Heimatortsgemeinschaften mit Blick auf Sachsentreffen und Kirchentag 2017 in Siebenbürgen

Publikationen nicht nur der Burzenländer HOGs trafen wieder in unserer Redaktion ein (IV)

Samstag, 11. Februar 2017

„Wir Heldsdörfer“ (Nr. 115, Weihnachten 2016)

Die zweimal im Jahr erscheinende Zeitschrift „Wir Heldsdörfer“, das Presseorgan der Heimatgemeinschaft Heldsdorf in Deutschland, umfasst jedes Mal eine Vielfalt an Materialien und Informationen.  Auch die aufliegende Ausgabe, die 84 Seiten zählt und in einer Auflage von 950 Exemplaren erschienen ist, wird mit einem Vorwort von Nachbarvater Thomas Nikolaus eingeleitet und bietet einen reichen Inhalt.  Das größte Ereignis  der Heimatgemeinschaft dieses Jahres ist das für den 11. - 13. August 2017 eingeplante Treffen in Heldsdorf. Die Einladung des Vorstandes ist im Inhalt einzusehen. Über das 13. Heldsdörfer Treffen in Friedrichroda vom 27. - 29. Mai 2016 berichtet ausführlich Rita Zell. Dem dabei gewählten Vorstand wünschen wir viel Kraft und Ausdauer in seiner Arbeit. Dem Bericht des Vorstands, vorgelegt von Thomas Nikolaus, sind die wichtigsten Aktivitäten, die seit 2013 durchgeführt worden sind, zu entnehmen. Die HOG, die gegenwärtig 750 zahlende Familienmitgliedschaften  zählt, ist eine der diesbezüglich stärksten Heimatgemeinschaften der Regionalgruppe Burzenland und auch innerhalb des HOG Verbands.    

Zwei mehrere Seiten umfassende Bildberichte  führen einen in den im Vorjahr da organisierten  Zwischenhalt der Radfahrer in Rahmen der Kirchenburgentour Bike & Like   und das Gartenfest der Heldsdörfer. Anschließend bietet Karl-Heinz Brenndörfer Impressionen aus der Heimatgemeinde, auch bildlich  zeigen sie beispielsweise den renovierten Kirchturm und das Rathaus, das eingerüstete Pfarrhaus. Weitere Themen, die angesprochen werden, ist die Teilnahme am Heimattag 2016 in Dinkelsbühl, das Treffen der goldenen Konfirmanden  des Jahrgangs 1952. Monika und Hans Tontsch  schreiben über die 2014 gegründete Planetarium-Band in Köln, die im Vorjahr den Panikpreis  gewann. Dominik Franz stellt Elisa Tartler als Bogenschützin vor die im deutschen Nationalteam mitmacht. Klaus Moser  schreibt über seine Fahrradtour über die Alpen, Johann Markel berichtet über die von ihm als Pianist gemeinsam mit  dem australischen Bassbariton Matthew Baker  im Juli 2016 vorgenommene Tournee,  wobei sie Konzerte in Fogarasch, Mühlbach, Hermannstadt, Mediasch, Birthälm und Zeiden geboten haben. Mit dem Kriegsjahr 1916 setzt sich Karl-Heinz Brenndörfer auseinander.  August Schuller analysiert in der 2. Folge  die evangelische Kirche A.B. in Siebenbürgen  im Spannungsfeld von Kulturträgerin und Glaubensgemeinschaft. Buchvorstellungen, ein Gedicht von Hans Franz in Dialekt, Kreuzworträtsel, die zahlreichen Familiennachrichten und HOG-Informationen ergänzen den Inhalt der Publikation,  deren Redaktion Dr. Heiner Depner mit Kompetenz sichert.

„Weidenbächer Heimatblatt“ (65. Ausgabe, Dezember 2016)

Wieland Schmidts, Vorsitzender der Heimatortsgemeinschaft Weidenbach in Deutschland,  zeichnet außer seinem Grußwort an die Leser, auch mehrere Materialien im Inhalt dieser Ausgabe. Das „Weidenbächer Heimatblatt“erscheint zweimal im Jahr, im Juni und Dezember. Redaktion und Layout besorgt Holger Gutt.  Eine kurze, aber herzliche Weihnachtsbotschaft richtet Pfarrer Uwe Seidner an die Weidenbächer.  Wieland Schmidts  geht kurz auf das Erntedankfest in Weidenbach ein, dem ein Foto beiliegt, das die Teilnehmer am Gottesdienst mit Pfarrer Uwe Seidner zeigt. Kurz informiert er die Leser auch  über die Zusammenkunft des HOG-Vorstands am 16. Oktober 2016 in Bretzfeld. Dabei wurde die Planung der Termine für 2017 vorgenommen. Eines der wichtigsten Themen, die zur Aussprache kamen, war das Heimatblatt, dessen Erscheinen oft zu einer Herausforderung wird. Seine Eindrücke von der im Juni vorgenommenen Reise nach Weidenbach sind in einem weiteren, gut illustrierten Bericht zu lesen. Kuratorin Monika Rausch  bietet einen kurzen Bericht über  die Bike&Like-Fahrradtour innerhalb des Projektes „Entdecke die Seele Siebenbürgens“, wobei die Teilnehmer auch in Weidenbach weilten, in die Gemeindegeschichte eingeweiht  wurden. In der 25. Folge  zur Geschichte Weidenbachs stellt der Autor Uwe Konst einige Fragen bezüglich der Existenz des ältesten  Kirchenbuchs der Gemeinde, wie auch bezüglich einiger Archivfotos, und hofft auf diese Antwort zu erhalten. Über die gelungene Wanderfreizeit im September berichtet Anke Schulda. Ein Auszug aus dem 2014 erschienenen Buch „Mir ist, als erlebe ich alles nochmal“ von Otto Dück, bietet eine Kostprobe daraus.  Ein Interview mit der Schweizerin Sonja Kunz, die seit 22 Jahren das Heim für verlassene Kinder in Weidenbach leitet, zeugen von deren Einsatzbereitschaft, der da gesammelten Erfahrungen.  Informiert werden die Weidenbächer über die Einweihung des Werkes, in dem Hubschrauber des Typs Airbus H215 in rumänisch-französischer Kooperation gebaut werden sollen und darüber, dass das Bürgermeisteramt sich für die Restaurierung der Kirche und Kirchenburg einsetzt.
Der Nachruf auf den in Weidenbach geborenen Theologen Dr. Dietmar Plajer (1939 – 2016) erinnert an eine der Persönlichkeiten unserer evangelischen Kirche.     

„Wolkendorfer Heimatblatt“  (Nr. 41, Dezember 2016)

Nach den wichtigsten Informationen in Kurzfassung  zu den Ereignissen des laufenden Jahres 2017, ist die Niederschrift zur Mitgliederversammlung der Heimatortsgemeinschaft Wolkendorf einzusehen, die am 3. Oktober 2016 stattgefunden hat. In den neuen Vorstand wurden Klaus Guess als Vorsitzender, Doris Martini als stellvertretende Vorsitzende, Renate Petyan als Kassenführerin, Elke Preidt als Schriftführerin, Hanno Hermannstädter und Stefanie Reis als Jugendvertreter gewählt. Dem neuen Vorstand richten auch wir unsere besten Glückwünsche aus. Aufschlussreich ist der Rechenschaftsbericht  aus der Kirchengemeinde Wolkendorf im Jahr 2015, der im Auftrag des Presbyteriums von Pfarrer Uwe Seidner präsentiert wurde. Darin nimmt er Bezug auf das geistliche Leben, der diakonischen Tätigkeit, die Beziehungen zur HOG, bietet Aufklärung bezüglich der Kirchengebäude, zum Erholungsheim. Die Rückgabe von 98 ha Kirchengrund  konnte immer noch nicht gelöst werden. Die Glocken und das Uhrwerk benötigen Reparaturen. Dafür wird zu Spenden aufgerufen. Anschließend  ist die Erinnerung von Ortspfarrer Hans Konnerth  an vier Nachbarschaften, anlässlich der Männerkirche am 29. Februar 1976 zu lesen. Eine sehr ansprechende Erzählung.


Anlässlich des Wolkendorfer Treffens wurde auch  die Fahnenweihe vorgenommen. Es war ein sehr ergreifender Moment für die Anwesenden, wobei das Wolkendorfer Lied von Christa Knorr gesungen wurde. Die zahlreichen Fotos von dem Treffen zeugen von der guten Atmosphäre, die dabei herrschte. Früher gab es drei Orchester in Wolkendorf. Diese trafenzu ihrem ersten Treffen  vom 24. - 26. Juli 2015 zusammen. Nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt ist das Ganze noch ausbaufähig. Wie sich die Dinge weiter entwickeln werden, darüber wird sicher das Heimatblatt bei Gelegenheit informieren. Erinnerungen an vergangene Zeiten, Silvester- und Osterfeiern, Klassentreffen, werden im Inhalt der Ausgabe geschildert. Zum Lesen lädt auch der Bericht von Pfarrer Uwe Seidner über die Reise zu den Glaubensgeschwistern im Kaukasus ein. Familieninformationen und Nachrufe ergänzen diese inhaltsreiche und besinnliche Ausgabe des Wolkendorfer Heimatblattes.

„zeidner gruß“   (Nr. 121, Jahrgang 63, Weihnachten 2016)

Zwei größere Ereignisse in Zeiden, die 2016 verzeichnet wurden, werden in dieser Ausgabe entsprechend dargestellt.  Es handelt sich um die Eröffnung des Museums im renovierten Alten Rathaus, zu dessen Einrichtung beträchtlich die  evangelische Kirchengemeinde und die Heimatortsgemeinschaft  Zeiden in Deutschland beigetragen haben. Das zweite größere Ereignis war  die Bike & Like-Veranstaltung, die Kirchenburgen im Burzenland in den Vordergrund stellt. Nachbarvater Rainer Lehni betont in seinem Editorial  außer diesen Aspekten auch die im Sommer stattgefundenen Lokalwahlen, bei denen Bürgermeister C˛t˛lin Muntean wiedergewählt worden ist. Dann richtet er die Einladung zur fünften Zeidner Begegnung in der Heimat, die am 1. - 2. August vor dem Sachsentreffen in Hermannstadt stattfindet. Diese vielseitige Weihnachtsausgabe umfasst auch mehrere informative Kurzmaterialien, wobei Hans Königes, der für das Konzept und die Redaktion zeichnet, selbst mehrere Berichte zeichnet.  Außer der Reportage über die Eröffnung des Museums ist auch die Ansprache von Altnachbarvater Udo Buhn  bei diesem Anlass in Auszügen zu lesen in der er u.a. betont: „Die politische  Führung der Stadt Zeiden hat gut getan, dieses Museum ‘Museum der Traditionen’ zu heißen, wo alle Ethnien vertreten sind, die in dieser Stadt leben und gelebt haben“. 

Über das Fahrradevent  „Bike & Like“, organisiert im Rahmen des Landeskirchenprojektes „Entdecke die Seele Siebenbürgens“ das zu den Kirchenburgen von Wolkendorf, Neustadt, Heldsdorf, Zeiden führte, berichtet Nachbarvater Rainer Lehni. Dieser ist in seiner Eigenschaft  als stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachen in Deutschland gemeinsam mit Mitgliedern des Landesvorstandes der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen an Seite von Staatspräsident Klaus Johannis  auf einem gemeinsamen Foto zu sehen, als diesem am 18. November 2016 die Martin-Buber-Plakette in Kerkrade (Niederland) verliehen wurde. In einem Interview mit  dem Organisten Klaus Dieter Untch wird man über das Kulturleben in Zeiden informiert. Hans Königes schreibt über das Regionaltreffen der Zeidner in München-Gern, über die Teilnahme am Heimattag in Dinkelsbühl, über das Treffen der Zeidner  Motorrad- und Wanderfreunde (MOWA), bietet eine Vorschau auf das 32. Zeidner Skitreffen vom 17. - 19. März 2017. Helmuth Mieskes geht auf die Tagung des Zeidner Gesprächskreises ein. Dokumentiert wurden die alten Wasserwerke in Zeiden, wo auch die erste Bugmöbelfabrik Siebenbürgens entstanden ist. Berichte von verschiedenen Treffen, Familiennachrichten, Nachrufe sind in der 60 Seiten umfassenden inhaltsreichen Ausgabe zu lesen.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*