Hohe Auszeichnung für Ignaz Bernhard Fischer

Staatspräsident Klaus Johannis gewährt Fischer Landesorden "Stern Rumäniens"

Mittwoch, 10. Mai 2017

Präsidialberater Sergiu Nistor überreicht Ignaz Bernhard Fischer die hohe Auszeichnung "Stern Rumäniens"
Foto: Zoltán Pázmány

Im Rahmen einer ergreifenden Zeremonie zum Wochenende im Temeswarer Rathaus- Gastgeber war der Temeswarer Bürgermeister Nicolae Robu- wurde Ignaz Bernhard Fischer, dem Vorsitzenden des Landesvereins der ehemaligen Russlanddeportierten, der vom rumänischen Staatspräsidenten Klaus Johannis gewährte Staatsorden "Stern Rumäniens" im Rittergrad überreicht. Die hohe Auszeichnung wurde dem verdienstvollen Banater Forumsaktiven und  langjährigen Vorsitzenden des Vereins der ehemaligen Rußlanddeportierten, zum Anlaß der Erfüllung seines 90. Lebensjahrs, im Namen des Präsidenten Klaus Johannis durch Sergiu Nistor, Präsidialberater im Departement für Kultur, überbracht. Diese Auszeichnung sei, so Berater Sergiu Nistor, der das von Präsident Johannis am 11. November 2016 erlassene Dekret verlas, ein Zeichen der besonderen Wertschätzung für die moralische Haltung, die Würde und den Mut, womit sich Fischer im Laufe der Zeit für Freiheit und Demokratie eingesetzt hat, für dessen Bemühungen im Namen des Vereins der ehemaligen Rußlanddeportierten. Ignaz Bernhard Fischer nahm diese hohe Auszeihnung dankend und im Namen aller ehemaligen Rußlanddeportierten an.

Zugegen bei dieser Zeremonie waren etliche Ehrengäste, Kollegen und Freunde aus den Reihen des Banater, des Temeswarer Forums, der AMG-Stiftung und des Vereins der ehemaligen Rußlanddeportierten u.a. Frank Ufken, deutscher Vizekonsul in Temeswar, Johann Fernbach, Vorsitzender des DFDB, Ute Moisuc und Dagmar [iclovan, Geschäftsführer des DFDB bzw. DFDT, Helmut Weinschrott, Vorsitzender der AMG-Stiftung, Vertreter der Medien, des deutschen Rundfunks in Temeswar und der Banater Zeitung.

Ignaz Bernhard Fischer wurde am 2. Oktober 1926 in Bakowa geboren, besuchte die deutsche Grundschule in seinem Heimatdorf, darauf das Banatia-Lyzeum und wurde 1945-1949 zur Zwangsarbeit nach Russland deportiert. Seit 1991 ist Fischer Vorsitzender des Landesvereins der ehemaligen Rußlanddeportierten (seit 10. Mai 1991 eingeschriebener Verein) und entfaltete seitdem eine unermüdliche und zielstrebige Tätigkeit für die Wahrung der Rechte der ehemaligen Rußlanddeportierten- der Verein zählt heute nur mehr etwa 500 Mitglieder landesweit- und den Beistand, den die rumänische und die deutsche Regierung diesen zum Großteil hilfsbedürftigen Personen im Alter von 85 bis 90 Jahren zu gewähren hat. Fischer hat sich auch als beliebter Banater Mundartautor mit mehreren Kurzprosabänden in der banatschwäbischen Mundart und als Publizist ( die Publikation "Glaubensbote" und die ADZ- Rubrik "Wort am Sonntag") einen guten Namen eine ansehnliche Leserschaft gemacht. Er erhielt etliche hohe Auszeichnungen: die Silberne Ehrenmedaille der Landsmannschaft der Banater Schwaben (2001), die Goldene Ehrennadel des DFDB (2005), und das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2010).

 

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