Hunde fürs Ausland

50 Hermannstädter ehemalige Streuner wurden in Deutschland adoptiert

Dienstag, 20. Dezember 2011

Gabi Gothe: „Diese Kleine nehmen wir auch mit.“
Foto: Andrey Kolobov

ak. Hermannstadt - Weitere 50 Straßenhunde aus Hermannstadt/Sibiu verließen am Wochenende das städtische Tierheim in Richtung Deutschland. Der Verein „Pferd & Hund“ aus Lohra half in den letzten Jahren insgesamt 286 Straßenhunden, ein neues Zuhause im Ausland zu finden. Der in der Nähe von Marburg ansässige Verein arbeitet seit 2009 mit der Hermannstädter Stadtverwaltung zusammen.

Die Tierschützer versuchen erfolgreich die Population der Straßenhunde durch Sterilisieren und nicht durch Euthanasie zu reduzieren. Auf der Vereinshomepage riefen sie Anfang des Jahres zu Protesten vor der rumänischen Botschaft in Berlin auf, wegen des Gesetzes zur Tötung der Straßenhunde. Mithilfe derselben Homepage suchen sie neue Besitzer für die Hunde aus dem Hermannstädter Tierheim.

Dabei bekommen nicht nur Welpen und Jungtiere ein neues Zuhause. Dieses Mal ging auch ein alter Hund auf die Reise in die neue Heimat. „Dieser Hund hat wegen des Alters und der Augenkrankheit wenig Überlebenschancen auf der Straße“, erzählt Gabi Gothe, die den Transport überwacht. „In Deutschland wartet auf ihn zuerst eine Operation und dann eine neue Familie, die sich um ihn kümmern wird“, fügt sie hinzu.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Vereins in Rumänien ist die Sensibilisierung der Gesellschaft für das Sterilisieren der Haustiere. Nicht selten landet der unerwünschte Nachwuchs auf der Straße. Für die Behandlung der im Umkreis der Wohnblocks wohnenden Hunde steht ein Ambulatorium auf der Preot-Bacca-Straße zu Verfügung, in dem diese gratis sterilisiert werden. Um den Ärzten die zusätzliche Arbeit und den Tieren einen unnötigen medizinischen Eingriff zu ersparen, bittet der Verein, die Ohrenmarken der sterilisierten Hunde nicht zu entfernen.

Das Hundesterilisationvorhaben des Vereins soll demnächst auf die Ortschaften Heltau/Cisnădie, Großau/Cristian und Răşinari ausgeweitet werden. Die Verhandlungen mit den Rathäusern dieser Orte werden bereits geführt.

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