Im Zeichen des Friedens

12. Auflage der Konzertreihe „Musica Coronensis“

Freitag, 10. Oktober 2014

Der Kronstädter Bachchor auf der Orgelempore der Schwarzen Kirche während des Eröffnungskonzerts der diesjährigen Konzertreihe „Musica coronensis“. Foto: Dieter Drotleff

Ein beeindruckender Ausklang des Festivals war das von Dr. Steffen Schlandt geleitete und moderierte Konzert „Eine Musikgeschichte Kronstadts“ im Patria-Saal , an dem sich rund 70 Chormitglieder und Instrumentalisten beteiligten. Foto: Ralf Sudrigian

Der Auftakt der Konzertreihe der Transilvania Universität erfolgte in der Sergiu Chriacescu -Aula mit einem Klavierabend von Horia Mihail. Dabei erklang erstmals auch das neue Steinway & Sons Klavier der Universität, mit Stücken von Mozart und Beethoven. Foto: Hans Butmaloiu

Erstmals bei Musica Coronensis: Die Burzenländer Blaskapelle bot Sonntagmittag Promenadenmusik im Kronstädter Zentralpark Titulescu Foto: Ralf Sudrigian

Mit einem vielseitigen musikalischen Programm wurde am Dienstagabend, dem 30. September, die 12. Auflage der Kronstädter Musikreihe „Musica Coronensis“ eingeleitet. Es war auch der letzte Abend der diesjährigen Orgel-Sommerkonzertreihe in der Schwarzen Kirche. Eine gut gedachte Auswahl mit Werken einheimischer und internationaler Komponisten zog zahlreiche Musikfreunde in die Schwarze Kirche. Es ist auch der einzig hier veranstaltete Konzertabend gewesen; die anderen Darbietungen wurden in anderen Austragungsorten eingeplant.

Denn Musica Coronensis ist in der Zwischenzeit zu einer musikalischen Veranstaltung der Stadt geworden an der sich außer den Organisatoren  – die Honterusgemeinde, durch die beiden Organisten Steffen und Eckart Schlandt, den Bach- und Jugendbachchören – inzwischen auch die hiesige Philharmonie, die Oper, die Fakultät für Musik, das Musiklyzeum, Chöre, Kammerensembles, das Mure{eni-lor-Gedenkhaus beteiligen. Es werden immer wieder während der Konzertreihe auch andere Veranstaltungen im Musikbereich wie Vorträge mit dazu gebotenen musikalischen Einlagen, CD-Vorstellungen, die Enthüllung von Gedenktafeln wie die für Rudolf Lassel,  Vorstellung von Instrumenten u. a. geboten.

Die diesjährige Auflage der Konzertreihe, die 2003 auf Initiative der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest und der Honterusgemeinde  eingeleitet wurde, umfasste ein reiches Angebot an musikalischen Veranstaltungen. In der Aula der Transilvania-Universität wurde der Steinway Konzertflügel eingeweiht wobei Horia Mihail ein abendfüllendes Programm bot. Übrigens beabsichtigt die Uni hier nun regelmäßig Konzerte zu veranstalten.  Ein viel beachteter Liederabend fand im Mure{enilor-Gedenkhaus statt; im Gemeinderaum  am Marktplatz trat das Trio Trikolon aus Österreich auf. In der Aula des „Andrei Şaguna“- Kollegs hat der Schülerchor Werke von Gheorghe Dima aufgeführt, wobei auch die Gedenktafel für den Komponisten eingeweiht wurde. Im Patria-Saal wurden Sonaten von Antonio Soler an zwei Klavieren geboten. Die Burzenländer Blaskapelle dirigiert von Vasile Glăvan hat am letzten Veranstaltungstag, dem 5. Oktober, ein Promenadenkonzert im Park am Rudolfsring geboten. Abgeschlossen wurde die Konzertreihe am gleichen Sonntagnachmittag mit dem Konzert „Eine musikalische Geschichte der Stadt Kronstadt“, das Dr. Steffen Schlandt dirigierte und moderierte.

Die Einführung zu dem Eröffnungskonzert wurde von Stadtpfarrer Christian Plajer gemacht der kurz in die Werke die zu Gehör kamen, präsentierte. Von Egon Hajek, Schriftsteller, Literaturhistoriker, Komponist und Musikwissenschaftler (1888-1963), wurden Psalm 57 und Psalm 72 „Friedensmotette“ vom vereinigten Bach- und Jugendbachchor (an der Orgel Eckart Schlandt, Dirigent: Steffen Schlandt) aufgeführt. Besonders die Friedensmotette kam bei den Zuhörern sehr gut an, durch die auch an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, sowie an den Krieg in der benachbarten Ukraine erinnert wurde, wo Menschen, die bis vor kurzem friedlich zusammenlebten, sich nun bekämpfen, wie Stadtpfarrer Christian Plajer hervorhob.  Von Hans Peter Türk wurde „Zu Kronen vor’m Burgertor“ geboten. Ein von Gabriel Mălăncioiu 2014 komponiertes Stück für Violine, Solistin Cristina Constantin, stand im Programm. Zum ersten Mal wurde in der Schwarzen Kirche das „Vater Unser“ von Leos Janacek (1854-1928) aufgeführt.  Die „Passacaglia“ von Johannn Sebastian Bach (1685 -1750) an der Buchholzorgel von Steffen Schlandt interpretiert, krönte den Abend an dem als Solist Liviu Iftene (Tenor) und Ciprian Ţuţu als Dirigent mitwirkten. Es war ein Abend, der angesicht auch der internationalen Lage, im Zeichen des Friedens stand, der über uns herrschen soll, wie Stadtpfarrer  Christian Plajer in seinen Segen zum Ausdruck brachte.

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