Hermannstädter Studenten denken grün

Ingenieursstudenten entwickeln Ideen für eine nachhaltige Universität

Donnerstag, 13. Juni 2013

Rektor Dr. Ioan Bondrea wünscht sich eine nachhaltige Universität, erklärte er vor den Studenten. Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Wie könnte eine nachhaltige Universität aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt von „ULBSmart“, einem Projekt der Hermannstädter Lucian-Blaga-Universität (ULBS), dass am Dienstag vorgestellt wurde. Mit Vorträgen und Aktionen zeigten Dozenten und Studenten der Ingenieursfakultät „Hermann Oberth“, wie sie sich ressourcenschonende Feriendörfer vorstellen oder wie man aus recycelten Materialien Kleidung herstellen kann.

Viel Arbeit und Kreativität bei knappen finanziellen Mitteln – dies zeichne die Arbeiten der Studenten des Lehrstuhls für Umweltschutz in der Industrie aus, lobte der Rektor der ULBS, Dr. Ioan Bondrea. Ihn freue besonders das freiwillige Engagement der Studenten, das von Einsatzbereitschaft und Arbeitswillen zeuge. „Wir wünschen uns eine nachhaltige Universität“, sagte Bondrea dem Publikum in der Aula Magna des Bibliotheksgebäudes. Mit Sicherheit werde die Universitätsleitung versuchen, auf Basis der Arbeitsergebnisse ein Projekt auszuarbeiten, um mit EU-Geldern wenigstens einen Teil der studentischen Ideen in die Praxis umzusetzen.

Die Grundlage für die Aktion „ULBSmart“ legte Dr. Valentin Grecu in seiner Doktorarbeit über Nachhaltigkeit an der Hermannstädter Universität, die er vor dem Plenum vorstellte. Das von ihm entwickelte Modell sieht eine Vielzahl an Maßnahmen vor, deren Umsetzung allerdings „nur im Rahmen eines langwierigen Prozesses möglich ist“ und der von der Universitätsleitung getragen werden muss.

Praktische Beispiele für die Umsetzung nachhaltiger Ideen zeigten die Studenten auf. Eine Möglichkeit wäre die Mülltrennung an ihrer Fakultät, wie eine Gruppe erläuterte. Eine andere entwickelte gleich ein ganzes Konzept für ein nach ökologischen Kriterien betriebenes Feriendorf. In ihrer Präsentation präsentierten die Studenten eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie aus vermeintlichem Müll, beispielsweise PET-Flaschen, Häuser gebaut werden können, aber auch wie eine ökologische Landwirtschaft aussehen könnte. Außerdem wurde die 2. Sommerschule zum Thema „Knowledge – based Green Economy“ vorgestellt, die vom 15. bis 26. Juli in Hermannstadt/Sibiu zusammen mit Partneruniversitäten aus Tübingen, Primorska und Illes Balear organisiert wird. Zum Abschluss gab es ökologische Snacks, die die beteiligten Studenten vorbereitet hatten.

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