Industrieseilbahn und Semenic-Hotel

Bürgermeister Ioan Popa hält öffentliches Interesse wach

Mittwoch, 09. November 2016

Über die Nutzung der Industrieseilbahn von Reschitza gibt es allerlei fantasievolle Pläne, aber kaum Geld.

Das Semenic-Hotel genau gegenüber dem Rathaus wollte schon der Kreisrat unter Sorin Frunz²verde übernehmen, dann Popas Vorgänger Stepanescu, zwecks Büroräume des Rathauses, nun will Popa es wieder zum Hotel zurückfunktionieren.

Reschitza – In einem Pressegespräch teilte Reschitzas Bürgermeister Ioan Popa mit, dass er mit dem Unternehmer Costel Ciobanu „Barbălată“ eine Begegnung hatte, bei der es um die Industrieseilbahn ging, die das Reschitzaer Stadtzentrum überquert. Die Stadt sei, als Folge früherer Umfragen unter den Bewohnern, an der Seilbahn interessiert, die seit den 1960er Jahren, seit sie steht, zu einem Symbol von Reschitza geworden ist. Er selbst, Bürgermeister Popa, habe ein Faible für die Konservierung und Nutzung von solchen Symbolen, die zu Anziehungspunkten werden können, bestätigte er.

„Mit einer gut durchdachten Strategie, etwas Vorstellungsvermögen und einem Haufen Geld kann man daraus etwas Anziehendes machen“, sagte Popa, „ob das nun einfach eine Hochpromenade wäre, futuristische Büros, über der Stadt schwebende Restaurationen oder sonstwas – wenn Geld da ist, ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. In der pessimistischsten Variante sollte die Industrieseilbahn gründlich konserviert werden und an die Industriegeschichte von Reschitza erinnern.“

„In der gegenwärtig laufenden Bevölkerungsbefragung geht es auch um die Industrieseilbahn“, sagte Popa, „und ich bin auf die mehrheitliche Meinung der Reschitzaer neugierig, zumal ich nicht von der Genauigkeit der Befragungen meiner Vorgänger überzeugt bin... . Ich weiß: dieser Industriebau ist schwer und teuer zu erhalten. Allein die Seilbahn zu streichen – das letzte Mal geschah das vor mehr als 15 Jahren – kostet einen Koffer Geld. Heutzutage gibt es aber modernere Lösungen dafür, und viel dauerhaftere. Wie Sie wissen, macht sich niemand um die Instandhaltung des Eiffelturms besondere sorgen. Es gibt also gute und Langzeitlösungen.“

Die meiste Zurückhaltung gegenüber einer Übernahme der Seilbahn von Ciobanu-„Barbălată“ zeigen die Ratsherren, die von den Kosten der Instandhaltung zurückschrecken. „Der Besitzer hat seinen Entschluss bekannt gegeben, die Seilbahn dem Rathaus zur Verfügung zu stellen“, sagte Popa. „Mal sehen, unter welchen Bedingungen!“

Popa hat auch das Interesse der Stadt an der Übernahme des Semenic-Hotels bekräftigt.   Gruia Stoica sei grundsätzlich bereit, es abzugeben, habe er erfahren. „Auch das Semenic-Hotel steht zur Debatte, wenn die Rezensenten der laufenden Umfrage bei Ihnen vorbeischauen“, sagte Popa. „Ideal wäre es, das Hotel wieder in einen touristischen Kreislauf zu integrieren, denn in der Stadt fehlen Unterkunftsplätze. Vorläufig sind wir auf der Suche nach einem Unternehmen, das zu investieren bereit wäre. Aber nichts spricht dagegen, dass die Stadt ein eigenes Unternehmen gründet, um das Semenic-Hotel zu übernehmen und zu betreiben. Es besteht akuter Bedarf an Hotelunterkünften.“

 

Kommentare zu diesem Artikel

Linares, 10.11 2016, 19:13
Zitat:"Wie Sie wissen, macht sich niemand um die Instandhaltung des Eiffelturms besondere Sorgen.....". Dann wollen wir mal, Herr Popa; Um den Anstrich des Eiffelturms machen sich alle 7 Jahre 25 - 30 Anstreicher Sorge, die dabei rund 10 Tonnen Primer und 50 Tonnen Deckfarbe verbrauchen. Kosten der Aktion, die rund ein Jahr dauert: 3 Millionen Euro. Der Unterschied zur Industrieseilbahn in Resita ist allerdings, dass der Eiffelturm jedes Jahr steigende, zahlende Besucher hat, die mit ihrem Eintrittsgeld die enormen Wartungs - und Reparaturkosten des Objektes finanzieren. Wenn dies nicht der Fall waere, wuerde der franzoesische Staat die Kosten tragen. Am Beispiel des immer mehr verfallenden Baile Herculane sieht man, dass sich hierzulande - im Gegensatz zum westeuropaeischen Ausland - um den Erhalt historischer Bauwerke "niemand Sorgen" macht, schon gar keine besonderen.

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