IMAS-Sonntagsfrage: Die PNL liegt erstmals wieder vor der PSD

Präsidentschaftswahl: Amtsinhaber Klaus Johannis bleibt Favorit

Mittwoch, 09. Januar 2019

Bukarest (ADZ) - Wenn am Sonntag Parlamentswahlen wären, hätten die oppositionellen Liberalen laut einer im Auftrag des Hörfunksenders Europa FM erstellten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS erstmals seit Jahren wieder die Nase vorn.

Laut Ergebnissen der im Zeitraum 4. - 20. Dezember erfolgten Erhebung würden 17,1 Prozent der Befragten für die PNL stimmen, während der Regierungspartei PSD 16,4 Prozent den Vorrang geben würden. Für die USR würden 7,5 Prozent der Befragten stimmen, für die ALDE 6,3 Prozent, für die neue Partei des Ex-Premiers Dacian Cioloș 5,3 Prozent. Victor Pontas Kleinpartei Pro Romania käme laut Umfrageergebnissen auf 5,2 Prozent, während der Ungarnverband (UDMR) mit kaum 3 Prozent an der Parlamentshürde scheitern würde. 26,1 Prozent der Befragten gaben an, noch keine Wahlentscheidung getroffen zu haben; 8,5 Prozent der Umfrageteilnehmer stellten klar, bei den kommenden Wahlen durch Abwesenheit an den Urnen glänzen zu wollen.

Zu der Präsidentschaftswahl führten 34,9 Prozent der Befragten an, für Amtsinhaber Klaus Johannis stimmen zu wollen. ALDE-Chef Călin Popescu Tăriceanu käme als potenzieller Spitzenkandidat der Regierungskoalition auf 12,9 Prozent, während für PSD-Chef Liviu Dragnea lediglich 5,3 Prozent der Befragten stimmen würden. Ex-Premier Victor Ponta würden 12,9 Prozent der Umfrageteilnehmer den Vorrang geben; auch äußerten insgesamt 42 Prozent der Befragten die Meinung, dass die PSD die Bukarester Oberbürgermeisterin Gabriela Firea Pandele als ihren Spitzenkandidaten aufstellen sollte.

Als Grund zur Sorge im neuen Jahr führten 31 Prozent die Lage der Wirtschaft und 12,6 die Armut an, 8,5 Prozent erachteten die aktuelle politische Klasse und 6,6 die grassierende Korruption als Hauptproblem des Landes.

 

Kommentare zu diesem Artikel

Alex, 09.01 2019, 10:46
An diesen Umfrageergebnissen merkt man, dass Korruption beim rumänischen Bürger als etwas normales gilt. Dabei ist genau dieses Problem der Hauptgrund für die Armut und mindere Qualität vieler Produkte und Bauten in Rumänien. Aufträge werden nicht an fähige Firmen vergeben, sondern an die, die am meisten Schmiergeld zahlen.

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