Ich tat, was getan werden musste

Diplomingenieur i. R. Erwin Hellmann erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande

Samstag, 21. Juni 2014

Fünf Träger des Verdienstkreuzes mit der Konsulin Judith Urban: Ortrun Rhein, Dr. Paul Niedermaier, Dr. Paul Philippi, Erwin Hellmann und Dr. Christoph Klein (v.l.). Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Das Lebenswerk und die Leistungen von Erwin Hellmann wurden am Donnerstag vom Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt/Sibiu gebührend gewürdigt. Konsulin Judith Urban überreichte dem neuen Offizier im feierlichen Rahmen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. „Der Bundespräsident Joachim Gauck verlieh die höchste Verdienstauszeichnung der Republik für den jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz für die Belange der deutschen Minderheit in Rumänien“, unterstrich Urban in ihrer Ansprache.

Ebenso wurden auch die Leistungen des gebürtigen Kronstädters Hellmann „als Beauftragter für den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge (VdK) sowie sein Einsatz als Bezirkskurator des Kirchenbezirks Kronstadt/Braşov der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien“ hervorgehoben. Hellmann wurde 1935 geboren und studierte, der jahrhundertelangen Tradition seiner Familie folgend, in der fast alle Männer von der väterlichen Seite Schmiede oder Schlosser waren, am damaligen Polytechnischen Institut in Kronstadt. Als Diplomingenieur arbeitete er sodann 34 Jahre im Kronstädter Traktorenwerk als Leiter des Büros für die Arbeitsvorbereitung. Zwischen 1986 und 2006 hatte Hellmann das Amt des Bezirkskirchenkurators inne, wobei er zwischen 1993 und 2001 gleichzeitig Kurator der Honterusgemeinde war. Als höchster weltlicher Repräsentant des Kirchenbezirks leitete er die Schicksale sowohl durch die letzten Jahre der Ceau{escu-Diktatur als auch durch die „schwere Umbruchzeit der Massenauswanderung der Siebenbürger Sachsen“, erinnerte Urban in ihrer Laudatio.

In Hellmanns Wirkungszeit als Bezirkskurator fielen auch die Gründung des Altenheims „Blumenau“, die Außenrenovierung an der Schwarzen Kirche, eines herausragenden Baudenkmals der deutschen Minderheit in Rumänien, sowie die Renovierung der großen Buchholz-Orgel. Als Vorstandsmitglied des Kronstädter Forums trug er erheblich zur Rückerstattung von mehreren Gebäuden bei. Den Lesern der ADZ ist Erwin Hellmann durch zahlreiche Artikel zu heimatkundlichen Themen, die in der „Karpatenrundschau“ erschienen sind, bekannt. Das Demokratische Forum der Deutschen in Siebenbürgen würdigte und ehrte die Leistungen von Erwin Hellmann durch die Verleihung der Honterusmedaille im Jahr 2011.

Die Dankbarkeit und Würdigung der Honterusgemeinde sprach „dem verlässlichen und treuen Mitstreiter“ Presbyter Dieter Simon aus. In seiner Ansprache erinnerte Hellmann die Anwesenden daran: „Wir haben gemeinsam unter Gottes Segen ganz schwere Zeiten überstanden, aber auch gute Zeiten erlebt“. Die Auszeichnung sei für ihn völlig unerwartet gekommen. Nach seiner Meinung habe er nur das getan, was getan werden musste. Der Feierlichkeit im Konsulat der Bundesrepublik wohnten unter anderen weitere Träger des Bundesverdienstkreuzes bei: Bischof a. D. Dr. Christoph Klein, Ehrenvorsitzender des DFDR Dr. Paul Philippi, die Leiterin des Dr. Carl-Wolff-Heims Ortrun Rhein sowie Prof. Dr. Paul Niedermaier.

Kommentare zu diesem Artikel

Schorsch, 23.06 2014, 18:25
Wofür wurde eigentlich O. Rhein ausgezeichnet? Dafür dass sie mit eine mit viel viel deutschem Geld aufgebaute Sozialeinrichtung hauptberuflich leitet? Dass sie also schlicht das tut, wofür sie bezahlt wird? Ihre früheren Vereinsaktivitäten sind Pipifax im Vergleich zu dem, was viele andere getan haben.

Und wofür wurde Prof. Niedermaier ausgezeichnet? Für seine vielen Auslandsreisen vor 1989? Normalerweise waren die staatlicherseits an Bedingungen geknüpft...

Prof. Philippi und Bischof Klein sind würdige Träger. Bei anderen verliert man die Ehrfurcht vor dem Orden.

Glückwunsch an Herrn Hellmann.

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