Holzdiebstahl um 25,75 Prozent zurückgegangen

...sagt Romsilva, trotzdem verschwinden weiterhin ganze Waldflächen aus den Karpaten

Donnerstag, 31. August 2017

Bukarest – Das Pressebüro des staatlich bestellten Forstverwalters, des Nationalen Regiebetriebs für Waldungen Romsilva, vermeldet in seinem Halbjahresbericht 2017, dass „der Holzdiebstahl um 25,75 Prozent verringert werden konnte“. Festgestellt werden konnte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres der Diebstahl von 19.450 Kubikmeter Holz. Im vergangenen Jahr waren es in der selben Zeitspanne 26.193 Kubikmeter gestohlenes Holz.
Offensichtlich bezieht sich die Mitteilung nicht auf den Großdiebstahl der steinreich gewordenen Holzmafia dieses Landes, dem der großflächige Kahlschlag zu verdanken ist, sondern auf die (im Vergleich) Stiebitzereien des kleinen Mannes, der seine Winterversorgung ohne Genehmigung des Försters abzuwickeln versucht und dabei gelegentlich erwischt wird. Desgleichen geht es um Viehzüchter, die illegal ihre Herden im Wald oder in geschützten Arealen weiden lassen (und dabei viele Jungtriebe zerstören). Den Schaden in beiden Fällen beziffert Romsilva in der ersten Jahreshälfte 2017 auf rund 4,97 Millionen Lei, eine Summe, die infolge von 45.806 sogenannten „Kontrollaktionen der Holzzirkulation“ eingesammelt wurde. Bei 9827 davon erfreuten sich die Leute von Romsilva der Unterstützung der Polizei. Dabei wurden 539 Forstvergehen konstatiert und 9908 Kubikmeter Holz beschlagnahmt. Aufgrund sämtlicher Kontrollgänge stellte Romsilva 6971 Forstvergehen fest, die mit 15,057 Millionen Lei Strafgeldern geahndet wurden.

Kontrolliert wurden auch die Sägewerke, insgesamt 157 Mal. In 102 Fällen mittels gemeinsamer Kontrollen mit der Rumänischen Polizei. In den Sägewerken sind 45 Vergehen gegen die Forstgesetzgebung festgestellt worden, die mit 345.500 Lei geahndet wurden. Auch wurden in den Sägewerken 3982 Kubikmeter Holz beschlagnahmt, die ohne Herkunftsnachweis dort vorgefunden wurden. So kann festgestellt werden, schreibt das Pressebüro von Romsilva, dass die sinkende Tendenz der Zahl der Forstvergehen in Wäldern, die sich im öffentlichen Besitz befinden, konstant fortbesteht. Im gesamten Jahr 2016 sind 47.788 Kubikmeter Holz aus Staatswaldungen gestohlen worden, und das waren dann um insgesamt 16,27 Prozent weniger als 2015, als 57.080 Kubikmeter Holz gestohlen worden sind. Parallel zum nummerischen Rückgang der Forstvergehen steigt aber weiterhin die Zahl der aggressiven Handlungen gegen das Personal von Romsilva, das mit dem Hüten der Staatswaldungen betraut ist. Im ersten Halbjahr 2017 waren es bereits 21 Aggressionshandlungen - gegenüber insgesamt 22 Gewalttätigkeiten gegen Forstpersonal im gesamten Jahr 2016. Der Nationale Regiebetrieb der Wälder Romsilva verwaltet 3,14 Millionen Hektar Waldungen in Rumänien, die im öffentlichen Besitz sind, zusätzlich rund eine Million Hektar Privatwald – anvertraut von Kommunen oder Privatpersonen.

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