Hochbetrieb im Wolfsberger Arthouse

Kunstveranstaltung am Rande des Internationalen Jazz-Festivals

Mittwoch, 09. Juli 2014

Elisabeth Ochsenfeld im Innenhof des zum Arthouse umgebauten Wolfsberger Bauernhauses, hier vor Gästen im vergangenen Jahr. Foto: privat

Wolfsberg – Elisabeth (für Freunde: „Lilli“) Ochsenfeld bereitet ihr künstlerfreundliches Haus in Wolfsberg/Garâna („Arthouse“) wieder auf das Jazz-Festival am Wochenende, vom 10. bis 13. Juli, vor. Als Sondergast hat sie diesmal Inas Al-Soqui eingeladen, eine 27-jährige Künstlerin mit amerikanischer Staatsbürgerschaft und rumänischen und kuweitischen Wurzeln. Das von Deutschböhmen erbaute Haus in Wolfsberg ist von Elisabeth Ochsenfeld zu einer Künstlerwerkstatt, mit Ausstellungs- und Wohnräumen, einem kleinen Museum und in einen Begegnungsraum für Künstler aus aller Welt umgestaltet worden. Die auf ihre Einladung hier Schaffensaufenthalte und Ausstellungsgelegenheiten bekommen.

Inas Al-Soqui ist im Kuweit geboren. Ihre Mutter stammt aus dem Raum Kronstadt/Brasov. Ihr Vater ist ein Araber aus dem Golfstaaten. Sie hat einen Master in Visuellen Künsten in New York gemacht und spricht fließend arabisch, englisch und rumänisch. Thema ihrer Masterarbeit war: „Das Potenzial der rumänischen Kunst auf dem internationalen Markt“. Sofort nach Nennung dieses Titels relativiert sie ihn aber: „Dieses Thema war eigentlich die Ausgangsidee. Ich habe sie entwickelt und letztendlich eine These darüber geschrieben, was Kunst in Rumänien hieß und heißt, also mehr als Kunstmarkt. Die Sicht des kleinen Mannes auf Kunst. Meine Bezugnahmen gingen in Richtung: ´der einfache Mann im Kommunismus und die Kunst`. Dabei habe ich mich lange bei den Temeswarern von `Sigma` aufgehalten, eine Kunstströmung, die mitten im Kommunismus eine überraschende Öffnung zur internationalen Moderne offenbarte.“

Als Künstlerin ist sie auf Collagen spezialisiert. Sie wird am Wochenende zusammen mit weiteren Künstlern – Emma Haris Sintamarian (USA), Costin Brateanu und Stefan Tasi (beide Temeswar), Nicolae Ungar (Reschitza), Anca Dobre (Bukarest) und Elisabeth Ochsenfeld – ausstellen. Zugegen sein werden auch die Kunstkritiker Mihai Plamadeala (Bukarest), Sandu Adrian (Arad) und Veronika Kirchner (Deutschland). Inas Al-Soqui, die Rumänien schon wegen ihrer familiären Bindungen sehr oft besucht – aber meist Bukarest und dem Raum Kronstadt – ist zum ersten Mal im Banat und in Wolfsberg und möchte ihren Aufenthalt im Arthouse nutzen, „um die Banater Landschaft als Atmosphäre und Stimmung in Collagen einzufangen“.

Samstag ist im Wolfsberger Arthouse von Elisabeth Ochsenfeld Haus der Offenen Tür und ebenfalls Samstag gibt es hier ein Jazzkonzert. Sonntag veranstaltet die Gastgeberin, als Kontrast zum Jazzprogramm auf der nahegelegenen Wolfswiese, ein Konzert mit Renaissancemusik.

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