Heilige Elisabeth in Neukaransebesch gefeiert

Die Heilige wird im ganzen Banat verehrt

Donnerstag, 20. November 2014

Die Kichweihmesse

Auf dem Weg zum Friedhof

Reschitza – Am 19. November feiert man nach dem römisch-katholischen Kalender den Festtag der Heiligen Elisabeth, geboren am 7. Juli 1207 auf dem heutigen Gebiet Ungarns, gestorben in Thüringen am 17. November 1231. Im Banat ehrt man diese Heilige schon seit Jahrhunderten. In verschiedenen Kirchen der Temeswarer Diözese findet man Statuen oder Gemälde, die an sie erinnern. Selbst der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ hat sich die Heilige Elisabeth als seine Schutzpatronin auserwählt. Warum? Weil die erste Veranstaltung dieses Vereins am 19. November 1987 stattgefunden hat, also am Tag, an dem diese Heilige im Banat geehrt wird. In Neukaransebesch, am katholischen Friedhof, gibt es eine Kapelle, auf deren Seitenmauer eine Marmortafel eingemauert ist, worauf man lesen kann, dass diese der Heiligen Elisabeth gewidmete Kapelle am 19. November 1958 vom damaligen Ordinarius substitutus Konrad Kernweisz geweiht wurde. Weiter stehen vier Namen von Neukaransebeschern, die zur Errichtung beigetragen hatten: Franz Baresch, Adam Hoff, Andreas Urban und Franz Pospischil.

Seit 23 Jahren wirken in Neukaransebesch Franziskanerinnen – Töchter von den Hl. Herzen Jesu und Maria. Sie haben sich schon vom Beginn an innerhalb der Gemeinschaft vielseitig eingebracht, so dass sie heute nicht von hier wegzudenken sind. Ein bedeutender Augenblick ihres Wirkens bildete die Weihe der Sankt-Franziskus-von-Assisi-Kapelle am 2. Februar 1998. Seither ist die Kappelle das Herz und die Seele ihrer hiesigen Niederlassung. Zum Neukaransebescher Kirchweihfest, am Tag der Heiligen Elisabeth, am 16. November vorgefeiert, wurden Jung und Alt in die Sankt-Franziskus-von-Assisi-Kapelle ab 10 Uhr eingeladen. Zelebriert haben die Kirchweihmesse Pfarrer Virgil Fechetă (Slatina Temesch) und Martin Neagu (Stadtpfarrer von Karansebesch).  Lesung und Fürbitten in deutscher Sprache wurden von Oberin Hiltrud Wacker vorgetragen. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenchor aus Karansebesch. Nach der Kirchweihmesse folgten alle den Geistlichen zur Kapelle der heiligen Elisabeth auf dem katholischen Friedhof. Hier wurden Gebete gesprochen und Elisabeth-Lieder auf Deutsch und Rumänisch gesungen. Zum Schluss folgte der Segen und die Einladung, zurück in das Haus der Neukaransebescher Franziskanerinnen zu gehen. Hier folgte im Refektorium ein Kulturprogramm, dargeboten von Gästen aus Reschitza und aus Tirol im Banater Bergland. Sowohl der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, Erwin Josef Ţigla, wie auch Oberin Hiltrud Wacker versprachen den Anwesenden, dass man diese heurige Initative mit dem Kulturprogramm auch im kommenden Jahr 2015 wiederholen wird.

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