„Heimatboten“ aus dem Ausland trafen zu Pfingsten wieder ein

Publikationen der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften in Deutschland vielseitig und informativ (II)

Sonntag, 15. Juli 2012

„Neustädter Nachrichten“
(Nr. 200, Jahrgang 55, Frühjahr – Sommer 2012)

Diese Jubiläumsausgabe fällt auch an der Seitenanzahl (60) reicher als sonst aus, da dieses Ereignis besondere Aufmerksamkeit verdient. Im Namen anderer Burzenländer Heimatortsgemeinschaften werden dem Redaktionsteam zu diesem Anlass Grußbotschaften seitens jeweiliger Nachbarväter oder Redaktionsleiter übermittelt, deren Wortlaut  einleitend zu lesen sind. Seit 85 Jahren erscheinen die „Neustädter Nachrichten“, wobei die erste Ausgabe 1927 in Neustadt/Cristian herausgebracht wurde.

Ihr Erscheinen wurde nach längerer Unterbrechung vor 50 Jahren von der Heimatortsgemeinschaft in Deutschland wieder aufgenommen. Auch unsere Wochenschrift schließt sich aus diesem Anlass den Gratulanten an, wünscht Nachbarvater Helfried Götz und dem Redaktionsteam der Publikation – auch wenn  es die letzte Ausgabe  war, die es in der gegenwärtigen Zusammensetzung gestaltete –, weiterhin Erfolg, Konsequenz und Ausdauer in der Herausgabe dieses Heimatbriefes, der einen besonderen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt der Neustädter Gemeinschaft von hier und drüben erbringt.

Es bleibt zu hoffen, dass Anneliese Truetsch, Gert Wagner und Helge Müller, die bisher das Blatt gestalteten, entsprechende Nachfolger finden, damit keine Unterbrechung in der Herausgabe des Heimatbriefes erfolgt.

Der auf dem Titelblatt wiedergegebenen Postkarte aus dem Jahr 1912, die die evangelische Kirche in Neustadt darstellt, wird das Gedicht von Martha Galter „Die Glocken von Neustadt“ (1973) beigefügt, das sicher vielen zu Herzen gehen wird und mit der Strophe endet: „Wir hören von Kirchen und Domen,/ manch’ wundersames Singen,/ doch der Klang der Heimatglocken/ wird ewig im Herzen klingen.“

Eine ausführliche Dokumentation  aus dem Jahre 1979, gezeichnet vom ehemaligen Schulrektor Michael Farsch, wird in dieser Ausgabe veröffentlicht, eine bleibende Quelle für die Neustädter Chronik, die sicher immer wieder als Nachschlagstudie verwendet werden wird. Der Autor verfasste diese Dokumentation anlässlich des 100-jährigen Jubiläums seit der Einweihung des Schulgebäudes der evangelisch-sächsischen Schule in Neustadt am 15. November 1879.

Im Inhalt folgen mehrere Berichte und Informationen, die von Neustädtern verfasst wurden oder sich an diese richten. Darunter ist die Einladung zum Neustädter Treffen das in Friedrichroda vom 22. bis 24. Juni l. J. stattfand.

Über das kirchliche Leben im Jahre 2011 ist der Bericht der Gemeinde Neustadt zu lesen, während Pfarrer Uwe Seidner in seinem Rechenschaftsbericht  auf die wichtigsten Ereignisse im Leben der Kirchengemeinde Neustadt im Jahr 2011 eingeht. Der Evangelische Kirchenbezirk A.B. Kronstadt in seiner Übersicht wird den Lesern vorgestellt anhand einer Übernahme eines Berichts den unsere Wochenschrift veröffentlicht hat. Ebenfalls zwei Berichte, die in unserer Publikation veröffentlicht wurden, bieten Auskunft über den jungen Unternehmer Axente Neagu, der in Neustadt eine Gaststätte in der Langgasse eröffnete. Pfarrer Uwe Seidner schildert in zwei ausführlichen Berichten Eindrücke von den Reisen der Presbyter ins Harbachtal, aber auch in das weite Karaganda. Ergänzt wird der Inhalt der Publikation durch weitere lesbare Berichte,  Familieninformationen, die vor allem die Neustädter ansprechen.

„Das Tartlauer Wort“
(30. Jahrgang, Pfingsten 2012, Nummer 60)

Seit 30 Jahren erscheint nun zwei Mal jährlich der Heimatbote der Tartlauer Nachbarschaft in Deutschland, der von Altnachbarvater Michael Trein unter dem Titel  „Das Tartlauer Wort“ 1982 ins Leben gerufen wurde. Darauf bezieht sich auch Nachbarvater Hermann Junesch in seinem Vorwort zu dieser Ausgabe und betont, dass es nicht immer ein leichter Weg war, um die Publikation rechtzeitig zu Weihnachten und Pfingsten zu veröffentlichen.

Seit sechs Jahren liegt nun die diesbezügliche Verantwortung beim neu gewählten Vorstand und in den Händen des Nachbarvaters Hermann Junesch. Im Namen des Vorstands der 9. Nachbarschaft richtet er auch die Einladung zum 16. Tartlauer Treffen, das am 22. September 2012 in der Reichsstadthalle zu Rothenburg ob der Tauber stattfinden wird. Das vorläufige Programm ist auch einzusehen.

Einleitend zu dieser Ausgabe  werden kurze Informationen aus Tartlau/Prejmer bezüglich Gottesdienste, Wahlergebnis der kirchlichen Körperschaften und das Programm zur Besichtigung der Kirchenburg veröffentlicht. Desgleichen sind die Kulturtermine für die Zeitspanne vom Juni bis Dezember im Kronstädter Kreisgebiet einzusehen. Informiert werden die Leser über die Gründung der Arbeitsgruppe „Sicherung schriftlicher Nachlass Tartlau“, der die genealogische Erfassung und Aufbereitung der Daten, die Konservierung und Lagerung des Tartlauer Archivs zufallen.

Auch wird befürwortet, dass das Tartlauer Kirchenarchiv in das Archiv der Kronstädter Honterusgemeinde überführt werden sollte, um unter entsprechenden Voraussetzungen da gelagert zu werden. Die diesbezügliche Entscheidung muss die Tartlauer Kirchengemeinde treffen. Eine Übersicht über die im Vorjahr geleistete Kulturarbeit der Burzenländer bietet Siegbert Bruss. Auf den Spuren des Deutschen Ritterordens führt Dr. Elke Teutsch die Leser anhand einer eingehenden Dokumentation.

Zwei Bücher werden in dieser Ausgabe vorgestellt u.zw. „Als wäre es gestern gewesen“ von Hermine Batschi, die sich auf das Dorfleben von Tartlau bezieht und Kindheitserinnerungen schildert, und die Tagesbuchaufzeichnungen von Lorenz Gross „Tartlau gerettet“, in dem  geschildert wird, wie die Gemeinde sich in den Revolutionsjahren 1848/1849 vor den plündernden ungarischen Truppen retten konnte.

Die, wie stets, reich illustrierte und in Farbdruck herausgebrachte Publikation umfasst weitere Informationen bezogen auf die Mitgliedschaft in der Nachbarschaft, auf die eigene Homepage und auf  Familiennachrichten. Nicht zu übersehen ist der Beitrag „Ich bin ein Siebenbürger Sachse“ von Heinz Otto Singer, der nicht nur zum Lesen sondern auch zum Nachdenken einlädt und der in der nächsten Ausgabe fortgesetzt wird.

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