Immobilienpreise ziehen an

Kehrseite des Wirtschaftsbooms von Karansebesch für Wohnungskäufer

Donnerstag, 14. April 2016

Karansebesch – Immobilienmakler freuen sich: in Karansebesch steigen die Wohnungspreise seit diesem Frühjahr wieder. Gegenüber einem Mittelwert von 505 Euro/Quadratmeter im letzten Jahresquartal 2015 lag der Durchschnittspreis im ersten Quartal 2016 bei 515 Euro/Quadratmeter. Der Preis wird von zwei öffentlichen Gesprächsthemen beeinflusst: dem neuen Garantiegesetz für Bankanleihen und den Nachrichten über weitere Gründungsvorhaben der Wirtschaft in Karansebesch – dies impliziert die Schaffung weiterer neuer Arbeitsplätze (in der mittelfristigen Perspektive mehrere tausend). Das Gezerre um das neue Kreditvergabegesetz zwischen Banken und Nationalbank auf der einen Seite und populistischen Parlamentariern sowie hoffnungsfrohen und rückerstattungslahmen Profis des Leihgelds von Banken andererseits beeinflusst nicht nur die Handhabung der staatlichen Unterstützungen für junge Leute über das „Prima Casă“-Projekt, sondern auch die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Insbesondere die zögerliche Kreditvergabepraxis der Banken könnte das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ins Wanken bringen.

Laut Immobilienmaklern äußerte sich diese Spannung vor allem dadurch, dass sich die Entschlusszeit der Kaufinteressierten auf die Hälfte des Üblichen (früher: vier bis sechs Wochen) verkürzt hat. Die Makler sprechen jetzt von „teilweise überhasteten“ Käufen, vor allem im Falle von Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit allem üblichen Komfort. Sie meinen damit Wohnungen, die in die Subventionierungskategorie von „Prima Casă“ fallen. Dazu Bianca Stark, die auch sonst als Immobilienmaklerin in Karansebesch eine gute Übersicht über den Wohnungsmarkt besitzt: „Die Durchschnittswerte, an denen wir uns orientiert haben, kommen von 182 Transaktionen/Angeboten, die wir analysiert haben. Der orthodoxe Vorostermonat April beginnt – und das ist wieder eine Anomalie des Marktes – mit einem Sinken des Angebots. Was aber im Zusammenhang stehen kann mit den mehr als 1000 neuen Arbeitsplätzen, die in den kommenden zwei Jahren hier entstehen werden und die von den im Wahlkampf befindlichen Lokalpolitikern sofort angekündigt wurden.

Im April werden weniger Wohnungen angeboten, aber sie sind um durchschnittlich sechs Euro/qm teurer als im März. All das bezieht sich auf generalüberholte Appartements in Altbauwohnungen. Neubauwohnungen liegen zwischen 450 – 475 - 530 Euro/qm, je nach Zimmeranzahl, Größe und Komfort-Extras. Das fordern die Immobilienentwickler, die in Karansebesch zwei neue Wohnviertel bauen.“

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