Im Herzen des Banater Berglands

Einzigartig und vielschichtig: Zweisprachige Monographie über die Stadt Orawitza

Mittwoch, 07. Februar 2018

Das Denkmal für Kaiserin Sissi vor der römisch-katholischen Kirche Orawitza. Eingraviert steht darauf: "Zur Erinnerung an Kaiserin Elisabeth (Sisi) für ihre Liebe und Verbundenheit zu diesem Ort wurde dieses Denkmal im Jahre 1899 in Marila errichtet und 2004 in Orawitza wieder aufgestellt." Foto: Zoltán Pázmány

So einzigartig und vielschichtig der Ort zwischen den Bergen im Süden des Banats, so auch seine Geschichte, seine jahrhundertealten wirtschaftlichen und kulturellen Traditionen und seine Menschen, von gestern und heute. Der von dem schon erfahrenen Autoren- und Herausgeber-Duo Gheorghe Jurma/ Erwin Josef Țigla konzipierte und kürzlich herausgebrachte Bildband über die Karasch-Severiner Stadt Orawitza, eine der letzten Buchveröffentlichungen des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins "Deutsche Vortragsreihe Reschitza", setzt eine wertvolle Initiative des DFBB und seines Vorsitzenden Erwin Josef Țigla fort: Der zweisprachige Band "Oravița.Viziuni - Orawitza.Visionen", im Verlag "Banatul Montan" Reschitza Ende 2017 erschienen, ergänzt die 2009 gestartete und überaus erfolgreiche Veröffentlichungsreihe über die bedeutendsten Orte des Banater Berglands. Nach den Alben und Monographien über Reschitza, 2009, Anina-Steierdorf, 2012  und über Bokschan, 2014, folgt nun in einer neuen Gestaltung und Konzeption ein umfassendes Buch über die Stadt Orawitza, wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum im 19. Jahrhundert, 1926 bis zum II. Weltkrieg noch Karascher Kreishauptstadt. Zum Wort kommen außer zahlreichen Publizisten Schriftsteller (Virgil Birou, Cornel Ungureanu, Gheorghe Azap, Petru Vintilă, Alexander Tietz, Edith Cobilanschi). Auch die unvergesslichen Besuche berühmter Persönlichkeiten (Eminescu, Enescu, Goga, König Ferdinand I., Paul Everac,  Gh.I.Tohăneanu usw.) werden ausführlich beschrieben. Gewürdigt werden Arthur Schott, Tibor Lichtfus aber auch eine Reihe berühmter bildender Künstler, die Orawitza ihren Stempel aufgedrückt haben: Franz Kumher, Adolf Humborg, Romul Ladea, Silviu Oravitzan. Die Stadt der 17 Museen gibt sich heute als eine Kette geschichtsträchtiger und attraktiver Orte und Bauten zu erkennen: Hervorzuheben das alte 200jährige Stadttheater, die berühmte Knoblauch-Apotheke, das Freimaurer- und das Museum der Kaiserlichen Münzprägestätte, die Zweigbahn Jassenowa-Orawitza, die berühmte Bergbahn Orawitza-Anina usw. Das Buch mit reichhaltigem und farbenprächtigem Bildmaterial lässt die einzigartige Geschichte eines Ortes aufscheinen, der für den Besucher auch heute noch zwischen Wirklichkeit und Legende zu schweben scheint.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*