Hungerstreik, Selbstverletzung und Selbstmord aus Protest

Bericht über Zustände in rumänischen Gefängnissen

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Symbolfoto: freeimages.com

Bukarest (ADZ/Mediafax) - Hungerstreik, Selbstverletzung und Selbstmord sind die häufigsten Formen von Protest in Gefängnissen und Jugendstrafanstalten, heißt es im Bericht des Ombudsmanns über den Erhalt der Menschenwürde unter Freiheitsentzug. Untersucht wurden Vorfälle im Zeitraum 2014-2015: Todesfälle, Gewalt, Hungerstreiks, Aggressionen und sexuelle Übergriffe durch Mithäftlinge oder Personal, Selbstverletzung.

Bis zum 25. August 2015 wurden landesweit 1103 Fälle von Hungerstreik gemeldet, davon 387 als Protest gegen die rechtliche Situation, 716 wegen Haftbedingungen. Als Todesursache dominieren neben Selbstmord chronische Krankheiten. Die häufigsten Hungerstreiks gab es in den Gefängnissen Poarta Albă (317), Galatz/Galaţi (131), Rahova (98) und Jassy/Iaşi (76). In Galatz wurden 141 Fälle von Selbstverletzung durch Schlucken gefährlicher Substanzen vermerkt, in Suceava vier.

Fälle von Aggressionen durch Mitinsassen oder Personal gab es vor allem im Zentrum für Minderjährige in Bacău (52) und im Gefängnis Jilava (18). Der Bericht schlägt eine Reihe von Maßnahmen legislativer und rechtlich-administrativer Art zur Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Einhaltung der Menschenwürde vor.

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