„Ich war Bürger von Stalinstadt“

Ein von der Europäischen Kommission finanziertes Ausstellungsprojekt

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kronstadt – Nicolae Pepene, Direktor des Kreismuseums für Geschichte Kronstadt/Braşov, kündigte in einer Pressekonferenz an, dass das Projekt „Ich war Bürger von Stalinstadt“ von der Europäischen Kommission zur Finanzierung ausgewählt wurde. Dies erfolgte über die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA; englisch: Education, Audiovisual and Culture Executive Agency) der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms für Europäische Erinnerungskultur.

Konkret erklärte Nicolae Pepene, werde sich das Projekt, welches unter seiner englischen Bezeichnung „I was citizen of Stalin town“ laufen wird, um das Sammeln von Erinnerungen und Gegenständen aus der Zeitspanne 1950-1960 handeln, als Kronstadt den Namen Stalinstadt trug.

„Dazu sind alle jetzigen oder ehemaligen Stadtbewohner aufgerufen, um mit persönlichen Erinnerungen ein Bild des betreffenden Jahrzehntes nachzuzeichnen. Gegenstände aus der Zeit sind ebenso wertvoll wie Fotos, wenn sie zeitweilig als Leihgabe ausgestellt werden, um den Alltag vor mehr als einem halben Jahrhundert zu illustrieren“, erklärte Nicolae Pepene.

Für die Aufzeichnung der persönlichen Erinnerungen werden sich, als Volontäre, Studenten des Lehrstuhls für Sozialwissenschaften der Transilvania Hochschule betätigen, welche dafür vor allem die ehemaligen Arbeiterviertel „Tractorul“ und „Steagul Roşu“ aufsuchen werden.

Auf europäischer Ebene wird das mit 100.000 Euro finanzierte Projekt in Verbindung mit nationalen oder städtischen Museen aus Albanien, Bulgarien, Deutschland, Polen und Ungarn stehen, wo es in etwa denselben Jahren ebenfalls „Stalin – Städte“ gegeben hat.

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