Heimatblätter gewidmet dem Reformationsjubiläum

Publikationen der Heimatortsgemeinschaften fokussiert auch auf Sachsentreffen und Kirchentag (IV)

Montag, 28. August 2017

„Wir Heldsdörfer“ (Ausgabe Nr. 116/2017)

Mit Informationen aus der Heimatgemeinde  wird man schon im Titelblatt dieser Ausgabe bekannt gemacht. Das Pfarrhaus, das gegenwärtig renoviert wird und eingerüstet zu sehen ist, wurde  von Günter Reiner fotografiert. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Reste der Sonnenuhr freigelegt, die ebenfalls restauriert wird. Ebenfalls aus Heldsdorf informiert Kirchenkurator Karl-Heinz Gross über  die im Vorjahr in der Kirchengemeinde verzeichneten Tätigkeiten. Die 27 Hauptgottesdienste, in denen drei Mal das Heilige Abendmahl ausgeteilt worden ist, werden genannt. Im Juni fand das Gartenfest statt. Der von Klaus-Dieter Untch geleitete Kirchenchor hat fünf Mal den von Pfarrer Andreas Hartig gefeierten Gottesdienst mitgestaltet. Dafür spricht das Heldsdorfer Presbyterium seinen Dank Pfarrer Hartig und Organist Untch aus.

 Über die positiven Ergebnisse des „Heltia“-Landwirtschaftsvereins ist der Bericht von dessen Generalversammlung, gezeichnet von Wolfgang Wittstock, sehr aufschlussreich. Mit dem Inhalt der Ausgabe macht Monika Tontsch, zweite stellvertretende Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft der Heldsdorfer in Deutschland den Leser in ihrem Vorwort vertraut. Einladungen werden an die Heldsdorfer  zum Heldsdorfer Treffen in der Heimat, zum Sachsentreffen in Hermannstadt – die in der Zwischenzeit schon stattgefunden haben -, zu dem Heldsdorfer Treffen aus dem Großraum Nürnberg am 30. September 2017, zum fünften Blasmusiktreffen im März 2018 ausgesprochen. Informationen erhalten die Leser über das Projekt „Entdecke die Seele Siebenbürgens“, wobei in der Zeitspanne 1. April bis 31. Oktober 2017 700.000 Besucher in den siebenbürgischen Kirchenburgen erwartet werden. Auch Heldsdorf wurde in dieses Projekt aufgenommen. Aus diesem Anlass wurden Flyer zur Geschichte der Gemeinde in drei Sprachen Rumänisch, Englisch, Ungarisch herausgebracht, die von Dr. Heiner Depner, Redaktionsleiter des Briefes der Heimatgemeinschaft der Heldsdorfer vorgestellt  werden. Eine ausführliche Dokumentation zeichnet Roselinde Markel über die Ortschaften aus dem Repser Gebiet aus Anlass der Haferland-Kulturwoche, die  kürzlich abgeschlossen worden ist.

Über die Reformation im Burzenland ist die Dokumentation von Bernddieter Schobel  zu lesen. Wildgerd Nagy, der  in Österreich lebt, bietet ausführliche Erinnerungen aus den Jahren des Zweiten Weltkrieges und den darauf folgenden, die sicher viele Leser, besonders die der älteren Generation angehören, ansprechen. Vergegenwärtigt werden Auszüge aus der „Heldsdörfer Faschingszeitung“ von 1924, die Einblick in das Vereinsleben in der Gemeinde bieten. Vorgestellt werden dabei der Frauenverein, Frauenchor, Gewerbeverein, Burzenländer Jagdverein, Turnverein, die Feuerwehr, Kleintierzuchtverein u.a. Ebenso interessant  sind die Geschichten von Uhren zu lesen, die Hans Zell zeichnet und sicher für viele Heldsdorfer unbekannt geblieben sind.

Dass die Heldsdorfer sich gut unterhalten können, das gemeinsame Feiern lieben, ist auch aus den Berichten von Monika Tontsch über den Fasching in Ingolstadt, sowie dem von Jaime Cristi Thomas über die Skisause 2017 zu entnehmen. Dieses auch durch die aufschlussreiche und zahlenmäßig reiche Farbillustration zu allen Berichten aus dem Inhalt der Ausgabe. Von Interesse für alle Leser ist  der Bericht der Asien-Reise von Erwin Franz, dessen erster Teil in dieser Ausgabe veröffentlicht ist. Ausführlich werden die Familiennachrichten  geboten. Diese reichen von Würdigungen anlässlich von runden Geburtstagen, Glückwünschen zu Konfirmationen, bis zu besten Wünschen zum Nachwuchs. Aber auch an Nachrufen für Personen, die in der Zeit seit dem Erscheinen der vorangegangenen Ausgabe aus dem Leben geschieden sind, fehlt es nicht. Änderungen von Daten der Mitglieder der HOG, die Liste  mit der Einzahlung der Beiträge  und der freiwilligen Spenden, runden den Inhalt ab. Eine vielseitige und ansprechende Ausgabe aus der wie auch aus den anderen HOG-Publikationen, die Vielfalt an Festen und Ereignissen dieses Jahres unterstrichen, und die entsprechend gewürdigt wird.
   
„Die Zeitung der Rosenauer Nachbarschaft e.V.“ (Nr. 84, Sommerausgabe 2017, Jahrgang 54)

Das Hauptthema dieser Ausgabe  ist dem letzten Rosenauer Treffen gewidmet. Und dadurch, dass die Publikation nun völlig in Farbdruck erscheint, kommt dieses auch vermittels der zahlreichen Fotos besser zum Ausdruck. Das trifft auch für die Teilnahme der Rosenauer am Heimattreffen in Dinkelsbühl, wie auch für die anderen Berichte von Festen und Veranstaltungen zu. Die vier beauftragten Personen seitens des HOG-Vorstandes mit der Herausgabe der Publikation – Roland Marzell, Marita Rothbächer, Vicki Kormesch, Ortrun Körper – haben in Teamarbeit eine sehr ansprechende und informationsreiche Ausgabe zusammenstellen können. In den 60 Seiten des Inhaltes  finden sicher alle Mitglieder der Heimatortsgemeinschaft, aber auch Nicht-Rosenauer, Berichte, die sie weitgehend informieren.

Eingeleitet wird diese Ausgabe  vom Vorwort des Redaktionsleiters Roland Marzell  und dem Wort der Besinnung von Christa Goldbach. Anschließend werden die Leser in die Atmosphäre des 14. Rosenauer Treffens eingeführt, das vom 29. April bis 1. Mai l.J., nicht wie üblich in Friedrichroda, sondern in Dinkelsbühl stattgefunden hat. Pfarrer Kurt Boltres, der aus der Heimatgemeinde angereist war, hielt am Sonntag, dem 30. April die Predigt, zu der er einleitend die Grüße der Rosenauer überbrachte. Nachbarvater Kurt-Hans Wellmann machte die Eröffnung  zu dem Treffen, indem er den Tätigkeitsbericht des Vorstandes präsentierte, dem dann weitere Berichte der Vorstandmitglieder folgten. Pfarrer Kurt Boltres sprach in seinem Bericht aus der Heimat auch über die architektonischen Veränderungen des Stadtbildes von Rosenau, über die Aspekte der Kirchengemeinde, mit denen sich diese konfrontiert sieht, über Rückgabeprobleme, Arbeiten am Pfarrhaus und dem Friedhof. Hier wird weiterhin ein stabiles Kirchenleben verzeichnet.

Was die Rosenauer Nachbarschaft in Deutschland betrifft, besteht der Vorstand aus 11 Mitgliedern, tritt einmal pro Jahr zusammen, wobei er sich mit der Organisation von Ereignissen, der Kontaktpflege zur Heimatgemeinde Rosenau, mit der Lage der Mitgliedschaften, finanzielle Lage, der Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe Burzenland, dem Austausch von Informationen u.a. beschäftigt.Übrigens hat die HOG Rosenau in Deutschland  456 Mitgliedschaften mit 719 Personen. Es sind um 29 Mitgliedschaften und 30 Mitglieder weniger als vor  drei Jahren. Zu den anderen Aspekten berichteten die jeweiligen zuständigen Vorstandmitglieder. Anlässlich der Neuwahlen wurden die scheidenden Vorstandmitglieder, die sich erneut zur Wahl stellten, erneut in ihren Ämtern bestätigt. Dafür herzlichen Glückwunsch und Erfolg in der Arbeit. Auch die  zahlreichen Fotos von dem Treffen führen einen auch als Nichtbeteiligten in die gute Atmosphäre ein, die dabei herrschte. Marita Rothbächer berichtet über die Teilnahme am Heimattag in Dinkelsbühl, Vicki Kormesch bietet die Seiten des Jugendforums, wo es zu Meinungen auch über den Alkoholgenuss geht. Weitere Berichte vom 2. Rosenauer Ski-Wochenende, der Reisebeschreibung in die Heimat von Amelie Böhringer, dem Kegelausflug nach Barcelona, gezeichnet von Madlen Kersten, die Familieninformationen bieten eine weit gefächerte Thematik.

Eingeladen werden die Rosenauer zu dem Sachsentreffen nach Hermannstadt, das in der Zwischenzeit stattgefunden hat, zur Teilnahme der Burzenländer Trachtengruppe am Oktoberfest in München am 17. September und zum Kirchweihfest, das am gleichen Tag in Rosenau stattfindet, zum Kirchentag nach Kronstadt (29.9. - 1.10.2017). Abgerundet wird der Inhalt mit einer Dokumentation aus dem Jahr 1895 über die Geschichte der Rosenauer Burg, gezeichnet vom Ausschuss des Vereins für Siebenbürgische Landeskunde. Redaktionsschluss für die Winterausgabe der Publikation ist der 15. Oktober. Auch wir erwarten diese mit Interesse.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*