Innenstadtsanierung: Pflastersteine bröckeln

Baufirma verwendete minderwertige Materialien

Mittwoch, 13. Januar 2016

Historisches Temeswar: Hier stand im 17. Jahrhundert ein Holzhaus – die Steine, die das signalisieren, gingen, kurz nachdem sie in den Boden gesetzt wurden, kaputt.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar – Das Altstadt-Pflaster, das in Temeswar/Timişoara die Konturen der historischen Funde nachzeichnen sollte, bröckelt. Sieben Millionen Lei (ohne MwSt.), berichten die Medien, kosteten die Materialien, die hier eingesetzt wurden, um die Existenz der bei der archäologischen Sichtung des Untergrunds entdeckten und wieder in den Boden verbrachten Funde zu kennzeichnen (wie beispielsweise ein Holzhaus aus dem 17. Jahrhundert am Ţarcului-Platz). Die Steinchen wurden kurze Zeit später wegen der Wetterbedingungen zerstört.

Das selbe passierte auch mit den Pflastersteinen, mit denen mehrere Straßen in der Innenstadt versehen wurden.
Die Sanierung der Temeswarer Innenstadt kostete 15 Millionen Euro – den Großteil davon stellten EU-Mittel. Die Sanierungsarbeiten wurden von der Firma Romprest durchgeführt und Ende 2015 abgeschlossen. Bis Ende Januar 2016 hätten noch die historischen Funde markiert werden müssen – ein zwei Millionen Euro schweres Unterfangen. Darum kümmerte sich die Firma Corint aus Karlsburg/Alba Iulia. Laut Aussagen des Architekten Ştefan Sturdza, der das Projekt koordiniert, wurden in diesem Fall minderwertige Baumaterialien verwendet. Diese sollen nun ersetzt werden bzw. die Bauarbeiten normgerecht durchgeführt werden.

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