In der Identität und Lebensfähigkeit stärken

Die 16. Sitzung der deutsch-rumänischen Regierungskommission

Mittwoch, 06. März 2013

Im Beisein von Klaus Johannis unterzeichneten die beiden Co-Vorsitzenden der rumänisch-deutschen Regierungskommission für Angelegenheiten der deutschen Minderheit in Rumänien George Ciamba (l.) und Dr. Christoph Bergner (r.) das Protokoll über die 16. Sitzung der Kommission. Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt (ADZ) – Eine positive Bilanz zogen die beiden Delegationen aus den Gesprächen der 16. Sitzung der deutsch-rumänischen Regierungskommission für Angelegenheiten der deutschen Minderheit in Rumänien.

Stattgefunden hat die Tagung am Montag in Hermannstadt/Sibiu im Spiegelsaal des Forumshauses. Die Sitzung wurde geleitet vom rumänischen Co-Vorsitzenden, Staatssekretär George Ciamba im rumänischen Außenministerium, und dem deutschen Co-Vorsitzenden, Dr. Christoph Bergner, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten im Bundesministerium des Innern.

„Sowohl die deutsche als auch die rumänische Seite erkennen, dass es im gesamteuropäischen Interesse außerordentlich wichtig ist, die deutsche Minderheit zu unterstützen und in ihrer Identität und Lebensfähigkeit zu stärken. Beide Seiten bekräftigen deshalb erneut ihre Entschlossenheit, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen und die Minderheit weiterhin durch Fördermaßnahmen zu unterstützen.

Nur eine lebendige Minderheit, die sich ihrer Identität und Kultur bewusst ist, ist in der Lage, länderübergreifende Brücken zu bauen und ein auf Verständigung gerichtetes Zusammenleben zu fördern,“ so Dr. Bergner in der Presseerklärung. Er lobte die konstruktive Atmosphäre, in der die Maßnahmen zugunsten der deutschen Minderheit in großem Einvernehmen mit Staatssekretär Ciamba diskutiert wurden und dankte Rumänien für die vorbildliche Minderheitenpolitik.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 06.03 2013, 21:46
Meine Informationen besagen,das in der sorbischen Region in D in ca 2 Dutzend Schulen sorbisch gelehrt wird,bis ins Gymnasium.Desweiteren sind da auch die Eltern in die Pflicht zu nehmen,oder!Wie viele sorbische Vereine gibt es?Werden diese diskriminiert?Ich denke nein!Man darf auch mal selbst die Verantwortung in die Hand nehmen und muß nicht immer warten,was Vater Staat sagt.
_Spike_, 06.03 2013, 13:29
"dass es im gesamteuropäischen Interesse außerordentlich wichtig ist, die deutsche Minderheit zu unterstützen und in ihrer Identität und Lebensfähigkeit zu stärken."

Was ist mit der sorbischen Minderheit in Deutschland, die verzweifelt um ihre Identität kämpft, und kaum Unterstützund durch den Deutschen Staat erhält.

"

Die Stiftung für das sorbische Volk sieht sich seit Jahren konfrontiert mit einem sinkenden Zuschussvolumen. Sie ist aus diesem Grund immer weniger in der Lage, die aktuelle Infrastruktur auf dem Gebiet der sorbischen Sprache und Kultur aufrecht zu erhalten."

"Durch die wachsende Dominanz der deutschen Kultur und Sprache führte und führt immer mehr zum Verlust der Sorbischen Sprache und Kultur. Wie viele Sorben es noch gibt, kann niemand genau sagen. Man rechnet, dass es noch 20.000 aktiv sprechende Sorben gibt bzw. 60.000, die sagen "JA, ich bin Sorbe". Sorbisch zählt inzwischen zu den am meisten bedrohten Sprachen, da viele Eltern ihre Sprache nicht an ihre Kinder weitergegeben. Diese Entwicklung wird mit großer Sorge verfolgt. In Zeiten, in denen Schulen geschlossen werden und kein Geld für Sorbisch-Sprachkurse und AGs in Schulen vorhanden ist, wird es mehr und mehr zum Kampf um jeden Millimeter." sorben.org

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*