Heftiger Schlagabtausch um vulgäres Kennzeichen

Führerscheinentzug: Vorwürfe gegen Polizei

Mittwoch, 01. August 2018

Bukarest (ADZ) - Răzvan Ştefănescu, Besitzer des landesweit bekannt gewordenen Audi mit einem vulgären, gegen die regierende PSD gerichteten Autokennzeichen, wurden am Sonntag die Nummernschilder genommen und der Führerschein entzogen. Die Begründung der Verkehrspolizei: Das personalisierte, schwedische Kennzeichen sei in Rumänien nicht gültig, sondern nur im Land seiner Beantragung.

Ştefănescu, gegen den zudem ein Strafverfahren eröffnet wurde, erhebt schwere Vorwürfe: Sein achtjähriges Kind sei bei der Auseinandersetzung mit der Polizei zugegen gewesen; zudem sei es bei drei vorherigen Kontrollen zu keinerlei Komplikationen gekommen. Die Verkehrspolizei beruft sich auf das Wiener Übereinkommen zum Straßenverkehr, das ab 1968 nur Kennzeichenkombinationen aus Zahlen und Buchstaben erlaubt hatte. Dieses wurde jedoch 2016 abgeändert und erlaubt seitdem auch reine Buchstabenkennungen.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 01.08 2018, 12:05
Das den Machthabern das Kennzeichen nicht gefällt,ist klar.Die Begründung für die Stilllegung+Führerscheinentzug ist sachlich falsch(Was haben die für Anwälte???).Wenn man die Sache mit Humor genommen hätte,wäre sie heute schon vergessen.So stehen jetzt schon Nachahmer in den Startlöchern(z.B. belgische Nr. 1 JOS PSD...und die Großdemo am 10. 8. hat Ihren Slogan:MU..PSD.Selbstor-meine Herren Dragnea und Toader !
Linares, 01.08 2018, 11:58
1. Das Fahrzeug wurde in Schweden zugelassen und das (vulgaere) Kennzeichen ist auf ordentlichem Weg erteilt worden.
2. Die rumaenischen Behoerden haben kein Recht, das in einem anderen Staat legal erteilte Kennzeichen einzuziehen. Allenfalls haetten sie dem Fahrzeug die Einreise verweigern muessen, da bereits an der Grenze ein etwaiges Problem erkannt werden konnte.
3. Das Kennzeichen geisterte bereits vor der Einreise durch das Internet, somit brauchten die Behoerden nur abzuwarten, bis der PKW in Rumaenien ankommt und der Racheakt durchgefuehrt werden konnte.
4. Jenseits dieser Dinge muss man dem Fahrzeughalter vorwerfen, dass er mit seinem provokativen Kennzeichen nach Rumaenien gereist ist und die (ungesetzliche) Reaktion der Behoerden nicht vorausgesehen hat. Schliesslich wissen wir alle, wie die Behoerden hier reagieren, wenn ihnen etwas nicht in den Kram passt.,
Marc, 01.08 2018, 09:16
Wie in jedem System, in dem die Politik sich einen Sch*** für das Volk und stattdessen nur für sich selbst interessiert, wird die Exekutive zum Werkzeug zwecks Schikanierung derer, die nicht dem Geheiß der Partei und ihrer Gehirnwaschmaschinen dienen. Hoffentlich ist bei Daddy Dragnea bald Weihnachten.

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