Ilie Carabulea zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt

Donnerstag, 10. März 2016

Hermannstadt (ADZ) - Nach seiner Festnahme in einer neuen Akte betreffend die Versicherungsgesellschaft „Carpatica Asig“ hat das Bukarester Berufungsgericht den Hermannstädter Geschäftsmann Ilie Carabulea in einem anderen Verfahren zu einer sechseinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Gegen das Urteil kann vor dem Obersten Gerichtshof Einspruch eingelegt werden. Dies ist Carabuleas zweites Urteil über eine Haftstrafe nach jener im Fall Apostu. Von der 18-monatigen Haft verbüßte Carabulea nur fünf Monate, wonach er auf Bewährung entlassen wurde. Abgesehen von Carabuleas Freiheitsstrafe wurde auch die Carpatica Asig zur Zahlung eines Strafgeldes in Höhe von 600.000 Euro verurteilt.

Kommentare zu diesem Artikel

Beobachter, 24.04 2016, 19:43
Ich kann mir gut vorstellen wie viele gute Dinge auch wirtschaftlich durch das Tun von Carabulea passiert sind. Allerdings kann man mit wirtschaftlichen Interessen nicht immer rechtfertigen. Ich selbst versuche seit über drei Jahren den Kontakt zu Carabuleas Carpatica Asig herzustellen, wegen eines Schadensfalles aus 2012. Bisher keine Antwort, überhaupt keine Reaktion. Auch auf Anfragen meines Anwalts. Schon eher Gaunerei! Auch wenn's mal gut gewesen sein mag was er macht, und wenn schon. Leben tun wir heute und nicht in den 90ern. Verantwortung denen, die sie tragen können und nicht jenen, die sich's leisten!
Kritiker, 10.03 2016, 11:35
@Tourist - Gaunerei bleibt Gaunerei und eine Verniedlichung dieser Verbrechen bringt überhaupt nichts. Alle diese Gauner gehören aus dem Verkehr gezogen. Nur so könnte sich Rumänien in die richtige Richtung entwickeln!
Tourist, 10.03 2016, 08:22
sechs Jahre Haft ist schon heftig. Das ist mehr als oft Vergewaltiger und Mörder ausfassen. Was hat Carabulea so schlimmes gemacht, bin da nicht so informiert und auch hier steht nichts genaues? Persönlich denke ich, dass kein Unternehmer, der damals in den 1990er Jahren etwas aufgebaut hat eine blütenreine Weste hat. Das war auch gar nicht möglich in den chaotischen Zeiten. Jedenfalls ist die Wirtschaft damals darniedergelegen und Carabulea hat ein paar Unternehmen aufgebaut, die wirklich nicht schlecht sind. Alleine das Atlassib-Busunternehmen, das tausende Rumänen täglich befördert und mit dem auch viele Sachsen immer wieder gerne nach und von Deutschland gefahren sind. Auch der Paketdienst wurde immer gern genutzt, zu einer Zeit als bei der staatlichen Post regelmässig Pakete verschwunden sind oder nur halb angekommen sind (ohne dem Paket Kaffee, das vorher drin war). Auch bezüglich seiner Bank Carpatica kenne ich niemand, der da übers Ohr gehauen wurde. Und seine Lokalzeitung, der Turnul Sfatului, ist eigentlich auch nicht schlecht und schreibt sogar oft ganz schön kritisch. Carabulea ist sicher ein kleiner Oligarch, aber seine besten Zeiten sind eh schon lange vorbei. Diese Justizkampagne kommt mir aber überzogen vor. Was wollen die eigentlich, ihn in den Selbstmord treiben, so wie den Gründer von der Polisano-Klinik. Soll die ganze Unternehmer-Kaste aus den 1990er-Jahren jetzt vollkommen ruiniert und ausgeschaltet werden? Die haben schon viel gutes auch gemacht und nicht nur schlechtes, wie heute manchmal behauptet wird.

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