Im Zeichen der Verbundenheit

Pfingstausgaben der Publikationen der Heimatortsgemeinschaften in Deutschland in einer Übersicht (II)

Sonntag, 10. Juli 2016

Das Pfingstfest war heuer am 15. Mai, doch die zu diesem Termin erschienenen Publikationen der Heimatortsgemeinschaften in Deutschland trafen  bedeutend später in unserer Redaktion ein. Die ersten drei Ausgaben der HOG-Publikationen konnten wir unseren Lesern in unserer Wochenschrift vom 9. Juni vorstellen. Nun setzen wir diese Vorstellungsreihe fort.

„Honigberger Heimatbrief“
(30. Ausgabe, Pfingsten 2016)

Die einmal im Jahr erscheinende Publikation der Honigberger Heimatortsgemeinschaft in Deutschland ist bei der 30. Ausgabe  und bietet auf den insgesamt 64 Seiten den Lesern, gleich ob sie aus Honigberg oder einer anderen Burzenländer Gemeinde stammen, eine inhaltsreiche Lektüre. Einleitend, auch im Vorwort von Adelheid Theil,  ist die Einladung,  an die Leser gerichtet, sich am 18. Honigberger Treffen in Rothenburg ob der Tauber  zu beteiligen. Das ausführliche Programm für die beiden Tage am 8.- 9. Oktober 2016, die nötigen Infomationen für Anmeldung, Unterkunft und Reise, sind dann gleich in den nächsten Seiten einzusehen.

Die zwei folgenden Berichte im Inhalt beziehen sich auf vergangene Ereignisse. Auf der Tagung des Verbandes der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften  im Oktober wurde auch auf das für den  4.- 6. August 2017 geplante Sachsentreffen in Hermannstadt voraus geblickt. Der nächste Bericht bezieht sich auf den sehr guten Auftritt der Honigberger Nachbarschaft beim Festumzug in Dinkelsbühl 2015, und Hinweise auf die diesjährige Teilnahme werden gegeben. Steffi Dieners schildert eine im August des Vorjahres unternommene Reise ins Heimatland, wo sie in Deutsch-Kreuz auch auf Peter Maffay trafen. Ein reicher Bildanhang dazu ist aufschlussreich. Volker und Astrid Schmidts schreiben über das Honigberger Wanderwochenende, Hans-Günther Kessler über das Burzenländer Blasmusiktreffen in Thüringen. Heidenore Glatz  bzw. Emmy Göldner über stattgefundene Klassentreffen.

Aus der Heimat berichten Kuratorin Erika Popescu und Pfarrer Kurt Boltres. Begrüßenswert sind die Arbeiten, die an Pfarrhaus, Burghüterwohnung, Friedhof vorgenommen wurden. Im Pfarrhaus wurde eine Bibliothek eingerichtet. Muttertagsfest, Faschingsfeier, Chorreise nach Meschen sind weitere Themen, die angesprochen werden. Ausführlich wird über das 4. Begegnungsfest in Honigberg 2015 berichtet, das unter dem Motto der „775 Jahre Honigberg“ stand. Berichte, Festvortrag, besinnliche und gesellige Veranstaltungen die dabei stattgefunden haben, bieten eine interessante Lektüre.
Geschichtliches  über Honigberg wird anhand des Lebensweges von Rosina Thiess  geboten. Mehrere kurze Beiträge zu verschiedenen Themen, weitere aufschlussreiche Kurzberichte sind im Inhalt zu lesen. Wie immer sind die Familieninformationen in Wort und Bild besonderes reich und ansprechend. Mit Dank werden auch die Lesermeinungen entgegengenommen und veröffentlicht, was wesentlich zur Vielfalt und Glaubwürdigkeit einer Publikation immer wieder beiträgt.

„Neustädter Nachrichten“
(Nr. 208, Jahrgang 59, Sommer 2016)

Der „Brief der Heimatortsgemeinschaft Neustadt bei Kronstadt“ wie die Publikation der Neustädter Nachbarschaft in Deutschland im Untertitel  genannt wird, enthält dieses Mal eine ausführliche Dokumentation  anlässlich des 60-jährigen Bestehens der HOG. Auf dieses Hauptthema dieser Ausgabe macht auch Nachbarvater Helfried Götz in seinem Vorwort die Leser aufmerksam. Der Stichtag der Gründung  der ersten Nachbarschaft außerhalb der Herkunftsgemeinde Neustadt, war der 9. Juni 1956. Schon vier Jahre vorher trafen sich  allerdings die Neustädter jedes Jahr im „Goldenen Lamm“ in Dinkelsbühl. Nun sahen die Beteiligten an dem Treffen den Zeitpunkt für gekommen um 1956 die Nachbarschaft zu gründen. Seither hatten den Vorsitz Thomas Dick, Fritz Lukesch, Helmut Schmidts, Andreas Porr, Werner Zerelles, Martin Bartesch, Dietmar Wagner und seit 2006 Helfried Götz.

Die von Beate Schramm, die für die Redaktion zuständig ist, überarbeitete Dokumentation bietet Einblick über die vielseitige Tätigkeit, die innerhalb der Neustädter HOG in Deutschland entfaltet wurde, die Bindung zur Heimatgemeinde und der Unterstützung, die dieser und den da verbliebenen Sachsen geboten wird. Allerdings fand das erste Treffen am 28. Oktober 1946 in München statt, doch da traf man sich nur für einen Tag unter der schwierigen Bedingungen gleich nach dem Zweiten Weltkrieg. Ausgehend von der Umschreibung der Rolle der Nachbarschaft durch Stefan Ludwig Roth wird auf die Entstehung und Aufgaben der Nachbarschaft eingegangen. Einzusehen ist auch eine Übersicht der Großen Neustädter Treffen seit 1946, die in Deutschland stattgefunden haben. Außer der Liste der Nachbarväter werden auch deren Stellvertreter, Schriftführer und Schriftleiter der „Neustädter Nachrichten“, Geschäftsführer, Jugendvertreter, Rechnungsprüfer, die Zuständigen für Familienforschung angeführt. Sehr ansprechend auch die zahlreichen Gruppenfotos von einigen dieser Treffen, auf denen man immer wieder auch Verwandte und Bekannte ausfindig machen kann. Und von der Vergangenheit geht es in die Aktualität durch einen Bericht über den Geschworenen Montag 2016 , ebenfalls reich illustriert.

Im Inhalt sind weitere informative Materialien über das vierte Burzenländer Blasmusiktreffen, über die Burzenlandtagung im April 2016,  über den Künstler Christian Lucian Hamsea, geboren 1962, zu lesen, wobei eine Auswahl aus seinen Werken  Anfang dieses Jahres in einer Ausstellung in Nürnberg zu sehen war. Weitere Kurzberichte, beispielsweise über die am Vatertag unternommene Radtour, über die Beteiligung am Heimattag in Dienkelsbühl sind im Inhalt dieser gut konzipierten Ausgabe enthalten. Eine weitere Folge des Gesprächs von Hannelore Baier geführt mit Dr. Heinz Günther Hüsch, dem deutschen Verhandlungsführer beim Freikauf der Rumäniendeutschen ist als bleibende Dokumentation im Inhalt der Ausgabe. Gudrun Schuster bietet eine Buchrezension  zu dem Band „Saşii despre ei înşişi – Die Siebenbürger Sachsen über sich selbst“ das vom Kronstädter Ethnographiemuseum im Vorjahr herausgebracht wurde. Pfarrer Uwe Seidner bietet einen Überblick des vergangenen Jahres 2015 mit Leistungen und Ereignissen in der Neustädter Kirchengemeinde, spricht seinen Dank an alle aus, die im Gemeinde- und Kirchenleben aktiv waren, dieses unterstützen. Nachrichten und Informationen aus der Heimatgemeinde wird nun Gisela Cioconea bieten, wie ebenfalls Nachbarvater Helfried Götz in seinem Vorwort ankündigt. Sie übernimmt die diesbezügliche Aufgabe von Elke Gheorghe. Sie ist es auch, die einen Bildbericht zur kürzlichen Wiedereinweihung der Orgel in der Neustädter Kirche bietet. Zuschriften, Familieninformationen, Adressänderungen ergänzen auf weiteres diese inhaltsreiche Ausgabe.

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