Helme und Säbel im Stadthaus

Das Brukenthalmuseum und die ASTRA-Bibliothek gedenken des Ersten Weltkriegs

Dienstag, 01. Juli 2014

Das Publikum bewundert ausgestellte Medaillen, Karten und Fotografien aus dem Ersten Weltkrieg. Foto: Vlad Popa

Hermannstadt - Im Multimediasaal im Blauen Stadthaus am Großen Ring/Piaţa Mare fand am Freitag, dem 27. Juni, die Vernissage einer Ausstellung anlässlich des 100. Jahrestags seit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs statt. Prof. Sabin Adrian Luca, der Direktor des Brukenthalmuseums, sowie Dr. Silviu Borş und Dr. Bogdan Andriescu vonseiten der ASTRA-Bibliothek sprachen vor Vertretern der Stadt- und Kreisverwaltung und zahlreichen Gästen bei der Eröffnung.

Gezeigt werden bis zum 24. August Fotografien, Zeichnungen und Postkarten aus jener Zeit, die das Leben der Soldaten an und hinter der Front und die Bedingungen, unter denen sie kämpfen mussten, wiedergeben. Zu sehen sind desgleichen Armee-Stempel, Medaillen, Karten und Geldscheine. Zwei Gemälde zeigen den Thronfolger von Österreich-Ungarn Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg. Ihre Ermordung am 28. Juni 1914 in Sarajevo/Bosnien durch Gavrilo Princip, ein Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung „Mlada Bosna“, führte zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Auf drei weiteren Ölgemälden sind die wichtigsten Vertreter der Nationalen Rumänischen Bewegung wiedergegeben: Andrei Bârseanu, Vasile Goldiş und Ştefan Cicio-Pop. Die Hermannstädter Presse der damaligen Zeit, vertreten durch die „Foaia Poporului“ (Das Volksblatt) und den „Telegraful Român“ (Der Rumänische Telegraph) hielt die Hermannstädter über den Verlauf des Krieges und die Verwaltungsmaßnahmen am Laufenden.

Gezeigt werden auch Gewehre, eine Pistole, Helme und Kavalleriesäbel, welche im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kamen. Die Ausstellung ist so eingerichtet, dass sie den Krieg in zwei Etappen wiedergibt: die Zeitspanne der Neutralität Rumäniens zwischen den Jahren 1914 und 1916 und jene zwischen den Jahren 1916 und 1918, als sich das Land am Krieg beteiligt hat. Die Flagge der ehemaligen Rumänischen Legionäre schließt die Ausstellung. Kuratoren der Exposition sind Adrian Georgescu und Dr. Dănuţ Nicuşor Ivănuş.    

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