumänien im Mittelpunkt stehen (Jean Negulesco, Edward G. Robinson, u.a.), die in der Filmmetropole Hollywood Geschichte geschrieben haben.

Zu den Bonus-Streifen gehören außer dem Streifen von Havel ein Film, der auf der Biografie des ungarischen KP-Leaders der Revolution von 1956 Imre Nagy fußt („The Unburied Man“ von Márta Mészáros) und ebenfalls aus Ungarn kommt „Tranquility“ von Róbert Alföldi, die Geschichte eines Mannes, der sich aus den Besitzansprüchen der manisch-depressiven Mutter zu befreien versucht. Aus den Essyas von Stanislaw Lem hat sich Pater Sparrow für den Streifen „1“ inspiriert, zur Vorführung gelangen „Izlet“ in der Regie von Nejc Gazvoda und „Circus Fantasticus“ von Janez Burger, zwei Streifen aus Slowenien, die bei Filmfestivals in der ganzen Welt gezeigt wurden.

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