Hilfe aus Staatsreserve für Überschwemmungsopfer

Johannis: Wir in Rumänien werden immer überrascht

Samstag, 15. Oktober 2016

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Eine Bilanz der Überschwemmungen von Mitte der Woche ergibt, dass im Kreis Galatz 22 Ortschaften betroffen waren, 743 Landwirtschaften wurden überschwemmt, 1270 Personen mussten evakuiert werden. Wegen verspäteter und unwirksamer Maßnahmen der Behörden wurde der Präfekt des Kreises Galatz, Dorin Otrocel, Freitag abgesetzt. An seine Stelle hat die Regierung Gabriel-Aurelian Panaitescu als neuen Präfekten eingesetzt.

Raed Arafat, Chef des Departements für Notsituationen (DSU), hat mitgeteilt, dass den Überschwemmungsopfern fürs Erste aus der Staatsreserve geholfen wird: 18.000 Liter Trinkwasser und 27.000 Konserven wurden ins Gebiet geschickt, ebenso wird Dieselöl und Benzin für die Pumpen zur Verfügung gestellt, die in den betroffenen Gemeinden im Einsatz sind. Drei Anlagen für die Herstellung von Trinkwasser sind ebenfalls angekommen.

Präsident Klaus Johannis hat Donnerstagabend in dieser Angelegenheit die Frage gestellt, warum wir in Rumänien von jedem Unwetter überrascht werden müssen: von Überschwemmungen, von Schneefällen. Die überschwemmten Dörfer liegen am Bach Suhu, dessen Bett schwach instandgehalten ist. Vor ein paar Jahren wurde der Bau eines Staudamms begonnen, aber nicht vollendet. Den Regen könne niemand aufhalten, aber man könne einen Staudamm bauen und die Verstopfung der Abflussgräben vermeiden.

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