Hermannstadt: Ballettsaison endete

Trotz des Verlustes der Heimspielstätte war es ein gutes Jahr

Dienstag, 02. August 2016

Das Ende der Ballettsaison wurde mit 2.000 Zuschauern und der Aufführungen „Geneza“ auf dem Großen Ring begangen.
Foto: Hermannstädter Balletttheater

Herrmannstadt – Am vorletzten Freitag im Juli fielen ein letztes Mal in der Saison 2015-16 die Vorhänge des Balletttheaters. Aufgeführt wurde auf dem Großen Ring, zum Abschluss der Saison, vor über 2.000 Zuschauern, das Spektakel „Geneza“. Insgesamt gab es in der abgelaufenen Saison 37 Aufführungen, acht Premieren und zwei internationale Turniere in Hermannstadt/Sibiu zu sehen. Das sind zwölf Aufführungen mehr als noch in der Saison 2014-15. Darüber hinaus waren die Hermannstädter Tänzer zu Gast in Mediasch, Otopeni, Târgovişte, Siracusa und Mailand.

Trotz der schwierigen Situation, die das Balletttheater meistern musste, im Herbst wurde nach dem verehrenden Brand im Bukarester Colectiv Club das Gewerkschaftskulturhaus geschlossen, steigerte sich der Umsatz aus dem Verkauf der Eintrittskarten um sieben Prozent. Getanzt wurde ab November im Militärklub (Cercul Militar). Hier feierte in zwei ausverkauften Vorstellungen, am 24. und 25. November, das neoklassische Ballett „Anna Karenina“, des rumänischen Choreographen Ioan Tugearu, Premiere. Schon am 14. Oktober feierte das neoklassisch „Beyond Dancing“ von Davis Robertson Premiere. Im Jahr 2016 folgten dann das zeitgenössisches Ballett „Simţuri. Spectacol expoziţie“, welches im Museum für Ethnographie „Franz Binder“ aufgeführt wurde sowie „The Briefcase”, „Nu mai sunt eu” und im Rahmen von „Geneza“ die Vorführungen „Angelic”, „Paria” und „Einstein“.

„Rückblickend, nicht nur auf diese Saison, sondern auf die gesamte achtjährige Geschichte des Balletttheaters, kann ich ohne zu zögern sagen, dass diese Saison schwieriger als alle anderen war. Mit der Schließung des Großen Saals im Gewerkschaftskulturhaus begann für uns eine harte Zeit. Kein anderer Saal in Hermannstadt hat eine ähnliche hohe Kapazität. Doch wir haben es geschafft, Lösungen zu finden. Nicht immer die Besten im Vergleich zu unseren Erwartungen oder denen der Öffentlichkeit, doch die Besten in Bezug auf die lokale Infrastruktur. Wir haben versucht unser Publikum noch näher an uns zu binden und sind sehr froh, dass die Hermannstädter uns die Treue gehalten haben. Wir hoffen, dass sich die Situation im Gewerkschaftskulturhaus im Sommer verbessert und wir in unser zu Hause der letzten acht Jahre zurückkehren können. Wir haben große Pläne für die nächste Saison und ich möchte mich bei allen unseren Partnern, Tänzern, Kollegen sowie dem Publikum bedanken, die während dieser schwierigen Zeit zu uns gehalten haben“, so Ovidiu Dragoman, Direktor des Hermannstädter Balletttheaters.

Die ersten Eintrittskarten für die neue Saison werden bereits im August in den Verkauf gehen. Online können diese ohne Aufpreis erworben werden. Auch wird ab September eine Zusammenarbeit mit der Bukarester Nationaloper beginnen, in deren Rahmen Ada Gonzalez, Lorena Negrea und Ovidiu Matei Iancu des Hermannstädter Balletttheaters zusammen mit vier weiteren Solisten tanzen werden.

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