Heimatblätter gewidmet dem Reformationsjubiläum

Publikationen der Heimatortsgemeinschaften orientiert auch auf Sachsentreffen und Kirchentag (II)

Samstag, 15. Juli 2017

„Nachbarschaftszeichen der Heimatortsgemeinde Meschendorf“
(April 2017, 24. Ausgabe)

Zum ersten Mal traf in unserer Redaktion auch die  Publikation der Meschendorfer Heimatortsgemeinschaft in Deutschland   ein. Wie wir aus dem Vorwort, gezeichnet vom HOG-Vorsitzenden Heinz-Georg Dörner, entnehmen konnten, ist das „Nachbarschaftszeichen“, wie die Publikation benannt wird, für das Vorjahr 2016 aus objektiven, persönlichen Gründen mit Verspätung erschienen. Er fordert darin die Meschendorfer auf, mit Beiträgen  und Vorschlägen an die Redaktion, die von der stellvertretenden HOG-Vorsitzenden Marianne Theil gesichert wird, heranzutreten.  Sicher wurden nicht nur diesbezüglich ausführliche Gespräche  auch beim in der Zwischenzeit stattgefundenen Heimattreffen in Nürnberg am 1. Juli  l.J. geführt. Sowohl der Nachbarvater als auch seine Stellvertreterin und zuständige Redakteurin, leisten die wichtigste Arbeit an der Publikation, wie aus dieser Ausgabe zu entnehmen ist, da sie auch mehrere Beiträge und Berichte als Autoren zeichnen. Das Ergebnis ist eine inhaltsreiche und informative Ausgabe, die in den 44 Seiten, Format A4, für jeden Leser – muss nicht ein Meschendörfer sein – etwa bietet. Die gute Illustration trägt ebenfalls dazu bei.

In Mittelpunkt stehen das Reformationsjubiläum, aber auch das Sachsentreffen in Hermannstadt und die anschließende Haferlandwoche im Repser Gebiet, wobei Meschendorf am 12. August  ins Programm eingeschlossen ist. Zählte die Meschendorfer Heimatortsgemeinschaft am 31. Dezember 2016 194 zahlende Mitglieder, beläuft sich die hiesige Kirchengemeinde zu gleichem Zeitpunkt auf sechs Glieder und drei mit Sonderstatus. Die Diasporagemeinde ist somit auch auf Unterstützung angewiesen. Heinz-Georg Dörner hat oft telefonischen Kontakt aus Deutschland zur Heimatgemeinde mit Familie Scoica oder Karl Hellwig aus Reps. Aber gelegentlich kommt er auch zu Besuch,  ersichtlich aus den Beiträgen und Fotos vor Ort. Weitere angesprochene Themen im Inhalt sind die Ahnenforschung von Meschendorf,  ein von Gerda  Gooss  gezeichneter Rückblick auf den Fasching 2016, reich illustriert, auf die Teilnahme am Heimattag in Dinkelsbühl im Vorjahr. Persönlich hat mich der Inhalt besonders  angesprochen, da ich als Journalist vor Jahren eine ausführliche  Reportage über Meschendorf in unserer Wochenschrift veröffentlicht habe.

„Das Tartlauer Wort“
(35. Jahrgang, Nr. 70, Pfingsten 2017)

Das „Tartlauer Treffen“ vom 29. Juli in der Heimatgemeinde bildet den Auftakt zu mehreren Großveranstaltungen in Siebenbürgen. Eingeleitet wird dieses um 11 Uhr von einem Gottesdienst mit Abendmahl. Diesem folgen Blasmusik, Mittagessen (12.30 Uhr), Kaffee und Kuchen (15 Uhr), Unterhaltung (17 Uhr) und es wird mit einem Grillabend (18 Uhr) abgeschlossen. Wie Nachbarvater Volkmar Kirres in seinem Vorwort weiter ankündigt, gibt es im anschließenden Jahresbericht  für 2016 Informationen zu dem kirchlichen und kulturellen Leben in Tartlau. Umfangreiche Bauarbeiten  an den Schulgebäuden  und eine Renovierung am Friedhof wurden vorgenommen. Tartlau war auch bei der zweiten Auflage des Europäischen Schlösser-Marktes in Hunedoara durch Heidrun Junesch und Silvia Zeimes vertreten, die in sächsischer Tracht dabei die Kirchenburg vorstellten. Er stellt auch die Homepage der evangelischen Kirchengemeinde Tartlau vor. Dank wird Ingeborg Orendi für die zur Verfügung gestellten Archivfotos ausgesprochen  die digitalisiert werden konnten. Volkmar Kirres  nimmt weiter Bezug auf die fünfjährige Tätigkeit der Arbeitsgruppe Genealogie, der gegenwärtig Rolf Batschi, Hans Junesch, Wilhelmine und Volkmar Kirres angehören.   
 
In dem historischen Teil  wird der Beitrag von Karl-Heinz Brenndörfer  über die Schlacht von Kronstadt 1916 im Ersten Weltkrieg veröffentlicht. Auszüge aus der Familienchronik  verfasst von Stefan Dezsö sind aufschlussreich über das Schulleben im Burzenland. Ebenfalls bieten die Auszüge aus dem Buch von Hans Junesch eine interessante Lektüre und kommen sicher beim Leser bestens an. Ergänzt wird die Ausgabe mit einem ausführlichen Programm des Sachsentreffens in Hermannstadt das vom 4.–6. August stattfindet, mit dem des 5. Burzenländer Blasmusikantentreffens 2018 das in Friedrichroda im Berghotel Ahorn  vom 16.–18. März eingeplant ist, mit den Familieninformationen und einer ausführlichen Spendenliste.

„zeidner gruß“
(Nr. 22, Jahrgang 64,  Pfingsten 2017)

Nach dem Zeidner Wochenendtreffen im März in Bad Kissingen, folgt nun die 5. Zeidner Begegnung am 1. und 2. August in der Heimat. Zu dieser wird ebenfalls herzlich eingeladen. Das Programm kann in dieser Ausgabe  des Heimatblattes der Zeidner Nachbarschaft  in Deutschland eingesehen werden. Darauf weist auch Nachbarvater Rainer Lehni in seinem Editorial hin, wie auch auf weitere stattgefundene oder bevorstehende wichtige Ereignisse im Leben der Zeidner. An der Begegnung in Bad Kissingen beteiligte sich eine repräsentative Vertretung von Zeiden mit Bürgermeister Cătălin Muntean, Pfarrer Andreas Hartig, Organist Klaus-Dieter Untch, dem Leiter des Archivs der Kronstädter Honterus-Gemeinde Thomas Şindilariu, Sandra Nicolescu Leiterin des Ortsforums, Erwin Albu seitens des Stadtrates, Karmina Vlădilă und Mihai Catargiu als Vertreter der Kirchengemeinde. Vermittels des Rechenschaftsberichtes der evangelischen Kirchengemeinde A.B., gezeichnet von Pfarrer Andreas Hartig, wird man mit den im Vorjahr stattgefundenen zahlreichen Tätigkeiten vertraut gemacht. Mit Recht betonte Pfarrer Hartig in Bad Kissingen „Wir sind heute in erster Linie Immobilien-Manager, Verwalter, Rechtsexperten und erst in zweiter Linie Seelsorger.“

Einen Rückblick erhalten die Zeidner vermittels des Gesprächs mit Gabriele Lehmann, die in 25 Jahren mit ihrem Rumänien-Ausschuss aus dem Kirchenbezirk Templin/Oberes Havelland die Zeidner Kirchengemeinde und ihre Glieder unterstützen konnte. Aus der Ortsgeschichte wird man über das Zeidner Waldbad dokumentiert, Prof. Dr. Christian Schuster, Direktor des Zentrums  für Thrakologie des Archäologischen Instituts „Vasile Pârvan“ der Rumänischen Akademie,  schreibt über archäologische Funde auf dem Gebiet Zeidens, die von einer  vor Jahrhunderten da lebenden Bevölkerung zeugen. Udo Buhn bezieht sich auf die in diesem Jahr zu begehenden 640 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung der Ortschaft. Weitere aufschlussreiche Berichte und Informationen auch aus der Heimatgemeinde, ergänzen diese vielseitige Ausgabe, die mit regem Interesse aufgenommen wird.

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