Herkulesbad bekommt ein neues Gesicht

Alle Gebäude, die zum Kulturerbe gehören, werden saniert

Mittwoch, 28. November 2012

Historische Gebäude werden im sanierungsbedürftiger Kurort wiederbelebt. Foto: Zoltán Pázmány

Der historische Stadtkern von Herkulesbad/Băile Herculane bekommt derzeit ein insgesamt erneuertes Make-Over. Die Sanierungsarbeiten im alten Kurort am Cerna-Ufer haben schon seit einiger Zeit begonnen. Mehrere Hotels werden gegenwärtig modernisiert und es wird an der Infrastruktur des Kurortes gearbeitet. Über 1,5 Millionen Euro flossen bis jetzt durch ein Projekt für die gründliche Sanierung zweier Brücken und der Ufermauern im Kurort, die zu beginn des 19. Jahrhunderts, auch mit dem Zweck des zusätzlichen Gewinns von urbanem Raum, errichtet wurden.

Denkmäler, die zum nationalen Kulturgut gehören, werden in der kommenden Zeitspanne saniert, unter anderen die gemauerte Brücke aus Felsbruchstein, die Mitte des 19. Jahrhunderts fertiggestellt wurde und durch welche die Verbindung zwischen Kurpark und dem oberen Stadtteil mit der römisch-katholischen Kirche gesichert wird, die Brücke aus Gusseisen, die vom Kurpark zu den Kurpavillons führt und die zwischen 1900-1910 gebaut wurde, als eine der ersten Brücken dieser Art in Europa, aber auch das Uferschutz-Mauersystem, das vom Beginn des 19. Jahrhunderts stammt wird generalüberholt.

Die Behörden in Herkulesbad haben alle Genehmigungen und Autorisierungen und das Geld soll von der Regierung in die Kassen der Kommunalverwaltung fließen. „Demnächst werden die umfassende Sanierung der beiden Brücken sowie die Reparaturarbeiten an den gemauerten Stützmauern der beiden Cerna-Ufer starten.

Das Projekt ist besonders wichtig für Herkulesbad, vor allem für eine bessere touristische Förderung. Es handelt sich durchwegs um Denkmäler, die als Denkmal der A-Klasse des Nationalen Kulturerbes eingestuft sind. Diese historischen Denkmäler werden von nun an effizienter geschützt“, sagte vor Kurzem Nicuşor Vasilescu, der Bürgermeister von Herkulesbad.

Das alte Stadtzentrum besteht ausschließlich aus Bauten, die zum Kulturerbe gehören und schützenswert sind. Alle haben den höchsten Grad an Schützenswertigkeit auf den Denkmallisten Rumäniens, wurden aber durch eine gänzlich falsche Privatisierungspolitik zu Zeiten der PSD-Regierung unter Adrian Năstase in der Zeitspanne 2000-2004 an den Rand des Verfalls gebracht. „Viele Arbeiten hier haben bereits begonnen: es gibt einige Sanierungsarbeiten, die vor ein paar Tagen gestartet sind, andere wurden bereits vollendet. Tatsächlich wird derzeit an allen Gebäuden, die zum Kulturerbe von Herkulesbad gehören, gearbeitet.

Die Brücken und die Cerna-Mauer haben schon die Sanierungsgenehmigungen seitens des Kulturministeriums erhalten“, sagte Liubi]a Raichici, Leiterin der Direktion für Kultur und Nationales Kulturgut Karasch-Severin/Caraş-Severin. 

Herkulesbad ist der älteste Kurort Rumäniens. Er wurde bereits im Jahr 153 zum ersten Mal schriftlich erwähnt (für 2013 bereitet die Stadt Jubiläumsfeierlichkeiten vor) und galt in der österreichisch-ungarischen Monarchie, etwa ums Jahr 1752, als sehr beliebter und bekannter Kurort. Herkulesbad gehörte auch zu den Lieblingskurorten der Kaiserin Elisabeth (Sissi). Nicht nur wegen den Sehenswürdigkeiten, sondern auch wegen den heilenden Effekte der Natur war der Kurort bei Sissi beliebt. Ihr zu Ehren sind mehrere Wanderrouten auf den umgebenden Höhenzügen des Domogled-Gebirges angelegt worden, einschließlich Pavillions zum Ausruhen. Herkulesbad stand in den letzten Jahren – als Folge der Privatisierung durch die PSD-Parteiklientel - in einem zunehmend sanierungsbedürftigen Zustand da.

Das ehemalige Kasinogebäude, die Ruinen der römischen Bäder (Neptun- und Apollo-Bad), die römisch-katholische Kapelle, die Hercules-Statue aus dem Jahre 1847 und die zahlreichen Quellen mit Thermalwasser sind nur einige der Denkmäler, die einst zu den Hauptattraktionen des Kurortes aus dem Nationalpark Cerna–Tal–Domogled zählten. All diese und viele andere Attraktionen werden nun saniert und sollen den Traditionskurort wiederbeleben.

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