Hungerstreik wegen Grundstücksrückerstattung

„Grenzstreitigkeiten“ zwischen Reschitza und Târnova als Verzögerungsgrund

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Reschitza - Maria Imbrescu aus Reschitza begann am Mittwoch vor dem Verwaltungsgebäude im Reschitzaer Stadtzentrum einen Hungerstreik. Sie fühlt sich durch die Tatsache benachteiligt, dass die Stadt die Rückerstattung eines 9700 Quadratmeter großen Grundstücks hinauzögert, das ihr per Gerichtsbeschluss als Ersatz für ein gleich großes nationalisiertes Grundstück zugesprochen wurde, welches heute auf dem Grund des Sekuler Stausees im Tal der Bersau/Bârzava oberhalb von Reschitza liegt.

Ursprünglich hatte die Stadt ihr als Ersatz ein Grundstück angeboten, das zwischen den Reschitzaer Vorstädten Doman und Cuptoare liegt, im Flurteil Ponoare. Dieses Grundstück nahm sie Ende 2011 nicht an, da nicht nur abgelegen sondern auch unerschlossen durch irgendeine Zufahrt (außer einer nicht instandgehaltenen alten Forststraße).
Im Februar 2012 bot ihr die Stadt ein gleich großes Grundstück in der Nähe des Kilomestersteins 8 der Nationalstraße DN58 an der Ausfahrt von Reschitza Richtung Karansebesch an. Das nahm sie an, konnte aber bis zum heutigen Tag keine Papiere dafür ausgehändigt bekommen.

Der Grund: im Rahmen des Klärungsprozesses der Gemarkungen der Ortschaften (ADZ berichtete wiederholt), der vielerorts durch Gerichtsverfahren geschieht, läuft auch ein Prozess zwischen Reschitza und der Gemeinde Târnova im Ţerova-Tal, wo es um die genaue Ziehung der Verwaltungsgrenze zwischen den beiden Ortschaften geht. Auch um die Abgrenzung des Besitzes im Raum um den Kilometerstein 8, wo eine große Umspannstation von Enel steht, der Raum also auch für das Einkommen der Besitzerortschaft von Interesse ist. Die Stadt meint, zu Recht, dass unter diesen Umständen die Aushändigung von Besitzurkunden für Grundstücke in diesem Raum vor einem endgültigen Gerichtsurteil ein Hasardspiel wäre. Die Bürgerin Maria Imbrescu ist hingegen der Meinung, dass die Stadt sie durch Hinauszögerung prellen möchte und ist deshalb in den Hungerstreik getreten.

Der nächste Termin der Gerichtsverhandlungen zwischen Reschitza und Târnova im „Grenzstreit“ um Kilometer 8 ist am 9. Januar.

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