Hitzewelle – erhöhte Viperngefahr

In der Paarungszeit sind die männlichen Exemplare aggressiv

Donnerstag, 12. Juni 2014

Reschitza - Ioan Ga{par, der Leiter der Verwaltung des Nationalparks Domogled-Cernatal, hat nach eigenen Angaben am Aufgang zu allen Wanderwegen des Kalksteingebirges Warntafeln anbringen lassen, die die Wanderer bei großer Tageshitze auffordern, größte Vorsicht walten zu lassen, wenn sie über Steinplatten oder Waldlichtungen wandern, wo sich Vipern sonnen könnten.

„Wir haben zwar in diesem Jahr noch keinen einzigen Vorfall gehabt, wo eine Verabreichung von Gegengift in Form des Antiviperinserums erforderlich gewesen wäre“, sagte er telefonisch, „aber bei Temperaturen von über 30 Grad im Schatten ist es ratsam, vorsichtig zu sein, auch wenn wir bisher keine erhöhte Aggressivität der giftigen Reptilien feststellen mussten. Die Erfahrungen der vergangenen Dürrejahre haben aber gezeigt, dass mit höheren Temperaturen sprunghaft ihre Mobilität steigt.

Gegenwärtig dauert auch noch die Paarungszeit der Hornvipern an, und mit der Entfesselung der Instinkte kommt auch eine höhere natürliche Aggressivität und Reizbarkeit, vor allem der männlichen Exemplare, einher. Man kann in unseren Park oft Rangkämpfe unter männlichen Hornvipern beobachten, die bis zur völligen Erschöpfung dauern. Aber grundsätzlich ist die Hornviper ein träges Tier mit geringer Neigung zu Aggressivität. Hat sie jedoch den Eindruck, angegriffen zu werden – was auch das einfache Wandern hervorrufen kann –, dann kann sie extrem kampfbereit reagieren. Fatal ist aber ihr Biss in den wenigsten Fällen.“

Alle Notaufnahmen der Bereitschaftsdienste und Krankenhäuser der Gebiete, wo Vipern vorkommen (das ist grundsätzlich südlich und südöstlich der imaginären Linie zwischen Reschitza und Orschowa, Herkulesbad mit eingeschlossen), haben mehrere Phiolen des Serums Antiviperin vorrätig, die zudem von der Behörde für Öffentliche Gesundheit (DSP) regelmäßig erneuert werden. Übereinstimmend mit der Verwaltung des Naturschutzgebiets Domogled-Berg/Cerna-Tal hieß es auch seitens DSP bisher wiederholt, man sei bestens gerüstet für den Fall, dass erhöhte Viperngefahr verzeichnet wird.

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