Importe wachsen in sieben Monaten um 7 Prozent

Handelsdefizit um 561 Millionen Euro höher als ein Jahr davor

Freitag, 11. September 2015

Im Juli 2015 lag das Handelsdefizit bei 641 Mio. Euro.
Bild: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - In den ersten sieben Monaten 2015 belief sich das Defizit im Außenhandel Rumäniens (fob/cif) auf geschätzte 3,935 Milliarden Euro und war damit um rund 561 Millionen Euro und 16 Prozent höher als in derselben Zeitspanne 2014, teilte das Nationale Institut für Statistik (INS) mit.

In sieben Monaten 2015 stiegen die Exporte (fob) im Vorjahresvergleich um 5,9 Prozent auf 32,072 Milliarden Euro. Die Importe (cif) wuchsen mehr und zwar um 7,0 Prozent auf 36,007 Milliarden Euro.

Knapp drei Viertel seines Außenhandels wickelte Rumänien mit den anderen EU-Länder ab (73,3 Prozent der Exporte waren für den EU-Markt bestimmt und 76,8 Prozent der rumänischen Einfuhren kamen aus der EU).

Im Vergleich zu Juni wuchsen die Exporte im Juli um 5,8 Prozent, die Importe hingegen waren um 3,6 Prozent höher (Exporte 5,04 Milliarden Euro, Importe 5,68 Milliarden Euro). Das Juli-Handelsdefizit betrug 641 Millionen Euro.

Im vergangenen Gesamtjahr 2014 belief sich das Außenhandelsdefizit auf 6,05 Milliarden Euro, wobei Exporte und Importe gleichermaßen um 6,4 Prozent zulegten.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 13.09 2015, 23:03
Bleibt die Frage, wie es mit der Leistungsbilanz aussieht.
Gleichen die Überweisungen der Rumänen im Asland und die Inveitionen ausländischer Unternehmen sowie die zufließendenn EU-Mittel das Handelsbilanzdefizit aus?
Manfred, 11.09 2015, 19:50
Korrekt,Tourist-viele rumänische Erzeugnisse brauchen den Vergleich nicht zu scheuen!Aber...wie viele Onlineshops(Selbstvermarktung) für rumänische Lebensmittel kann man nutzen?Da ist viel mehr Eigeninitiative gefragt.In die Supermärkte in D zu kommen,ist sicher schwierig.
Tourist, 11.09 2015, 12:55
Rumänien muss mehr exportieren. Schön langsam kommt ja nach Jahren auch die Landwirtschaft wieder in Schwung und sogar die verarbeitende Lebensmittelindustrie. Waren gibt es genug, eine Exportoffensive fehlt. Warum findet man in westlichen Supermärkten Gemüse aus Spanien und der Türkei, aber nicht aus Rumänien? Natürlich war die Handelsbilanz erst einmal negativ, denn es wurden Traktoren und landwirtschaftliche Maschine zu tausenden importiert und auch die Verarbeiter, wie Molkerein, Fleischverarbeiter, Konservenhersteller, etc. haben ihre neuen modernen Anlagen aus dem Ausland gekauft, aber schön langsam sollte genug aufgebaut sein und der Export so richtig in Schwung kommen.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*