Herkulesbad soll Unesco-Weltkulturerbe werden

Initiative „Kulturbäder Herkulesbad“ startet Ende August

Dienstag, 21. August 2018

Fotos: Andreea Oance

Herkulesbad - Zwischen dem 27. August und dem 2. September findet in Herkulesbad die Veranstaltungsreihe „Băile Culturale Herculane” (Kulturbäder Herkulesbad) statt, ein originelles Projekt, an dem sich Gäste aus den Bereichen Architektur, Street-Art, Design, visuelle Künste, Musik und Film beteiligen. Ziel des Projekts ist es, „einen Raum zu reaktivieren, der einst für sein alternatives Tourismusangebot berühmt war“. Zudem soll das Projekt „ein erster Schritt” sein in Richtung Anerkennung von Herkulesbad als Unesco-Weltkulturerbe.
„Das wird der Start sein für die Anerkennung des historischen Ensembles von Herkulesbad als Unesco-Weltkulturerbe“, sagten die Initiatoren bei der Projektvorstellung. „Unmittelbar danach starten wir den Dialog mit den staatlichen Institutionen, die für solche Initiativen zuständig sind, aber auch mit anderen Vereinen und Initiativgruppen, die dasselbe Interesse verfolgen: Rettung des Kulturerbes und seine bessere Bekanntmachung.“ Initiatoren sind ACIA (die Kulturgesellschaft für Künstlerische Eingriffe), die Vereine Locus, Launloc, Cinemobil und das Rathaus Herkulesbad.

Die Initiatoren wollen „in sieben Tagen eine historische Ortschaft künstlerisch reaktivieren”, wobei ihnen der Maler Ion Barbu, die street-art-Künstler IRLO, Obie Platon, Kero&Ocu sowie Künstler um den Hermannstädter Dan Perjovschi zur Hand gehen, aber auch Oana Bogdan, Anca Majaru und Ovidiu Hrin. Jam-Sessions organisieren A-C Leonte, Albert Tajti, Dan Mitrofan und Tavi Scurtu. Das Cinemobil organisiert Freiluft-Filmvorführungen, aber es gibt auch zahlreiche Sonderführungen durch den alten Kurort.

„Wir möchten dem Verfall des Kurorts, der nach 1999 beschleunigt eingesetzt hat, durch kulturelle und soziale Aktionen Einhalt gebieten und aufmerksam machen auf die akute Gefahr, hier ein Weltkulturerbe durch Interessenlosigkeit, aber auch durch Ahnungslosigkeit zu verlieren. Zudem sollen öffentliche Räume wiederentdeckt und reaktiviert werden, mittels Wandmalereien und street-art, aber Herkulesbad als Ganzes soll wieder einen Ehrenplatz auf der Kulturkarte (vorerst) Rumäniens erhalten. Wir gehen mit zivilem Optimismus ans Werk und sind überzeugt, dass die nötige Veränderung losgetreten werden kann. Herkules soll sich dieser Bäder wieder freuen und ruhig mal wieder hier ein Bad nehmen können.“ So die Organisatoren.

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