Heimatortsgemeinschaften mit Blick auf Sachsentreffen und Kirchentag 2017 in Siebenbürgen

Publikationen nicht nur der Burzenländer HOGs trafen wieder in unserer Redaktion ein (III)

Samstag, 04. Februar 2017

„Die Zeitung der Rosenauer Nachbarschaft e.V.“                                    
(Nr. 83, Winterausgabe 2016, Jahrgang 53)
Einen Rückblick bietet in seinem Vorwort Schriftleiter Roland Marzell auf die letzte Fußballeuropameisterschaft, aber auch einen Ausblick. Verständlich geht dieser auf  das Ereignis der Heimatgemeinschaft und zwar das Große Rosenauer Treffen  mit einem reichen Programm und Wahlen des Vorstandes ein. Es fehlen dabei nicht Unterhaltung und Tanz. Die Einladung und das Programm des Treffens, das  vom 29. April bis 1. Mai l.J. stattfindet, werden darin ausführlich präsentiert. Die Veranstaltung findet im Großen Schrannensaal in Dinkelsbühl statt. Eine besondere Gelegenheit für die Rosenauer sich zahlreich da zu treffen. Auf Seite 29  ist dann die Einladung auch zum Sachsentreffen im August in Hermannstadt an die Rosenauer gerichtet.

Einleitend zu der Ausgabe bietet Christa Goldbach eine Interpretation  der Weihnachtsgeschichte.  Im geschichtlichen Teil dieser Ausgabe  schreibt Karl-Heinz Brenndörfer, Vorsitzender der HOG Regionalgruppe Burzenland  über das Kriegsjahr 1916, über den Einzug der  deutschen Truppen in Kronstadt. Über die Schlacht  von Kronstadt wird ein Bericht aus der „Kronstädter Zeitung“ vom 15. Februar 1917 wiedergegeben.  Ihren Abschluss findet die Geschichte in Fortsetzungen, eingesandt von Harald Müller  über „Die Rumänenzeit in Rosenau“. Es ist ergreifend zu lesen, welche furchtbare Taten sich gegen die sächsische Bevölkerung auch in Rosenau während der rumänischen Besatzung im Ersten Weltkrieg zugetragen haben.

Es folgen mehrere Berichte aus der Heimatortschaft, die mit Interesse vor allem für die Rosenauer zu lesen sind, die schon längere Zeit nicht mehr da waren, und Einblick bieten. Pfarrer Kurt Boltres berichtet über das da begangene Matthiasfest, das auch dieses Mal zum Gemeindefest wurde. Reiseeindrücke aus der Heimat bieten  Gudrun Heinrich, geb. Sadlers wie auch Ingmar Eiwen,die Erinnerungen bieten, aber auch das neue Bild von Rosenau nach den baulichen Veränderungen besonders des Stadtzentrums vorstellen, Eindrücke über Burg, Kirche, Friedhof, dem neuen Aufzug zur Burg, einem Ausflug ins Gebirge vermitteln. Sehr ansprechend sind die zahlreichen Farbillustrationen  dazu. Nicht so reich wie in den bisherigen Ausgaben sind die Jugendseiten ausgefallen. Die Schriftleitung erhofft sich so bald wie möglich mehr Einsatzbereitschaft seitens der Jugend für die zweimal jährlich erscheinende Publikation zu finden.

„Rothbächer Heimatbrief“                      
(Nr. 29, Dezember 2016)
In seinem Vorwort spricht der am 7. Mai 2016 neu gewählte Nachbarvater Otmar Schall die Rothbächer an, mit Beiträgen, Nachrichten, Artikeln, Vorschlägen und Anregungen die Redaktion zu unterstützen, um den Heimatbrief rechtzeitig aber auch vielseitig gestalten zu können. Ausgehend  vom dem Einsturz des Kirchturmes, „unser Wahrzeichen“, in Rothbach am 19. Februar 2016, erinnert er an die Teilnahme an der Arbeitstagung der Burzenländer Nachbarväter, an das Treffen der Rothbächer in Würzburg, an die Beteiligung am Heimattag in Dinkelsbühl.  Auch wird in Erwägung gezogen, anlässlich des Sachsentreffens in Siebenbürgen ein Treffen in der Heimatgemeinde am 12.August 2017 zu organisieren, was von den hiesigen rumänischen Ortsvertretern angeregt wird. Es wäre ein willkommener Anlass, um sich über die zukünftige Zusammenarbeit und über den verursachten Schaden durch den Einsturz des Kirchenturmes auszusprechen.

Drei Gedichte und zwei Kurzbeiträge sind diesem traurigen Vorfall gewidmet, gemeinsam mit einem in die Ortsgeschichte eingehenden Foto, auf dem Erwin Schall, der viele Jahre hindurch sich der Turmuhr und deren Instandhaltung widmete, fassungslos auf die Reste der Orgel und die verheerenden Spuren blickt. Am 12. Juli ist er in seiner Heimatgemeinde gestorben. Er war ein treuer und aufmerksamer Leser unserer Wochenschrift. Es wird aber nichts verlautet über die bisher vom Kronstädter Kirchenbezirk  eingeleiteten Maßnahmen an der Einsturzstelle wie Beseitigung des Schutts, Abdeckung der entstandenen Öffnung, um das Kirchenschiff gegen Witterung  zu sichern, Befestigung der Mauer. Berichte vom 13. Rothbächer Heimattreffen in Würzburg, vom 4. Burzenländer Blasmusiktreffen, der 33. Tagung der Burzenländer HOG-Regionalgruppe, der Tagung zur Zusammenarbeit von Institutionen der Siebenbürger Sachsen in Deutschland mit Partnern aus Rumänien, der Genealogentagung in Bad Kissingen informieren die Leser über die dabei stattgefundenen Aussprachen und angenommenen Beschlüssen. Reiseberichte aus Sri Lanka zeichnen Ulrike Jeremias und  Antonia Frank aus Italien, die in die jeweilige Atmosphäre einführen. Weitere Informationen des Vorstandes, die Familiennachrichten, runden die 40 Seiten umfassende Ausgabe des Heimatbriefes ab.

„Schirkanyer Heimatblatt“    

(23. Ausgabe, Dezember 2016)
Die aufliegende Ausgabe  des „Schirkanyer Heimatblattes“ fällt besonders durch die grafische Gestaltung und die Kombination Bild/Text auf. Krimhild Bonfert,  die als zweiter Vorstand der Heimatortsgemeinschaft Schirkanyen auch die Redaktion der Publikation sichert, ist es gelungen, innerhalb der 36 Seiten umfassenden Ausgabe vielseitige Information einzubauen. Aus der Sicht der HOG war 2016  „ein ruhiges Jahr“, wie einleitend der Vorsitzende der Heimatgemeinschaft Jürgen Foith betont, doch 2017 soll es ganz anders werden.  Der Auftritt als Trachtengruppe in Dinkelsbühl, beim Münchner Oktoberfest, die Teilnahme am Sachsentreffen in Hermannstadt und am Kirchentag in Kronstadt enden dann mit dem 17. Schirkanyer Treffen in Augsburg. Aus dem HOG-Bericht  ist zu entnehmen, dass diese 150 Mitglieder zählt, der Vorstand zweimal im Jahr tagt. Beklagt wird der schlechte Zustand, in dem sich das Kirchengebäude in Schirkanyen befindet. Nur am Pfarrhaus wurden einigen Reparaturen durchgeführt, der Friedhof wird von der Gemeinde gepflegt. Dazu trägt die HOG jährlich mit 400 Euro bei. Die Reiseberichte in die Heimat, gezeichnet von Dagmar Föllinger und Sohn Max, der bei dieser Gelegenheit den Geburtsort seiner Mutter kennenlernte, sind sehr anschaulich. Nach 31 Jahren war es ein Erlebnis für die Autorin, wieder in ihrem Geburtsort zu weilen.  Eindrücke vom Wanderwochenende in Tirol mit den zahlreichen, zum Teil Landschaftsbildern, die Familiennachrichten und Berichte von den verschiedenen Treffen im Rahmen der Burzenländer Regionalgruppe sind im Inhalt enthalten. Krimhild Bonfert bietet einige Aufzeichnungen  zur Kriegschronik der Gemeinde  Schirkanyen 1915/1916, die durch die Dokumentation von Karl-Heinz Brenndörfer  zu diesen Geschehen ergänzt werden.

„Das Tartlauer Wort“  
(34. Jahrgang/Nr. 69,  Weihnachten 2016)
Ein beeindruckendes Gruppenfoto illustriert die beiden Umschlagseiten dieser neuesten Ausgabe des „Tartlauer Wort“, dem Heimatboten der 9. Tartlauer Nachbarschaft in Deutschland. Entstanden ist dieses beim 18. Tartlauer Treffen vom 24. September 2016, das in Rothenburg o.d. Tauber über 300 Personen vereinte. Einen ausführlichen Einblick darüber erhält man im Inhalt der Ausgabe durch die Berichte und die zahlreichen Fotos, auf denen sich die Teilnehmer sicher erkennen werden. Da diese Treffen in Deutschland jedes zweite Jahr stattfinden, wird heuer in die Heimatgemeinde Tartlau am 29. Juli eingeladen. „Ein sprechender Beweis dafür, dass die Attraktivität unserer Nachbarschaft nicht nachgelassen hat, ist auch die Tatsache, dass wir im Lauf des Jahres  neun Mitglieder/Familien in unsere Nachbarschaft aufgenommen haben. Somit können wir das Niveau von 500 Familienmitgliedschaften nun schon seit vielen Jahren halten“ unterstreicht Nachbarvater Volkmar Kirres in seinem Vorwort zu dieser Ausgabe.

Gute Nachrichten kommen aus Tartlau, gezeichnet von Ursula Philippi, die eine Bestandaufnahme von Inschriften auf Hausgiebeln mit Fotos vorgenommen hat und auch über das Erntedankfest in der Gemeinde berichtet, in der sie auch einen Kinderchor leitet. Ihr Gatte, der Musiker Kurt Philippi,  berichtet  über das Musikarchiv der Tartlauer evangelischen Kirchengemeinde, das im Erdgeschoss der Burg lagerte und das er im Auftrag des Presbyteriums ordnete. Dabei ist er auch auf ein reiches Notenmaterial  von Ernst Fleps, Johann Klees und, wenn auch weniger, von Martin Thiess gestoßen. Rückblicke auf das Pfingsttreffen in Dinkelsbühl, der Wanderung im Tannheimer Tal, auf Kränzchen- und auf vier Klassentreffen unterschiedlicher Jahrgänge  zeugen  von der Vielfalt der Veranstaltungen, die die Tartlauer organisieren. Erinnerungen an Pfarrer Otto Reich aus Tartlau, dem Geschehen im Kriegsjahr 1916, das Musikerporträt von Hans Bruss anlässlich seines 60. Geburtstages, die zahlreichen Familiennachrichten erwecken sicher auch das Interesse der Leser dieser 50 Seiten umfassenden Ausgabe.

Dieter Drotleff

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*