Hundeproblem wird durch das Gesetz geklärt

Abgeordnetenkammer billigte neue Verordnungen

Mittwoch, 11. September 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Gestern hat die Abgeordnetenkammer die abgeänderte Fassung des Gesetzes der herrenlosen Hunde gebilligt. Bei der Abstimmung gab es 266 Stimmen dafür (PDL, PSD und PNL), 23 Stimmen dagegen und 20 Stimmenthaltungen. Der Rechtsausschuss hatte Montagabend seinen Bericht ans ständige Büro weitergeleitet. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Bogdan Ciucă, erklärte, dass das Gremium nur die Beanstandungen des Verfassungsgerichts hinsichtlich der Einschläferung der Hunde besprochen hat, es wurden Lösungen gefunden, die damit im Einklang stehen.

Das Gesetz sieht jetzt vor, dass eingefangene herrenlose Hunde 14 Tage lang in den Unterkünften gehalten werden, nachher kann die Einschläferung erfolgen. Im Rechtsausschuss war auch der Oberbürgermeister von Bukarest, Sorin Oprescu, anwesend, der mehrere Vorschläge machte, damit das Gesetz für die Kommunalbehörden anwendbar wird. Oprescu sagte, dass er auf die Volksbefragung der Bukarester verzichten könne, wenn das Gesetz diese Woche gebilligt wird. Das kann durch einen erneuten Beschluss des Munizipalrats geschehen.

Inzwischen hat sich auch die bekannte NGO „Cuţu Cuţu“ gemeldet: Im Izvor-Park wurde gegen das Einschläfern der Straßenhunde protestiert. Die Tierschützer teilen mit, dass sie sich ans Verfassungsgericht wenden  werden, die Bestimmungen über die Einschläferung seien verfassungswidrig.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 12.09 2013, 19:48
P.S. Das auswärtige Amt warnt bei Rumänienreisen vor den Sreuberrudeln.
@Lino!Stark,das Sie bereit sind,Tierschutzorganisationen finanziell zu unterstützen.Gab es Reaktionen?
Hanns, 11.09 2013, 17:36
@Lino - vielen Dank für Ihre unnötigen Ausführungen! Tierschutz ist eine Sache - Tierschutzaktivisten sind eine andere Sache. Fakt ist, streunende Hunde gehören in einem zivilisierten Land nicht auf die Straße. Wieso gibt es so etwas nicht in Westeuropa?
Sraffa, 11.09 2013, 16:40
Meine Frau ist geborene Bukaresterin.Im Lauf der Zeit verstand ich aus eigener Wahrnehmung Ihren enormen Respekt vor Straßenhunden.
Wir sind zu Fuß , mit öffentlcihen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad immer mit Spray und Schrillalarm unterwegs. Fakt in Bukarest ist daß es einige Straßen und öffentliche Plätze gibt welche spätestens bei Anbruch der Dunkelheit "No go - aeras" sind. welche zum Selbstschutz und beruhigt nur ausgerüstet mit einer abgesägten Schrotflinte betreten werden sollten - wer es dennoch tut spielt "Vanbanque" und riskiert eine Auseinandersetzung. In jüngster Zeit hatten wir ein solches Erlebnis bei Parc Verdi. Ich erinnere mich an alle Todesfälle der letzten Jahre; das ist doch kein Zustand für Bürger in einer Europäischen Großstadt !
Manfred, 11.09 2013, 13:58
Außer Lino stimme ich allen zu!Bisse sind das Eine,Krankheitsübertragungen das Andere.Wer sich sein Fressen mit den Ratten teilt,ist ein potentieller Krankheitsüberträger,oder nicht.Verkehrsgefährdungen durch auf die Straße rennende Hunde wurden auch noch nicht angesprochen.Ich verstehe das Argument der Kastrationsbefürworter nicht.
sraffa, 11.09 2013, 13:17
@Lino : Sie unterstellen unterschwellig daß sämtliche Attackierten und Getöteten entweder Hundehasser waren oder sich fehlerhaft verhielten ? Das ist schon ziemlich dreist. Aus eigener vielfältiger praktischer Erfahrung bin ich da ganz anderer Ansicht.
Tourist, 11.09 2013, 13:05
an Lino: bin schon unzählige Male von streunenden Hunden attackiert und angekeift und auch schon zwei Mal ins Wadl gebissen worden. Mir reicht es. Die naiven Lösungsvorschläge von westlichen Tierschützern, die nicht hier leben und die Situation gar nicht am eigenen Leib spüren, haben versagt. Kastrieren und wieder frei laufen lassen, ist keine Lösung. Noch dazu sehe ich ständig neben der Straße ausgesetzte Welpen, oft fünf oder mehr auf einmal. In ein paar Monaten sind das verwilderte, ausgehungerte und aggressive Köter. Da kann man nur hoffen, dass der nächste Winter eisig streng wird und die Population auf natürlich Art ein wenig ausdünnt.
Lino für Hanns, 11.09 2013, 12:46
Lieber Hanns,

was haben Sie denn gegen die Tierschützer? Vermutlich sind Sie bisher weder von einem Hund noch von einem Tierschützer gebissen worden. Warum dann die unangebrachte Aufregung.
Das Schicksal des getöteten vierjährigen Jonut ist sicherlich tragisch und darf sich nicht wiederholen. Man muss deshalb aber nicht “mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Massenhafte Euthanasie ist sicherlich nicht nötig - siehe auch Auffassung von Herrn Bürgermeister Klaus Johannis in der Zeitung Turnul Sfatului, online unter http://www.turnulsfatului.ro/22119/klaus-johannis-despre-cainii-de-pe-strazile-sibiului:-eutanasierea-nu-este-o-solutie-.html?sst=.
Neben der von der rumänischen Abgeordnetenkammer gebilligten Verordnung zur Hundetötung nach bereits 14 Tagen, gibt es ethische Aspekte zur Tiertötung. Generelle Tötungen haben meines Erachtens keinen vernünftigen Grund und damit keine Berechtigung.
Ich habe in Hermannstadt noch niemals Probleme mit streunenden Hunden gehabt, obwohl ich mich viel zu Fuß bewege. Dies liegt vielleicht auch an meinem Verhalten. Im Gegensatz zu manch anderem “Einheimischen“ tue ich vor Hunden nicht so, als ob ich ihnen einen Fußtritt verpassen möchte oder mit Steinen nach ihnen werfe. Ein paar Worte an die Hunde, ggf. auch “MARSCH“ oder “ZIBA“, genügen vermutlich sogar bei den härtesten Fällen.
Leider gibt es in Rumänien auch nach dem EU-Beitritt noch starke Defizite im Bereich Tierschutz. Ich biete den Tierschützern, die sich an das rumänische Verfassungsgericht wenden wollen hiermit meine -auch finanzielle- Unterstützung an. Ich habe bereits zwei Straßenhunde bei mir aufgenommen und sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

P.S. In Rumänien werden mehr Menschen durch unnötige Verkehrs- und Arbeitsunfälle getötet. Vielleicht sollte man hier ansetzen um mehr Menschenleben zu schützen. Wollen Sie Autofahrer und Arbeitgeber als potentielle Mörder auch euthanasieren?

Es grüßt Sie Lino aus Hermannstadt
sraffa, 11.09 2013, 11:38
Ist denn überhaupt ein Gesetzt verabschidetet worden daß herrenlose Hunde grundsätzlich einzufangen sind ? Hier von lese ich nichts.
Hanns, 11.09 2013, 08:58
Jeder dieser sogenannten Tierschützer soll sich einen Hund mit nach hause nehmen und schon ist dieses Problem gelöst.

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