Im Zeichen der Verbundenheit

Weitere Sommerausgaben der Publikationen der Heimatortsgemeinschaften in Deutschland in einer Übersicht (III)

Freitag, 29. Juli 2016

„Die Zeitung der Rosenauer Nachbarschaft e.V.“
(Nr. 82, Sommerausgabe 2016, Jahrgang 53)

Eine wahre Überraschung bietet die Sommerausgabe der Publikation der Rosenauer Heimatortsgemeinschaft in Deutschland. War man bisher an das immer wieder erscheinende Titelblatt mit einer älteren Ansicht der Rosenauer Bauernburg und dem schwarz-weißen Druck gewohnt, bietet die aufliegende Ausgabe durch den Farbdruck nicht nur ein neues Aussehen, sondern gewinnt auch inhaltlich mehr an Aktualität, besonders aus der Heimatortschaft Rosenau. In einem Leserbrief brachte Herbert Liess dieses auch zum Ausdruck und betonte darin, dass viele der beschriebenen Ereignisse durch die farbigen Bilder lebhafter und anschaulicher werden. Das Redaktionsteam um Roland Marzell, der für die „Schriftleitung & Redaktion“ zuständig ist, möchte, wie im Vorwort betont wird, in einer Rubrik mehr über das neue Rosenau publizieren und fordert die Leser auf, sich diesbezüglich mit Fotos und Leserbriefen zu beteiligen.

Schon das Titelblatt umfasst eine Ansicht des neu gestalteten Stadtzentrums von Rosenau, das Simone Truetsch  zur Verfügung stellte. Auch werden die Rosenauer im Inhalt der Ausgabe mit Texten und Fotos zu den neusten Ereignissen im Rosenau, das nun die Bezeichnung als Kurort trägt, dem Dinopark, den Sprungschanzen im Mühlengrund, der Zahnradbahn, die zur Burg führt, der neuen Gestaltung des Marktplatzes informiert. Pfarrer Kurt Boltres und Kurator Nelu Stoicule] laden zum Matthiasfest ein, das am 18. September l.J. in Rosenau stattfinden wird, während Georg Binnen eine Dokumentation über die Orgel der Kirche zeichnet. Das „Rosenauer Jugendforum“, das von Vicki Kormesch mit viel Hingabe und Kompetenz innerhalb der Publikation betreut wird,  befasst sich dieses Mal mit der Studienzeit, wobei Verena Zintz aus ihrer Erfahrung spricht.

Auch wird im Inhalt der Ausgabe schon die Einladung zum nächsten Rosenauer Treffen ausgesprochen, das in Dinkelsbühl vom 29.April bis zum 1. Mai 2017 stattfinden wird. Eindrücke vom diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl zeichnet Marita Rothbächer,  Hans-Günther Kessler  schreibt über das vierte Burzenländer Musikantentreffen, das heuer im März in Friedrichroda stattgefunden hat. Beide Berichte sind ansprechend illustriert, wobei durch den Farbdruck viel mehr Details auf den Fotos zu erkennen sind. Das trifft auch für die Bildimpressionen vom Rosenauer Skifahren 2016 zu.
Nicht zu übersehen ist der zweite Teil der Fortsetzungsgeschichte, eingesandt von Harald Müller,  die unter dem Titel „Die Rumänenzeit in Rosenau“ zu lesen ist, und sich auf die Zeit der Besetzung seitens der rumänischen Truppen im Ersten Weltkrieg bezieht.  Auch viele unliebsame Erinnerungen an deren Verhalten und der rumänischen Bevölkerung gegenüber den sächsischen Bewohnern werden darin aufgefrischt. In der nächsten Ausgabe der Publikation soll eine weitere Fortsetzung  aus dem von Emil Sigerus 1917 verfassten Bericht folgen.

Fortgesetzt wird auch die Serie  der Eindrücke eines Rosenauer Amerikaners, gezeichnet Rick von Kraus. Auch sein Sohn, der Neurowissenschaftler Lee M. von Kraus, kommt anschließend in einem von Prof. Miriam Meckel mit ihm geführten Interview zu Wort, das in der „Wirtschaftswoche“ vom 26.02.2016 erschienen ist . Die hochinteressant geschilderten Fakten und Studien regen zum Nachdenken an.
Die Familieninformationen, Glückwünsche zu Geburtstagen,  wobei wir uns besonderes dem für Sigrid Thal anschließen, Trauungen, Konfirmationen, aber auch Nachrufe, Berichte von Klassentreffen ergänzen diese  „Überraschungsausgabe“ der Rosenauer Nachbarschaftszeitung.

„Schäßburger Nachrichten“
(Folge 45, Juni 2016, 23. Jahrgang)

Zum ersten Mal und auf Umwegen traf in unserer Redaktion auch die „Informationsschrift der HOG-Heimatortsgemeinschaft Schäßburg e.V. Heilbronn“, wie der Untertitel der Publikation lautet, ein. Der Vorsitzende des Vorstandes Hermann Theil ist auch zuständig für die Redaktion des Informationsblattes, während Marion Schotsch das Lektorat sichert, wie wir dem Impressum entnehmen. Die rund 70 Seiten umfassende Ausgabe, Format A4, ist vielseitig, informativ und spricht somit nicht nur die Schäßburger Leser an. Allein schon durch die Würdigungen sächsischer Persönlichkeiten, die zwar hier geboren wurden, doch grenzüberschreitend bekannt sind, reichen über die Probleme der HOG und die der Stadt hinaus. Gewürdigt werden der bildende Künstler Wilhelm Fabini anlässlich seines 80. Geburtstages durch Joachim Wittstock, der Historiker Dr. Christoph Machat zu seinem 70. von Dr. Konrad Gündisch und Dr. Harald Roth, der Filmemacher Günter Czernetzky anlässlich seines 60. Geburtstages  durch Christine Chiriac. In den drei Würdigungen wird ausführlich auf deren Leben und Schaffen  eingegangen. Ebenfalls ein Schäßburger wurde in Pforzheim anlässlich seines 90. Geburtstages geehrt. Es handelt sich um Julius Henning, der sicher allen Schäßburgern bekannt ist.

Eingeleitet wird die Ausgabe durch die Rede von Dekan Hans Bruno Fröhlich am Pfingstsonntag an der Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl, die großen Anklang durch die ausgesprochenen Gedanken, einschließlich dem des Heimatbegriffes, fand. Im gleichen Kontext ist auch der Bericht anlässlich der zehnjährigen Partnerschaft zwischen Dinkelsbühl und Schäßburg  zu lesen, des Besuches den der Oberbürgermeister dieser Stadt  Dr. Christoph Hammer mit einer Delegation  in der „Perle Siebenbürgens“ wie er Schäßburg nannte, vorgenommen hat. Aufschlussreich ist desgleichen der „Pfarramtliche Jahresbericht 2015“ den Hans Bruno Fröhlich, Stadtpfarrer von Schäßburg  zur Verfügung stellte und den die Schäßburger von hier und drüben einsehen können. In weiteren Berichten wird in die Fotoausstellung über „Trovanten in Siebenbürgen als  Bausteine der Kirchenburgen“ eingeführt. Eben-falls wird ausführlich das Jahrbuch Nr. 8 des Schäßburger Museums vorgestellt, das durch einen erfreulich ausgewogenen, vielfältigen und interessanten Inhalt gekennzeichnet ist. Die Dokumentation  bezüglich der deutschen Straßennamen sowie deren früheren und heutigen rumänischen Benennungen sprechen sicher  nicht nur den Stadtbewohner von Schäßburg an.

Bezüglich der Geschichte der Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen ist die Dokumentation von Dr. Konrad Gündisch, die in der „Siebenbürgischen Zeitung“ erschien, übernommen worden und veröffentlicht.  Auf die Geschichte der Schusterzunft in Schäßburg, die 605 Jahre verzeichnet, geht Erika Schneider ein.  Mit der Geschichte der Handwerkergenossenschaft „Prestarea“ befasst sich  Arpad Bako. Sicher erinnern sich noch viele Schäßburger an die Tätigkeit dieser vielseitigen Wirtschaftseinheit, die auch viele Arbeitsplätze bieten konnte. Weitere Berichte, Lesematerialien, Vereinsnachrichten, Familieninformationen,  die Übersicht der Grabstellen der evangelischen Friedhöfe der Stadt, umrunden diese vielseitige Sommerausgabe der „Schäßburger Nachrichten“.

„Zeidner gruß“
(Nr. 120, Jahrgang 63, Pfingsten 2016)

Nachbarvater Rainer Lehni geht in seinem Editorial zu dieser Ausgabe der Zeidner Heimatortsgemeinschaft in Deutschland  von den Renovierungsarbeiten im Stadtzentrum von Zeiden aus, auf die dann noch ausführlich in mehreren Berichten und mit ansprechender Illustration eingegangen wird. Es handelt sich um die Überholung des Gebäudes des alten Rathauses, der Stadtbibliothek und des Kulturhauses. Die teilweise Eröffnung des Stadtmuseums fand nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe statt, so dass darauf  noch eingegangen wird. Die aktuellen Probleme der Zeidner werden ausführlich  von Pfarrer Andreas Hartig in seinem Rechenschaftsbericht der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. für das Jahr 2015 angesprochen. Ausgehend von der Feier der Gottesdienste, der diesbezüglichen Veranstaltungen, der Kasualhandlungen bezieht sich Pfarrer Hartig auch auf die Jugendarbeit,  die vielseitig ist und auf den Nähkreis, der regelmäßig von 12 Frauen besucht wird, die sich einmal in der Woche im Gemeinderaum des Pfarrhauses treffen.  Auch der Männerkreis trifft sich einmal wöchentlich.

Zum Nächstendienst gehört  vor allem das Essen auf Rädern , aber auch die Hausbesuche, Christbescherung u.a. Aufschlussreich sind die Informationen aus dem Rechenschaftsbericht bezogen auf die Arbeiten  und die Verwaltung der Immobilien. Informiert werden die Leser über die wichtigsten Ereignisse des Vorjahres, wie Konfirmation, die Teilnahme am Heimattag in Dinkelsbühl und an dem Nachbarschaftstreffen, die kirchlichen Wahlen im Herbst. Abschließend dankt Pfarrer Andreas Hartig allen Pfarrern und Lektoren die Vertretungsdienste in Zeiden abgehalten haben, allen die sich für die Kirchengemeinde eingesetzt haben. Helmuth Mieseks stellt in zwei Berichten das Zeidner Ortsforum seit dessen Gründung bis heute vor, bzw. auch dessen jüngste Vorsitzende Sandra Nicolescu und den Vorstand. Er bietet auch eine ausführliche Dokumentation über die Zeidner freiwillige Feuerwehr.  Udo Buhn berichtet über das Treffen der Zeidner zu Advent,  Ralf Ziegler schreibt ausführlich über das Skitreffen. Uwe Konst versucht auf einige noch offene Fragen über das Leben des Flugpioniers Albert Ziegler zu antworten.

Heuer erfüllen sich bekanntlich 100 Jahre seit dem Einzug der rumänischen Truppen in Siebenbürgen. Diesbezüglich werden einige Berichte aus der Zeit wiedergegeben, die auf das Buch von Emil Sigerus „Aus der Rumänenzeit“ bauen. Auf einige vor 50 Jahren in Zeiden stattgefundene Ereignisse weist Helmuth Mieskes hin, Malwine Buhn  berichtet aus eigener Erfahrung über die Auswanderung aus Zeiden. Daniela Boltres wird als poetische Netzwerkerin vorgestellt. Weitere Berichte, Familieninformationen,  Würdigungen, aber auch Nachrufe ergänzen den reichen Inhalt dieser Ausgabe, die auch durch die vielseitige Illustration einen weiteren wichtigen Bestandteil zur Ortschronik bildet.

Die 48 Seiten umfassende Sommerausgabe  des Weidenbächer Heimatblattes, herausgegeben von der Heimatortsgemeinschaft in Deutschland, umfasst auf den beiden Umschlägen eine sehr ansprechende Luftaufnahme der Heimatgemeinde. Auch erfährt man gleich  aus dem an die Leser gerichteten Leitartikel, dass die Redaktion der Publikation von Holger Gutt übernommen wurde, der sich dabei auch vorstellt. Geboren 1990 in Erding bei München, ist Gutt von Beruf Mediengestalter. Nun hat er  die Aufgabe der Herausgabe der Publikation  von Hilde Müller übernommen, die sieben Jahre lang in engagierter Arbeit für diese zuständig war. Wir wünschen Holger Gutt, auch im Namen der Leser, eine erfolgreiche Tätigkeit  zur Zufriedenheit der Weidenbächer,  zu denen natürlich auch seine Eltern Birgit und Andreas Gutt zählen.

Aus dem Bericht von Wieland Schmidts, neuem  Vorsitzenden der HOG Weidenbach in Deutschland, ist  zu entnehmen, dass diese gegenwärtig 344 Familienmitgliedschaften nicht nur in Deutschland, aber auch in Österreich, Kanada, Südafrika und Frankreich zählt. Den Mitgliedern des neuen Vorstandes wünschen auch wir viel Freude an ihrem Einsatz, was man auch aus den vielen für 2016 geplanten Vorhaben entnehmen kann. Aufschlussreich ist auch der Rechenschaftsbericht 2015 aus der alten Heimat, gezeichnet von Pfarrer Uwe Seidner. Daraus erfährt man  Daten über das geistliche Leben in der hiesigen Kirchengemeinde, den in der Kirchenburg und am Friedhof vorgenommenen Arbeiten, der Reise einer Delegation der Weidenbächer Kirchengemeinde zwischen dem 11. - 18. März in die Partnergemeinde Nottuln im Münsterland. Die ansprechenden Farbfotos und die kurzen Berichte informieren den Leser über die Teilnahme am Heimattag in Dinkelsbühl, dem vierten Burzenländer Musikantentreffen, der Tagung der HOG-Regionalgruppe Burzenland und über sonstige Begenungen. Uwe Konst setzt seine Geschichte über Weidenbach mit der 24. Folge fort. Kurze Übernahmen, und Familiennachrichten  runden den Inhalt dieser gelungenen Ausgabe ab.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*