Horror-Zustände im Krankenhaus für Brandverletzte

Video über Madenbefall / Intensivstation geschlossen

Samstag, 16. Juli 2016

Bukarest (ADZ/Mediafax) - Nach der Veröffentlichung des Videos auf tolo.ro, der Webseite des Journalisten Cătălin Tolontan, das Maden in der Wunde eines – mittlerweile verstorbenen – Patienten zeigt, aufgenommen von einem verzweifelten Arzt, fand am Donnerstagmorgen eine Kontrolle im Krankenhaus für Brandverletzte statt.

Daraufhin entschied Gesundheitsminister Vlad Voiculescu die Schließung der Transfusions- und Intensivstationen wegen eklatantem Missmanagement und Hygie-nemängeln. Der Madenbefall sei kein Einzelfall, sondern jeden Sommer ein Problem. Es fehlen selbst auf der Intensivstation Fliegengitter und Klimatisierung.

In der letzten Zeit gab es mehrfach Probleme: nosokomiale Infektionen, Hygienemängel, Korruption der Ärzte. Im Juni war eine Frau nach einer Transfusion mit der falschen Blutgruppe verstorben.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun in beiden Fällen.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 18.07 2016, 09:21
Auch wenn es an der Finanzierung einer hoch technisierten Medizin fehlt, so kann man doch erwarten dass eine gewisse Grundhygiene eingehalten wird. In den letzten Jahren wurde für die Instandhaltung und Renovierungen der Krankenhäuser kein Geld ausgegeben, hier hat sich ein sehr großer Investitionstau gebildet. Je länger gewartet wird, desto größer wächst er an und irgendwann gibt es kein Gesundheitswesen mehr. Anstatt Investitionen zu tätigen haben sich die Führungscliquen, der vergangenen Jahre, lieber die Taschen vollgestopft, ausbaden muss es wieder der Normalbürger. Die Oberen fahren ins Ausland, weil sie die Zustände in den Krankenhäusern kennen (siehe Ponta).
Vielleicht möchten die rumänischen Politiker in Zukunft auf Druiden und Schamanen setzen, die sind noch billiger.
Tourist, 17.07 2016, 23:18
gute moderne Medizin auf hohem Niveau, dazu noch für alle Versicherten, kostet einfach sehr, sehr viel Geld. Die ganzen moderne Apparate, die ganzen modernen Hilfsmittel, Diagnosegeräte, die teuren Medikamente, die ständige Fortbildung der Ärzte und Pfleger, Reisen zu internationalen Kongressen und Schulungen, die Erhaltung und den Neubau der Gebäude. Wenn ein Land in Westeuropa 15 Prozent des BIP für das Gesundheitssystem ausgibt, dann sind das enorme Summen, Milliarden Euro. Wenn Finnland, die Niederlande oder Österreich ein BIP/Kopf von 45.000 Dollar pro Jahr haben, dann kann sich jeder ausrechnen, wieviel 15% davon sind. Selbst wenn Rumänien, mit seinen 9.000 Dollar pro Jahr und Einwohner, 30% des BIP in das Gesundheitssystem pumpen würde, würde niemals die selbe Summe rauskommen. Manchmal hilft es, sich die kalte Wahrheit der Mathematik vor Augen zu führen.
gerd, 17.07 2016, 14:58
bei giftschlange/Helmut klemmt weswentlich mehr als nur die Umschalttaste.....anscheinend hat er völlig "vergessen" das es seine so heiss geliebten "Sozis" in grossem Umfang mit zu verantworten haben, das es diese Zustände u.a. im Gesundheitswesen überhaupt gibt.Ich frage mich manchmal wirklich wer ihn für diesen geistigen Dünnschiss der er hier verbreitet bezahlt.
stirner, 17.07 2016, 02:40
@giftschlange
klemmt Deine Umschalttaste ?
Manfred, 16.07 2016, 14:42
Helmut !Das kann erst dann passieren,wenn sich das wirtschaftliche Niveau dramatisch verbessert,die Anzahl der Beitragszahler sich erhöht....ich denke, Du weißt das,Helmut.
giftschlange, 16.07 2016, 11:20
WANN WIRD ENDLICH DAS GESUNDHEITSSYSTEM IN RUMÄNIEN REORGANISIERT UND AUF INTERNATIONALES NIVEAU GEBRACHT ?

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