Holpriger Start in die Sitzungszeit

Schulbeginn und Verleumdungen der PSD im Mittelpunkt

Mittwoch, 26. September 2018

Der Abgeordnete nutzte die am Freitag im Forumshaus stattgefundenen Sitzungen als Anlass, auch die Vertreter der lokalen Presse zu treffen. Foto: Vlad Popa

Hermannstadt – Zu einer Pressekonferenz anlässlich des Beginns der parlamentarischen Sitzungszeit lud Ovidiu Ganţ, der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) vergangenen Freitag ins Forumshaus am Großen Ring/Piaţa Mare ein. Thema des Gespräches waren die bekannten und neuen Probleme zu Schulanfang sowie die wiederholten Angriffe der Vertreter der Regierungspartei PSD auf das Deutsche Forum.

Als von „chronischen aber auch neuen Problemen“ belastet bezeichnete der Abgeordnete den diesjährigen Schulanfang, besonders beim Thema Lehrbücher, um die sich das DFDR und seine Vertreter seit jeher bemühen. Gehofft wird insbesonders, dass, nachdem die Schulbücher in rumänischer Sprache in eine endgültige und richtige Form gebracht sein werden, auch die deutschsprachigen Fassungen für den Muttersprachenunterricht herausgegeben werden können. Ein neues Problem war dem Abgeordneten zufolge, der „aberrante Beschluss, laut welchem die Grundschullehrer beim Lehren des Faches Rumänische Sprache und Literatur von Lehrern an Gymnasien und Lyzeen ersetzt werden sollen, als ob die Kollegen, die bislang unterrichtet haben, nicht mehr dazu fähig wären. Es ist ein suspekter Beschluss, zumal er nur im Fall der Schulen mit Muttersprachenunterricht getroffen wurde. Alle diese Kollegen, die im Rahmen der deutschen Grundschulabteilung unterrichten, beherrschen das Rumänische viel besser als vormalige und aktuelle Minister und Mitglieder des Kabinetts“, so Ovidiu Gan]. Er meldete auch, sich mit der parlamentarischen Gruppe der Minderheiten darauf geeinigt zu haben, ein Schreiben an Premierministerin Dăncilă zu richten, sodass der vorgenannte Beschluss, der aktuell in Kraft ist und umgesetzt wird, baldmöglichst außer Kraft gesetzt wird.

Der Abgeordnete bezog Stellung auch gegen die „miserablen Attacken“ und die Verleumdungen hoher Vertreter der PSD der deutschen Minderheit gegen-über. „Die Premierministerin erachtete es als nicht notwendig, auf unser Ansuchen betreffend die Entlassung von Darius Vâlcov zu antworten, wie sie auch auf parlamentarische Anfragen nicht antwortet.“ In diesem Kontext fand vergangenen Dienstag ein Gespräch zwischen dem DFDR-Vorsitzenden Paul-Jürgen Porr, dem deutschen Außenminister Heiko Maas und dem DFDR-Abgeordneten zu den laufenden Projekten der Bundesregierung zur Unterstützung des Deutschunterrichtes, den Kulturprojekten des Bundesaußenministeriums aber auch der 2014 gestarteten Verleumdungskampagne der PSD statt und ähnliche Gespräche führte der Abgeordnete mit vier Kollegen aus dem deutschen Bundestag, darunter zwei Vizevorsitzenden der Union CDU/CSU.

Weiter informierte der Abgeordnete über die zu dem Zeitpunkt laufende Jahresplanungskonferenz, die Wanderausstellung zur Geschichte und Gegenwart der deutschen Minderheit in Rumänien, die im Oktober in Wien eröffnet werden soll, aber auch das vergangenes Wochenende in Mediasch stattgefundene Sachsentreffen.

Kommentare zu diesem Artikel

Jens, 26.09 2018, 09:51
Wow, im Parlament wird im Moment der Rechtsstaat ausgehebelt und um die Populisten der Minderheiten zu beschäftigen werden Nebelkerzen gezündet. Und die fallen voll drauf rein. Die oberste Priorität für einen ordentlichen Parlamentarier muss im Moment sein, den Rechtsstaat zu schützen. Wenn die Kleptomanen weiter klauen wie die Raben gibt es auch in Zukunft keine deutschsprachigen Bücher, weil das Geld einfach weg ist.

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