Hildegard Puwak gestorben

Mittwoch, 30. Mai 2018

Bukarest - Freitagnachmittag verstarb im Alter von 68 Jahren die Ökonomin und Politikerin Hildegard Carola Puwak, mehrmalige Ministerin in Kabinetten der PSD bis 2004. Die am 16. September 1949 în Reschitza geborene Hildegard Puwak war zweimal (1996-2000 und 2000-2004) PDSR/PSD-Abgeordnete des Landkreises Temesch, zwischen 1992-2004 zweimal Ministerin – im Kabinett Năstase war sie Ministerin für Europäische Integration und in der von der PSDR geführten Regierungskoalition 1993-1996 Staatssekretärin im Ministerrang im Departement für Wirtschaftsreformen.

Hildegard C. Puwak absolvierte die deutsche Abteilung des heutigen Reschitzaer Diaconovici-Tietz-Kollegiums und 1971 die Akademie für Wirtschaftsstudien ASE in Bukarest, letztere als Promotionserste. 1979 machte sie an derselben Wirtschaftsakademie ihren Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Mehrere Auslandsaufenthalte als Gastprofessorin an Hochschulen in den USA (Los Angeles, Cleveland, Chicago), in Deutschland (Darmstadt) und Österreich (Salzburg) empfahlen sie zum Mitglied im Rat für Internationale Programme (als „Fellow of Council for International Programs”) und zur Nominierung als „Business Woman of the Year 2000” sowie als „Woman of the Year 2000”.

Zwischen 1971-1992 arbeitete sie als wissenschaftliche Forscherin und (auch) als wissenschaftliche Sekretärin des Bukarester Instituts für Nationalökonomie und am Institut zur Erforschung der Lebensqualität, um auch als Hochschullehrerin der Wirtschaftsakademie ASE und als Forscherin am Nationalen Institut für Wirtschaftsforschungen in Bukarest tätig zu sein. Als Forscherin und Hochschullehrerin bestritt sie einen deutschsprachigen Lehrgang für Wirtschaftspolitik und Strategisches Management am Bukarester Polytechnikum.

Die PSD-Politiker Adrian Năstase und Ion Iliescu, die sie seinerzeit gefördert und gefordert hatten, unterstrichen in ihren Nachrufen den entscheidenden Beitrag der überzeugten Europäerin als Wegbereiterin des EU-Beitritts Rumäniens, aber auch, dass das Ende ihrer politischen Karriere ein Fallbeispiel des medialen Fertigmachens einer exponierten Person wegen einer Schuld war, die nicht Hildegard Puwak sich aufgeladen hatte.

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