Innenstadt wird zur Baustelle

Erste Arbeiten beginnen im Juni

Freitag, 20. Januar 2012

Die Architektur des Temeswarer Domplatzes bleibt erhalten – alle anderen Plätze in der Innenstadt werden neu eingerichtet. Foto: Zoltán Pázmány

Die Temeswarer Innenstadt wird in eine riesige Baustelle umgewandelt. Die Sanierung der Innenstadt steht für dieses Jahr an. Doch damit die umfangreichen Arbeiten nicht die ganze Innenstadt lahmlegen, sollen sie schrittweise erfolgen. Zuerst werden im Juni die Arbeiten am Freiheitsplatz beginnen, später, noch in diesem Jahr, am Sankt-Georgsplatz. Die Sanierung des Domplatzes und des öffentlichen Ţarcului-Platzes stehen für September 2013 im Plan. 2015 sollen laut Projekt all diese Plätze ein neues Aussehen haben. Ausnahme macht nur der Domplatz, der sein barockes Aussehen beibehalten soll. Dabei werden auch zehn Straßen in der Innenstadt in Fußgängerzonen umgewandelt.

 

Der Finanzierungsvertrag für die Innenstadtsanierung in Temeswar/Timişoara wurde Ende Dezember unterschrieben. Bald sollen schon die ersten Ausschreibungen für die Durchführung der Arbeiten stattfinden. Die Sanierung ist auf fast 70 Millionen Lei geschätzt und soll Dezember 2014 vollendet werden. Das Geld kommt von der rumänischen Regierung und von der Europäischen Union, wobei auch die Kommune einen Teil beisteuern wird.
 

Laut dem Temeswarer Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu werden die Sanierungsarbeiten schrittweise verlaufen. Zuerst werden die Arbeiten am Freiheits- und am Sankt-Georgsplatz beginnen. Diese öffentlichen Plätze in der Innenstadt werden neu gestaltet. Kein Baum ist am Freiheitsplatz gefährdet, jedoch wird die Form des Platzes komplett geändert. Die ganze Gegend wird in eine Fußgängerzone umgewandelt. Autos werden trotzdem ausnahmsweise Zugang zum Freiheitsplatz haben. Nur Anrainer werden hier verkehren dürfen, aber auch die Autos für die Versorgung der Länden und Cafés aus der Gegend sowie die Notfallautos der Feuerwehr oder die Krankenwagen. Dagegen werden sich hier die Fahrradfahrer wie Zuhause fühlen.
Die ganze Gegend wird in dieser Hinsicht umgestaltet. Fahrräder werden hier gemietet werden können.


Aber nicht nur das Aussehen dieser Plätze ändert sich, auch die Infrastruktur wird modernisiert. Die Netzwerke für Wasser, Kanalisation und Heizung, für elektrischen Strom und Kommunikation sollen erneuert werden und alle Kabel, die derzeit auf den Mästen hängen, werden unterirdisch verlegt. Dies ist das Ziel des City-Net-Systems „Dies wird der erste Abschnitt des City-Net-Systems in Temeswar sein. Inzwischen wird auch die Altbausanierung in der Innenstadt durchgeführt“, sagt Aura Junie, Leiterin der Abteilung für Stadtentwicklung innerhalb des Temeswarer Bürgermeisteramtes. Infolge der Altbausanierung sollen die Erdgeschosse der Gebäude in Länden umgewandelt werden.


Im Juni dieses Jahres sollen auch die Arbeiten an zehn anrainende Straßen in der Innenstadt beginnen. Dies wird aber etappenweise erfolgen, damit der Verkehr nicht völlig durcheinander gerät. So werden auch folgende Straßen saniert: Florimund Mercy, General Praporgescu, Enrico Carruso und die „Straße ohne Namen“. Im September des kommenden Jahres soll die Sanierung am Domplatz und am Ţarcului-Platz erfolgen. Die Arbeiten am Domplatz werden laut Projekt ein Jahr dauern. 2013 sollen auch die Straßen unmittelbar des Domplatzes saniert werden: Vasile Alecsandri-, Lucian Blaga- und Eugeniu de Savoya-Straße. 2014 werden auch die Straßen Francesco Griselini-, Sergent Constantin Muşat- und Radu Negru saniert. Die Sanierung dieser Straßen wird nicht nur eine verbesserte Infrastruktur mit sich bringen, sondern auch ein neues Verkehrs- und Parksystem.


Obwohl alle Arbeiten eine genaue Arbeitsfrist haben, warnt die Leiterin der Abteilung für Stadtentwicklung, Aura Junie, dass es zu Stockungen kommen könnte. Das aber nur, wenn archäologische Funde in der Gegend entdeckt werden. In diesem Fall aber werden die Arbeiten nicht komplett unterbrochen, sondern während der Untersuchungen der Archäologen wird an anderen Orten gearbeitet.

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