Infrastrukturausbau im rumänisch-serbischen Grenzgebiet

Dienstag, 12. Juni 2018

Temeswar (ADZ) - 32 Millionen Lei kostet die Modernisierung der Kreisstraße 593, die bei Schag/Șag von der Fernstraße 59 (Europastraße 70) abzweigt und über Paratzhausen/Parța, Neupetsch/Peciu Nou, Djulwes/Giulvăz und Fienen/Foeni zum rumänisch-serbischen Grenzübergang Feny – Modosch/Jasa Tomic führt. Die Straße ist knapp 36 Kilometer lang, ein 20 Kilometer langer Abschnitt bedarf dringender Instandsetzungsarbeiten. Diese werden demnächst beginnen, bereits im Dezember 2017 hatten der Temescher Kreisrat und die Entwicklungsagentur der Westregion den Finanzierungsvertrag unterschrieben. Nun soll das Projekt umgesetzt werden, spätestens Ende 2020 müssten die Arbeiten abgeschlossen werden. Auf 26 Millionen Lei beläuft sich der Beitrag der Europäischen Union, so dass die Temescher Kreisverwaltung nur sechs Millionen Lei, bzw. 18,75 Prozent der Gesamtkosten beisteuern muss.

Der Temescher Kreisratsvorsitzende Călin Dobra, der Ende voriger Woche die Eckdaten des Infrastrukturvorhabens bekanntgab, rechnet mit einer raschen Zunahme des Verkehrs auf dieser Strecke, die die Entfernung zwischen Temeswar/Timișoara und Neusatz/Novi Sad, der Hauptstadt der nordserbischen Region Vojvodina, um etwa 20 Kilometer kürzt. Über Feny beträgt die Entfernung zwischen Temeswar und Neusatz 140 Kilometer. Laut Dobra ist die Instandsetzung der Kreisstraße 593 nicht nur ein Beitrag zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur im Banat, sondern auch einer im Hinblick auf das Jahr 2021, wenn Temeswar und Neusatz den Titel einer Europäischen Kulturhauptstadt tragen werden.

Der Grenzübergang bei Feny wurde 2014 eröffnet, er kann jedoch nur zwischen 8 und 20 Uhr (7 und 19 Uhr serbische Uhrzeit) und nur mit dem Pkw passiert werden. Dobra erklärte, dass sich seine Behörde bei Bedarf für eine durchgehende Öffnungszeit einsetzen wird. Fakt ist, dass von den 2014 eröffneten neuen Grenz-übergängen nach Serbien keiner ein besonderes Reiseaufkommen aufweist, mit Ausnahme vielleicht jenes von Lunga – Nakovo. Dieser wird vor allem von rumänischen Einkaufstouristen genutzt, die am Wochenende in der nahe gelegenen Grenzstadt Kikinda ihren wöchentlichen Einkauf erledigen und den etwa 15 Kilometer längeren Weg über den Grenzübergang Hatzfeld/Jimbolia – Srpska Crnja nicht mehr in Kauf nehmen wollen.

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