Hermannstadt demnächst Gastgeber der Internationalen Orthodoxen Jugendbegegnung

Montag, 27. August 2018

Hermannstadt - Auf Einladung des Orthodoxen Bistums Hermannstadt/Sibiu findet vom 6. bis 9. September 2018 rund um die orthodoxe Hauptkathedrale in der Fleischergasse/str. Mitropoliei, den Großen Ring/Piața Mare und im Astra-Freilichtmuseum an der Jungen-Wald-Straße/Pădurea Dumbrava die jährliche Internationale Begegnung junger orthodoxer Gläubiger (Întâlnirea Internațională a Tinerilor Ortodocși, ITO) statt, zu der etwa 3000 Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene bis zu 35 Jahren erwartet werden. Orthodoxe Christen aus den Nachbarländern Rumäniens, aus europäischen Staaten, sowie aus der Türkei, Indien, Kanada, Afrika und den USA werden an den vier Tagen der ITO 2018 in Hermannstadt geistliche Gemeinschaft halten, Gottesdienste feiern, rumänische Folklore praktizieren und an Workshops und Vorträgen teilnehmen. Austragungsorte bisheriger Auflagen der ITO waren Baia Mare (2013, 2014), Klausenburg/Cluj-Napoca (2015), Bukarest (2016) und Iassy/Iași (2017).
Am Freitag, dem 7. September, wird ab 19.45 Uhr die gesamte Teilnehmerschaft der ITO 2018 eine Prozession von der Transilvania-Halle aus unternehmen, die zur orthodoxen Hauptkathedrale in der Fleischergasse und bis auf den Großen Ring führt.
Auf dem Hermannstädter Hauptplatz zwischen der Fassade der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche, dem Gebäude des Bischofsamtes der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien (EKR) und unter den Fenstern des Bürgermeisteramtes wird am Donnerstag, dem 6. September, um 18 Uhr die ITO feierlich eröffnet. Das mehrtägige Veranstaltungsprogramm ist vielfältig und beinhaltet sowohl geistliche als auch weltliche Angebote. Unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Hundertjahrfeier Rumäniens behandeln die öffentlichen Podiumsdiskussionen und intellektuellen Aktivitäten der ITO 2018 die Schlagwörter „Einheit. Glaube. Volk“ (Unitate. Credință. Neam).
Zu den namhaften Gastrednern der internationalen orthodoxen Jugendbegegnung in Hermannstadt zählen Emil Hurezeanu, Botschafter Rumäniens in Berlin, und Pfarrer Constantin Necula, Dozent an der Fakultät für Orthodoxe Theologie „Andrei Șaguna“ an der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt (ULBS) und freischaffender Journalist auf dem Gebiet christlich-demokratischer Zivilorientierung. Sämtliche Details und Informationen, sowie je ein Leitwort von Pfr. Constantin Necula und von Laurențiu Streza, orthodoxer Erzbischof Hermannstadts und Metropolit Siebenbürgens, sind auf der Homepage www.ito2018.ro verfügbar.
Angesichts aktueller Spannungen auf innenpolitischer Ebene und eines tendenziell rechtskonservativen theologischen Diskurses vonseiten der geistlichen Führung der Orthodoxen Kirche Rumäniens (BOR) bleibt abzuwarten, in welcher Art und Weise sich das orthodoxe Bistum Hermannstadt seinen jungen Gästen aus dem Ausland als Gastgeber präsentieren wird, und ob der Ökumene als christlicher Strömung der Zukunft ein Platz auf dem Gedankenfeld der ITO 2018 eingeräumt wird.

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